439 lines
180 KiB
Markdown
439 lines
180 KiB
Markdown
# Compiler-Instruktion — OKF-Concepts aus Source Material erzeugen (Story 2.1)
|
||
|
||
> **Status:** abgeleitet (Story 2.1) — deterministische, agent-unabhängige Compiler-Instruktion für die Erzeugung neuer Concepts aus Source Material.
|
||
> **Normative Grundlage:** `schema/wiki-compiler.md` (autorisiert, Story 1.3) — insbesondere §2 Bundleroot, §3 Feldsubset (§3.1–§3.7), §5 `log.md`-Typdefinition, §6 Index-Regel/Prädikate, §7 abschließende 14-Punkte-Liste, §8 Normreferenzen.
|
||
> **Prüfgrundlage:** `schema/validator.md` (abgeleitet, Story 1.4; Revision 9) — die Validierung bleibt die mechanische Bestätigung der Konformität (AD-17h).
|
||
> **Ableitungsdatum:** 2026-08-16
|
||
> **Kanonischer Producer-Actor:** `wow-compiler/0.1.0`
|
||
|
||
## 0. Zweck & Aufruf
|
||
|
||
Diese Datei ist **der einzige Ort der Concept-Erzeugungs-Instruktion** des Projekts. Sie ist **rein textuell** — kein ausführbarer Code, kein Standalone-Programm (D-3). Sie wird von einem vorhandenen agentischen Host (AD-11) als **deterministische Anweisung** befolgt; sie ersetzt kein LLM-Reasoning, sondern **kanalisiert** es in eine reproduzierbare, textuell nachvollziehbare Abfolge (AD-5, AD-6, AD-17h).
|
||
|
||
**Aufruf:** Der Producer führt den Run in der folgenden festen Ablaufstruktur aus (deterministische Reihenfolge): (0) Input prüfen, (1) Interpretieren, (2) Reconcile, (3) Synthetisieren, (4) Mutieren, (5) Validieren. Diese sechs Phasen gelten für **zwei Ausführungs-Varianten** gleichermaßen: den **Neu-Anlage-Pfad** (Erzeugung neuer Concepts, §§4–5) und den **Update-Pfad** (inkrementelles Update bestehender Concepts, §3 + §5.9, Story 3.1). In beiden Varianten betreffen Reconcile (2) und Mutieren (4) die Erkennung und Veränderung **betroffener** Wissenseinheiten — neue Einheiten werden angelegt, bereits bestehende werden im bestehenden Concept-Pfad aktualisiert (never „Regenerate Everything", AD-5). Jede erzeugte **und** jede veränderte Concept-Datei MUSS anschließend gegen `schema/validator.md` als SUCCESS nachweisbar sein — erst dann gilt der Run als erfolgreich. Bei einem Validierungs-FAIL wird das Bundle **nicht** als erfolgreicher Run behandelt, `raw/` bleibt unangetastet (AD-3), und die Fehlerursache ist textuell identifizierbar (NFR-4). Die **Commit-Boundary ist die Mutations-Boundary** (AD-17f): Zwischenstände vor Erreichen der Success-Bedingung werden nicht als fertige Mutation veröffentlicht.
|
||
|
||
**Entscheidungsebenen (keine eigene Norm):**
|
||
|
||
```text
|
||
Behauptung (Normativ): schema/wiki-compiler.md (§7: abschließende 14-Punkte-Liste)
|
||
Ableitung (Story 2.1): schema/compiler.md (Erzeugungs-Instruktion)
|
||
Bestätigung (Story 1.4): schema/validator.md (mechanische Prüfung, kein LLM-Urteil)
|
||
```
|
||
|
||
## 1. Input (was der Compiler konsumiert)
|
||
|
||
1. **Voraussetzung:** Der Run verarbeitet ausschließlich **veröffentlichte (committete) Inhalte** als Input (AD-17a — „Der Compiler darf nur veröffentlichte (committed) Inhalte als Input verwenden"); Zwischenstände während einer Mutation sind nie Input.
|
||
2. **Evidenz:** Das Source Material unter `raw/` — jede Datei unter `raw/`, die als evidierenfähige Source verarbeitet wird, ist Evidenz (AD-2/AD-3). Vom Compiler erzeugte Concepts DÜRFEN ausschließlich auf solche `raw/`-Dateien als `sources`-`resource` zeigen.
|
||
3. **Bestehendes Bundle:** Das aktuelle `wiki/` (Bundleroot `index.md`, `log.md`, bestehende Concepts) ist der zweite Input; der Run beginnt mit dem vorhandenen Bundle und verändert nur, was durch neue Erkenntnisse betroffen ist (AD-5 — niemals „Regenerate Everything").
|
||
4. **Nicht-Evidenz (Artefakt-/Grenzdateien) sind KEIN Input:** `raw/README.md`, jede `raw/**/source.md` (Provenienz-Sidecar), `schema/`, `adapters/` — sie sind keine zu verarbeitende Evidenz und dürfen **nie** als `sources`-`resource` eines Concepts verwendet werden. (Dokumentarische Konvention der Source-Bereitstellung nach `raw/README.md` — eine nicht-mechanische Ausnahme zur Evidenz-Erwartung; zu verarbeitende Evidenz kann auch andere Formate als `.md` tragen, z. B. PDF.)
|
||
|
||
## 2. Interpretieren (Wissenseinheiten erkennen)
|
||
|
||
1. Der Producer liest die bereitgestellten Evidenzdateien und **identifiziert darin abgegrenzte Wissenseinheiten** (ein Thema, ein Konzept, ein zusammenhängender Sachverhalt).
|
||
2. **Nicht 1:1 pro Dokument, nicht 1:1 pro Abschnitt** (FR-5): Ein Dokument kann mehrere Wissenseinheiten enthalten, die in mehrere Concepts fließen; eine Wissenseinheit kann aus mehreren Abschnitten/Dokumenten stammen. Die Anzahl der Concepts ergibt sich aus den erkannten Einheiten, nicht aus der Datei- oder Abschnittszählung der Source.
|
||
3. **Grenze der Interpretation (Curated ≠ Copy, FR-2/SM-2):** Eine Wissenseinheit wird nur dann zum Concept, wenn sie **eigenständig formuliertes kuratiertes Wissen** ergibt. Bloße Kopie, das Einfügen großer Quellblöcke oder eine Zusammenfassung des Quelldokuments sind **keine** Wissensintegration und DÜRFEN nicht erzeugt werden.
|
||
4. Ein Concept wird in **Deutsch** formuliert (Projekt-Sprachkonvention) und ist für Menschen unmittelbar als Markdown lesbar (NFR-2).
|
||
|
||
## 3. Reconcile (gegen das bestehende Bundle)
|
||
|
||
1. Vor der Anlage prüfen, ob die erkannte Wissenseinheit **bereits als Concept** im Bundle existiert (deterministisch: Dateikollision über den relativen OKF-Pfad, AD-7a).
|
||
2. **Update-Routing (statt Kollision-Hold; Story 3.1):** Existiert bereits ein Concept mit dem Ziel-Pfad, wird **nicht** stumm überschrieben und **kein** Duplikat angelegt — die erkannte Wissenseinheit wird als **Update-Kandidat** im **bestehenden Concept-Pfad** aktualisiert (Erweitern/Präzisieren/Korrigieren gemäß §5.9; FR-6). Die Mutationsmechanik für Updates spezifiziert §5.9; der Kollisions-Hold-Schutzprinzip („nicht stumm überschreiben") bleibt als Grundsatz der Erhaltung erhalten (AD-16-Default: bestehende Provenienz/Inhalte werden nie ohne Beleg entfernt). Der **Neu-Anlage-Pfad** dieser Instruktion bleibt für Wissenseinheiten, deren Ziel-Pfad **nicht** belegt ist (§5.1/§5.7).
|
||
**Kandidatenliste (betroffen-Bestimmung):** Vor jeder Mutation erhebt der Producer die Menge der betroffenen Concepts als **nachvollziehbare Kandidatenliste** (relative OKF-Pfade ohne `.md`) mit **textuell-deterministischen Mitteln** (AD-13): (a) Term-/Konzept-Überschneidung zwischen der neuen Evidenz und den bestehenden Concept-Bodies via `grep`/`ripgrep` über `wiki/` (z. B. `rg -l '<term>' -g '!log.md' wiki/` bzw. GNU-grep-Form `grep -rl '<term>' --exclude=log.md wiki/`); (b) `index.md`-Traversal (Bundleroot- und Area-`index.md`-Dateien, gewurzelte Erreichbarkeit Root → Area → Concept, §5.8) der dadurch betroffenen Bereiche; (c) Link-Following aus bereits betroffenen Concepts (§5.6-Pin) auf weitere Concept-Pfade — **mit besuchter Menge** (ein bereits besuchter Concept-Pfad wird nicht erneut besetzt; keine Schleife bei zyklischen Links). Die Erhebung folgt der feinkörnigen, verbindlichen Mechanik in **§3.2 Relevanzbestimmung (Story 3.2)** — Term-Ziehverfahren (deterministisch aus der neuen Evidenz abgeleitet, kanonischer Schreibweisen-Resolver `schema/canonical-terms.md`, mehrere Terme je Einheit), dreistufige Erhebung mit `log.md`-Exklusion (die Candidate-Liste ist auf Concept-Pfade definiert, `log.md` ist kein Kandidat) und Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19) — **Erhebung nach §3.2**. Die Kandidatenliste wird textuell festgehalten (Pre-Run-Reconcile-Check-Block, §5.9 Pkt. 6). Keine Embeddings/Vector-Suche (AD-13); §5.9 bindet die Erhebung an die in §3.2 genannten deterministischen Mittel.
|
||
Löst eine erkannte Wissenseinheit auf **keinen** bestehenden Concept-Pfad auf (kein Update-Kandidat), wird sie als **neue** Einheit über den Neu-Anlage-Pfad (§5.1/§5.7, §3-Pkt.-1/-2-Kollisionsprüfung ist damit erstbestanden) behandelt.
|
||
3. Der Run prüft zusätzlich, ob `wiki/index.md` als Bundleroot existiert (V-1-Vorbedingung des Validators); fehlt sie, darf kein Concept erzeugt oder aktualisiert werden (Run-FAIL, Vertrag §2).
|
||
|
||
## 3.2 Relevanzbestimmung (Story 3.2)
|
||
|
||
Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort** der feinkörnigen, **textuell-deterministischen Relevanz-Findungsmechanik** (D-3, Story 3.2) und die **verbindliche Ausformulierung der §3-Pkt.-2-Kandidatenerhebung** („Erhebung nach §3.2"). Sie macht die Relevanzbestimmung vollständig deterministisch vorgegeben (AD-17h/A0-19): gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → identische Candidate-Liste, in identischer Reihenfolge — ohne Embedding/Vector/KG im Compiler-Kern (AD-13, A0-18, PRD OQ-3). Sie fügt **kein** Prädikat, keine neuen §7-Invaliditätsklassen und keinen Schema-/Validator-/`raw/`-Change hinzu (AD-3); die Candidate-Liste ist auf Concept-Pfade definiert, `log.md` ist ausdrücklich **kein** Kandidat (sie wird per Exklusions-Flag strukturell exkludiert — sonst wäre der eigene `log.md`-Eintrag bei jedem Term, den er zitiert, selbst „Kandidat"; die tool-spezifischen Flag-Formen nennt Pkt. 2a — `rg -g '!log.md'` bzw. `grep --exclude=log.md`; §5.9 Pkt. 5 behandelt `log.md` gesondert als erlaubtes Mitglied des Diff-Selbsttest-Satzes).
|
||
|
||
1. **Term-Ziehverfahren (deterministisch):** Die Candidate-Terme werden deterministisch aus der neuen Evidenz (committete `raw/`-Dateien, §1 Pkt. 1/2) abgeleitet — nicht freie LLM-Auswahl:
|
||
- **(a) Bedeutungstragende Token-Folgen:** Der Producer benennt die bedeutungstragenden Fachbegriffe der Wissenseinheit gemäß der §2-Interpretation (fachliche Signifikanz; kein Stoppwort-Abgleich nötig, aber auch kein freies Urteil). Der Umfang „bedeutungstragend" ist die Auswahl derjenigen Begriffe, die das erkannte Thema identifizieren — als Token-Folgen über eine sprachliche Einheit hinweg zulässig (z. B. `quanten-protocol-schlüssel`).
|
||
- **(b) Normalisierung über den kanonischen Schreibweisen-Resolver:** Jeder gezogene Term wird durchgängig normalisiert: (i) lowercasing; (ii) Binde-Varianten-Kollaps `[-–_ ]` → `-` (En-Dash `–`, Bindestrich `-`, Unterstrich `_`, Leerzeichen — jedes Vorkommen wird in einen einzelnen Bindestrich kollabiert); (iii) Auflösung über die committete, append-only Registry **`schema/canonical-terms.md`** (ein Eintrag = canonische Form + erlaubte Schreibvarianten; der Resolver ist damit Bestandteil des Git-States und die Auflösung pinbar). **Genau eine canonische Form je Semantik** (A0-18). **Kein stiller Ausschluss:** ist eine Variante nicht in der Registry auflösbar, wird der Term **wie notiert** verwendet (Kollaps-normalisiert) — niemals still verworfen.
|
||
- **(c) Mehrere Terme je Einheit erlaubt:** Eine Wissenseinheit kann mehrere bedeutungstragende Terme tragen; die Candidate-Liste ist dann die **Vereinigung** der Treffer über alle Terme, bereinigt über die besuchte Menge (Pkt. 3c — ein Pfad nur einmal).
|
||
- **Bekannte Determinismus-Lücke (aufgezeichnet, nicht still hinzugefügt):** Die Kollaps-Klasse `[-–_ ]` deckt den Em-Dash `—` **nicht** ab (nur En-Dash `–`). Em-Dash-Varianten fallen damit nicht unter den Kollaps — eine erkannte Synonym-Lücke, die **Story 3.8** als offene Determinismus-Frage übergeben ist (s. `deferred-work.md`; nicht stillschweigend in §3.2 ergänzt).
|
||
2. **Term-übergreifende Erhebung über `wiki/` (drei Stufen):** Der Producer erhebt die betroffenen Concept-Pfade in **drei textuell-deterministischen Stufen** (a → b → c). Ab der Workspace-Root:
|
||
- **(a) Stufe a — grep/ripgrep über `wiki/`:** `rg -l '<term>' -g '!log.md' wiki/` (rgs native Glob-Exklusions-Syntax — `--exclude` ist kein rg-Flag; das GNU-grep-Äquivalent ist `grep -rl '<term>' --exclude=log.md wiki/`, §5.6-Scan-Scope-Konvention). `<term>` = jeder gezogene Term aus Pkt. 1 nach Normalisierung. Beide Formen exkludieren `log.md` **strukturell** (unabhängig von dessen Inhalt) — die Candidate-Liste bleibt auf Concept-Pfade definiert.
|
||
- **(b) Stufe b — `index.md`-Traversal:** Für die in Stufe a getroffenen Bereiche (und die Bundleroot) folgt der Producer der gewurzelten Erreichbarkeit Root → Area → Concept (§5.8): trifft ein Term nur `wiki/index.md` oder eine Area-`index.md` (nicht einen Concept-Body), so sind alle **darunter gewurzelten Concept-Pfade** Treffer der Stufe b (TRAVERSAL_REACH_ONLY). Fehlende Bundleroot → Run-FAIL (V-1, §3 Pkt. 3, besteht fort).
|
||
- **(c) Stufe c — Link-Following mit besuchter Menge:** Aus bereits als betroffen erhobenen Concepts folgt der Producer die Concept-Links (§5.6-Pin) auf weitere Concept-Pfade — file-relativ auflösen (§5.7 Pkt. 4), **jeder bereits besuchte Concept-Pfad wird nicht erneut besucht** (besuchte Menge): Zyklen (A → B → A) enden, die Candidate-Liste bleibt endlich (LINK_FOLLOWING_ZYKLUS).
|
||
3. **Candidate-Liste (Ausgabe) + Determinismus-Vertrag:**
|
||
- **(a) Form:** Die Candidate-Liste ist die Menge der betroffenen Concept-Pfade als **relative OKF-Pfade ohne `.md`** (AD-7a). Normalisierung der Ausgabe: aus jedem Treffer `wiki/<pfad>.md` werden `wiki/`-Präfix und `.md`-Suffix gestrippt (deterministischer Schritt → `wiki/knowledge-kompilation-inkrementell.md` wird `knowledge-kompilation-inkrementell`).
|
||
- **(b) Reihenfolge (Zuwachs-Sicht-Ordnung):** Die Erhebung ordnet die Candidate-Liste deterministisch in **Zuwachs-Sicht-Ordnung** — Stufe-a-Treffer zuerst, danach Stufe-b-Treffer, danach Stufe-c-Treffer; **innerhalb jeder Stufe rein lexikografisch aufsteigend (LC_ALL=C bzw. deterministische byte-Ordnung, AD-17h)**. Die Reihenfolge des ziehenden Terms bestimmt nur die **Verarbeitungsreihenfolge** der Terme in Stufe a (Interpretation/Erhebung), **nicht** die Reihenfolge der Candidate-Liste: dieselbe Treffermenge → identische Liste, unabhängig davon, in welcher Reihenfolge die Terme gezogen/verarbeitet wurden (AD-17h/A0-19). Die Stufe-b/c-Treffer sind damit **positional bestimmt** (nach allen Stufe-a-Treffern), nicht vom Dateisystem-Traversal abhängig.
|
||
- **(c) Keine Duplikate:** Vereinigung über alle Terme und Stufen, bereinigt über die besuchte Menge (Pkt. 1c/2c) — jeder Pfad erscheint genau einmal.
|
||
- **(d) NO_MATCH:** Trifft kein Term ein bestehendes Concept, ist die Candidate-Liste **leer** → `UNTOUCHED_CONCEPT` (Story-3.1-Pfad): keine Mutation, kein `log.md`-Zusatz (leere Menge ist Teilmenge jeder erlaubten Menge — Ghost-Diff-negativ, §5.9 Pkt. 5).
|
||
- **(e) Gleichheits-Identität:** Gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → identische Candidate-Liste, in identischer Reihenfolge (AD-17h/A0-19). Der Selbsttest (Membership + Zwei-Run-Identität) wird in der Story-Specifizierungs-Verifikation und im `wiki/log.md`-Nachweis belegt.
|
||
|
||
## 4. Synthetisieren (Provenienz & Trust)
|
||
|
||
Je neuem Concept werden die Frontmatter-Metadaten nach Vertrag §3 festgelegt:
|
||
|
||
1. **`type`** (Pflicht, §3.1): ein nicht-leerer String; für fachliche Wissenseinheiten ist `concept` die Standard-Klasse.
|
||
2. **`sources`** (optional, §3.3): Liste von Maps; je Eintrag MUSS `resource` gesetzt sein. Regeln:
|
||
- `resource` ist ein `/`-getrennter relativer Workspace-Pfad **innerhalb `raw/`** — nie `wiki/` (AD-4b/Punkt 3), kein `..`, kein führendes `/`, kein Backslash/Windows-Trenner, keine URL-Form (Punkt 4).
|
||
- Jede referenzierte Datei MUSS unter `raw/` zum Zeitpunkt des Runs als **Datei existieren** (EC-1; Verzeichnisse sind unzulässig).
|
||
- Zusätzlich zu `resource` sind optional zulässig: `id`, `title`, `author`, `usage_count` (Ganzzahl ≥ 0), `last_modified` (`YYYY-MM-DD`, reale Kalenderdaten).
|
||
- **Key-Subset je Eintrag (Innen-Ebene, Vertrag §3.3):** Innerhalb eines `sources`-Eintrags sind **ausschließlich** die Felder `resource`, `id`, `title`, `author`, `usage_count`, `last_modified` erlaubt — jeder andere Key ist eine unautorisierte Verletzung und löst beim Validator Punkt 6 aus (nicht nur die Top-Level-Felder zählen).
|
||
3. **`generated`** (v1-Default, §3.4/A0-20): Map `{ by, at }`. `by` ist zwingend und nicht leer; Produkt-Konvention: `wow-compiler/0.1.0` (dieser Compiler). `at` ist der **Ausführungszeitpunkt in vollem ISO-8601-Datetime** (`YYYY-MM-DDTHH:MM:SS` mit `Z`/`±HHMM`/`±HH:MM`), nie ein reines Datum (Validator §4.3, Punkt 14). `verified` bleibt **ungesetzt** — maschinell erzeugt und ungeprüft (A0-20).
|
||
4. **`status`/`stale_after`** (optional): nur Werte aus §3.6 (`draft`/`stable`/`deprecated`) bzw. §3.7 (`YYYY-MM-DD`). Bei der Erzeugung neuer Concepts bleibt beides in der Regel **ungesetzt** — die Absenz von `status` bedeutet laut Vertrag §3.6 per Definition den Default `stable`; der Compiler trifft also bewusst keine Lebenszyklus-Entscheidung, sondern überlässt den Default der Vertrags-Semantik.
|
||
5. **Frontmatter-Reihenfolge (kanonische Normalform, Validator §4.1):** `type`, `sources`, `generated`, `verified`, `status`, `stale_after`. Duplikat-Keys sind verboten (Punkt 13). Keine unautorisierten Felder (Punkt 6); `okf_version`/`type: bundle` NIE in Concepts (Punkt 9).
|
||
|
||
## 5. Mutieren (Dateien schreiben)
|
||
|
||
1. **Ziel-Pfad:** Das neue Concept ist eine Markdown-Datei unter `wiki/`. Der Ziel-Pfad ergibt sich aus der **deterministischen Bereichszuordnung** (§5.7): (a) verweist bereits ein bestehender `index.md`-Link auf das erkannte Thema, wird das Concept in dessen Bereich angelegt (`wiki/<area>/<concept-kebab-case>.md`); (b) sonst Default Root-Ebene (`wiki/<concept-kebab-case>.md`). Nie Embedding/Vector (AD-7c, A0-10, AD-13). Die „Area-Zuordnung ist Story 2.4"-Backlog-Klausel ist mit §5.7 aufgelöst.
|
||
- Konvention für den Dateinamen: kebab-case-Slug aus der Concept-Identität (kein Sonderzeichen, keine Endung `.md`-Dopplung). Der Dateiname definiert die Concept-Identität (relativer OKF-Pfad ohne `.md`, AD-7a).
|
||
2. **Dateiinhalt:** YAML-Frontmatter gemäß §4 (kein weiteres Feld), gefolgt von einem Markdown-Body, der die Wissenseinheit eigenständig und lesbar darstellt (NFR-2, NFR-3). Der Body darf keine großen Quell-Exzerpte enthalten (FR-2). Claim-granulare Inline-Provenienz (AD-4a) folgt §5.5 — für neu erzeugte Concepts unmittelbar bei der Erzeugung, für bestehende Bodies per Nachrüstung (Story 2.2).
|
||
3. **Index-Regel (Punkt 11/§6):** Nach Anlage MUSS das neue Concept in der `index.md` **seines Bereichs** verlinkt werden — für Root-Concepts in der Bundleroot `wiki/index.md`, für Area-Concepts in der jeweiligen Area-`index.md` (`wiki/<area>/index.md`, §5.7) — seine Identität (relativer OKF-Pfad ohne `.md`) als relativer Bundle-Pfad referenziert; die genau-eine-Form-Festlegung ist in **§5.6** gepinnt (file-relativ, mit `.md`-Endung; §5.7 Pkt. 4). Ohne diese Verlinkung ist das Bundle strukturell invalide (§7 Punkt 11).
|
||
- All dies (Anlage + Verlinkung + `log.md`) erst abschließen, wenn die Validierung (§6) SUCCESS liefert. Zwischenstände werden nicht als fertige Mutation veröffentlicht — Commit-Boundary ist die Mutations-Boundary (AD-17f). Bei Validierungs-FAIL wird der Teilzustand **explizit zurückgerollt**: neue Concept-Datei(en) gelöscht, zugehörige Index-Verlinkung(en) aus `wiki/index.md` entfernt, `log.md`-Eintrag(e) wieder entfernt — das Bundle nimmt seinen Zustand vor dem Run wieder ein (keine partielle Mutation bleibt liegen). **Update-Pfad-Ergänzung (Review-Loop-2):** bei einem FAIL im Update-Pfad (§5.9) gilt derselbe Grundsatz für **modifizierte** Pfade — die vor dem Run geänderten Concept-Pfade (und die `log.md`-Einträge des Runs) werden aus dem Baseline-Zustand wiederhergestellt (z. B. `git checkout -- <wiki/pfad>`; der Baseline-Commit ist der in R-1/Pkt. 6 notierte `<Baseline-Commit>`), sodass kein teilweise aktualisierter Concept-State liegen bleibt.
|
||
4. **Dokumentation (`log.md`, Vertrag §5):** Die Anlage neuer Concepts wird als datumsgruppierter Eintrag in `wiki/log.md` dokumentiert (neueste zuerst; Header = ISO-Datum `YYYY-MM-DD`), verknüpft mit dem neuen Concept-Pfad und den genutzten `raw/`-Quellen. `log.md` bleibt ohne Frontmatter (Punkt 10).
|
||
|
||
## 5.5 Claim-granulare Provenienz (Story 2.2)
|
||
|
||
Provenienz ist **claim-granular** (AD-4a, A0-3): Nicht nur das Concept als Ganzes trägt `sources`, sondern **jede belegte Aussage** im Body trägt einen Inline-`raw/`-Verweis. Kontext-/Synthese-Umformulierungen — Aussagen, die nicht direkt auf `raw/`-Evidenz rückführbar sind, sondern aus Concept-Kontext, direkt aus einer rohen Quelle (ohne Zwischen-Concept) oder aus Synthese mehrerer Quellen stammen — tragen einen expliziten **Kontext-Marker**. Diese Sektion ist eine Body-Text-Konvention; sie fügt **kein neues Frontmatter-Feld über das §3.3-Subset hinaus** hinzu — das Hinzufügen bzw. Erweitern von `sources`-Einträgen (`resource`/`id`) **IST Teil der Konvention** (Relokation/Zielwechsel, Pkt. 1b) und kollidiert nicht mit dieser Selbstbegrenzung (AD-4a; der Vertrag §3 legt das Feldsubset abschließend fest). Sie gilt für **Neu-Erzeugung und Nachrüstung bestehender Concept-Bodies gleichermaßen**. `wiki-compiler.md` und `validator.md` bleiben unverändert (AD-3); diese Sektion ist der einzige Instruktions-Ort der Provenienz-Konvention (D-3, Story 2.2).
|
||
|
||
1. **Inline-`raw/`-Verweis je belegter Aussage:** Eine Aussage ist „belegt", wenn sie sich fachlich auf eine konkrete Evidenzstelle in `raw/` zurückführen lässt. Sie trägt dann unmittelbar am Ende der Aussage (bzw. am Ende des zugehörigen Absatzes/Listenelements) einen Inline-Verweis in der verbindlichen Default-Form:
|
||
|
||
`(raw/<datei.md>#<stellen-kennung>)`
|
||
|
||
Daneben ist die **Komma-Form** als zulässige zweite Form festgelegt:
|
||
|
||
`(raw/<datei.md>, <stellen-kennung>)`
|
||
|
||
- Die Komma-Form wird verwendet, wenn die Stellen-Kennung im Rohdokument **als Sektionstitel/Nummer ohne Bezeichner-`id`** vorliegt (z. B. `§ 1 Vision`, `§ 4.5 FR-16`, `§ 0 Document Purpose`) — ein `#`-Fragment wäre hier ein künstlicher Anker. Für Bezeichner-`id`s (`FR-*`, `A0-*`, `AD-*`) bleibt die `#`-Form die Default-Form. Die Form-Frage „`(<pfad>)` ggü. `[<text>](<pfad>)`" ist mit **§5.6** geschlossen: Concept-Links (Concept-Bodies + `wiki/index.md`) stehen in der gepinnten Form; `raw/`-Provenienz-Verweise dieser Sektion **bleiben** in der Plain-/Komma-Form (andere Schicht — vom Pin ausgenommen, §5.6 Pkt. 2), sofern der volle `raw/`-Pfad am Verweis erkennbar ist und der Grep die Form erfasst (analog: beide Fragment-Formen `#`/Komma sind zulässig, sofern die Stellen-Kennung im Rohdokument existiert).
|
||
- Die **Stellen-Kennung** (hinter `#` bzw. nach dem Komma) ist eine **KENNUNG, die im referenzierten Rohdokument tatsächlich existiert** — z. B. ein Bezeichner-`id` der rohen Datei (wie `FR-12`, `A0-6`, `AD-5` in `raw/epics/…` bzw. `raw/architecture-spine/…`) oder der exakte Sektionstitel des Rohdokuments (z. B. `§ 1 Vision`). Die **Concept-eigene `sources`-Feld-`id` (`s1`, `s2`, …) ist NICHT als Fragment zu verwenden**, weil sie im Rohdokument nicht existiert — der Verweis würde im Rohdokument nicht auflösen (keine Falsch-Attribution). Die `sources`-`id` dient ausschließlich der vertragsgemäßen internen Zitat-Attribution (Vertrag §3.3), nicht als Inline-Fragment.
|
||
- **Multi-Beleg-Serialisierung:** Mehrere Belege desselben Rohdokuments innerhalb eines Inline-Verweises werden semikolon-getrennt mit vollem Pfad je Beleg aufgelistet: `(raw/epics/epics-2026-08-14.md#FR-12; raw/epics/epics-2026-08-14.md#A0-6)`. Innerhalb eines Belegs dürfen mehrere `#`-Kennungen unter demselben Pfad komma-gruppiert werden, wenn sie dieselbe Stellen-Kennung-Form tragen: `(raw/architecture-spine/architecture-spine-2026-08-14.md#AD-2, #AD-3, #AD-1)`; bei **gemischten Formen** (`#`-Kennung + Sektionstitel) bleibt der Pfad je Beleg vollständig: `(raw/architecture-spine/…md#AD-3; raw/prd/prd-wow20-2026-08-14.md, § 8.3 Separation of Concerns)`. **Keine Pfad-Elision** über Beleg-Grenzen hinweg (also niemals allein `#A0-6` ohne vorangestellten Pfad als eigenständiger Beleg).
|
||
- **Deterministische Selbsttest-Formel:** Die Verweise sind per `grep -nE '\(raw/'` auffindbar (das Teilmuster `(raw/` trifft beide Plain-Formen `(raw/…)` und die Markdown-Linkform `[<text>](raw/…)`). Die Formel ist als `sh -c "grep -nE '\(raw/' wiki/*.md"` re-executierbar und liefert deterministische Ausgabe (AD-17h).
|
||
|
||
- **1a. Pfad-Form:** ausschließlich `/`-getrennte relative Workspace-Pfade **innerhalb `raw/`** — nie `wiki/` (AD-4b), kein `..`, kein führendes `/`, kein Backslash, keine URL-Form (spiegelbildlich zu §4.2 und Vertrag §3.3). Um zusätzliche Validierungsoberfläche ohne importierte Struktur zu vermeiden, verweist der Inline-Beleg üblicherweise auf dasselbe `raw/`-Ziel, das auch im `sources`-Frontmatter des Concepts deklariert ist — die EC-1-Existenzprüfung (§6.5-Kriterium 3 / Validator §6.1) bleibt damit unverändert anwendbar.
|
||
- **1b. Relokation/Zielwechsel:** Zeigt eine Aussage auf einen anderen `raw/`-Pfad als die `sources`-Deklaration des Concepts (z. B. das ASCII-Diagramm aus `raw/architecture-spine/…` in einem Concept mit `sources: raw/epics/…`), so ist **zusätzlich ein passender `sources`-Eintrag** im Frontmatter zu ergänzen, dessen `resource` auf jenen Pfad zeigt (EC-1-Existenz, Punkt 3/4). Das Diagramm-Quell ist damit sowohl body- als auch frontmatter-seitig deklariert (Story-2.1-Instanz: ASCII-Diagramm in `knowledge-kompilation-inkrementell.md`).
|
||
|
||
2. **Kontext-Marker je Übernahme (AD-4a/A0-3):** Eine **Übernahme** ist eine Kontext-/Synthese-Umformulierung: Formulierung, die aus Concept-Kontext, direkt aus einer rohen Quelle oder aus der Synthese mehrerer Quellen stammt und nicht eigenständig gegen `raw/` belegt ist. Es gibt **drei Marker-Muster** (zwei Grundmuster + Forward-Referenz-Variante) — alle MÜSSEN den exakten Token „nicht eigenständig belegt" enthalten (deterministischer Selbsttest, mindestens eine Form pro Übernahme):
|
||
|
||
- **Übernahme über ein Zwischen-Concept** (Ursprungs-Concept existiert): minimal nach Vertrag §3.3/A0-3-Wortlaut
|
||
|
||
> übernommen aus `<Concept-Pfad>` auf Basis von `<source>`, nicht eigenständig belegt
|
||
|
||
Dabei ist `<Concept-Pfad>` der relative OKF-Pfad des Ursprungs-Concepts ohne `.md` (AD-7a), `<source>` der zugrunde liegende `raw/`-Pfad. **Kein Selbstreferenz-Muster:** Ein Concept, das sich selbst als Ursprung nennt, ist Falsch-Attribution und verboten — gibt es kein Zwischen-Concept, ist Muster (2) zu verwenden.
|
||
- **Direktübernahme aus `raw/` ohne Zwischen-Concept** (z. B. ein Diagramm direkt aus einer rohen Datei):
|
||
|
||
> übernommen aus `<source>` (rohe Quelle), nicht eigenständig belegt
|
||
|
||
Dabei ist `<source>` der zugrunde liegende `raw/`-Pfad.
|
||
|
||
Die Marker stehen direkt bei der übernommenen Aussage (Absatz-/Listen-Ebene), damit die Zuordnung claim-granular bleibt. **Epic-3/4-Fähigkeiten**, die im Körper eines Concepts nur als Forward-Referenz erscheinen (noch nicht erzeugt/validiert), tragen die **Forward-Referenz-Variante** des Markers (drittes Muster) ebenfalls mit dem exakten Token — nicht eigenständig belegt, als Forward-Referenz übernommen (die „auf Basis von"-Angabe wird hier nur gesetzt, wenn nicht bereits aus der Kontext-/Konzeptzeile ersichtlich): „… als Forward-Referenz übernommen, nicht eigenständig belegt (raw/epics/epics-2026-08-14.md, Story 3.1: Inkrementellen Datenfluss implementieren)".
|
||
|
||
3. **Eindeutiges `id`-Scoping (Vertrag §3.3):** `id`-Werte in `sources`-Einträgen sind **je Concept eindeutig** (innerhalb eines Concepts darf kein `id` doppelt vorkommen). Über Concepts hinweg ist `id` nicht global eindeutig — der Adressraum ist der Concept-Pfad + `id` (AD-7a). Bei der Nachrüstung bestehender Concepts ohne `id` können `id`s deterministisch vergeben werden (`s1`, `s2`, … in Dokumentreihenfolge).
|
||
|
||
4. **Selbsttest-Kriterien (AD-17h, Story-2.2-Projektion):** Vor Abschluss eines Runs prüft der Producer:
|
||
- **Belegte Aussage → Inline-`raw/`-Verweis:** Jede Aussage, die fachlich eine Evidenzstelle referenziert, trägt einen solchen Verweis mit vollem `raw/`-Pfad je Beleg (per `grep -nE '\(raw/'` auffindbar — erfasst auch die Markdown-Linkform).
|
||
- **Übernahme → Kontext-Marker:** Jede Kontext-/Synthese-Umformulierung, jede Direktübernahme aus `raw/` und jede Epic-3/4-Forward-Referenz trägt eines der drei Marker-Muster aus Pkt. 2 — alle enthalten den exakten Token „nicht eigenständig belegt".
|
||
- **Kein unautorisierter Key:** Das Nachrüsten verändert ausschließlich den Body und die zulässigen §3.3-`sources`-Felder (`resource`, `id`, `title`, `author`, `usage_count`, `last_modified`); keine zusätzlichen Frontmatter-Felder, keine §7-Klasse (Punkt 6).
|
||
- Wenn eine Aussage weder belegt noch als Übernahme markiert werden kann, wird sie **als Übernahme mit Marker geführt** — niemals erfunden belegt (UNBELEGTE_AUSSAGE: textuell sichtbar, Run bricht nicht ab).
|
||
|
||
5. **Worked Example (grammatisch verbindlich, BH-13):** Die folgende kanonische Form macht den §5.5-Standard eindeutig ablesbar. Eine **belegte Aussage** mit Inline-Verweis (voller Pfad, Fragment = im Rohdokument existierende Stellen-Kennung):
|
||
|
||
> Alle erzeugten Concepts sind OKF-0.2-konform (raw/epics/epics-2026-08-14.md#FR-9).
|
||
|
||
Dasselbe als **Komma-Form** (Stellen-Kennung = Sektionstitel ohne Bezeichner-`id` im Rohdokument):
|
||
|
||
> Das zentrale Produktversprechen lautet: Knowledge should compound (raw/prd/prd-wow20-2026-08-14.md, § 1 Vision).
|
||
|
||
Eine **Übernahme mit Kontext-Marker** — Direktübernahme eines Diagramms aus einer rohen Quelle (kein Zwischen-Concept, kein Selbstverweis):
|
||
|
||
> Das Datenfluss-Diagramm (Interpret → Reconcile → Synthesize → Update) stammt direkt aus der rohen Quelle raw/architecture-spine/architecture-spine-2026-08-14.md#AD-5 — übernommen aus raw/architecture-spine/architecture-spine-2026-08-14.md#AD-5 (rohe Quelle), nicht eigenständig belegt.
|
||
|
||
Die **Diagramm-Quell-Deklaration** erfolgt zugleich frontmatter-seitig: gehört das Diagramm nicht zur `sources`-Deklaration des Concepts, wird ein zusätzlicher `sources`-Eintrag ergänzt (Pkt. 1b — Relokation/Zielwechsel, EC-1-Existenz bleibt erfüllt).
|
||
|
||
## 5.6 Concept-Links (Story 2.3)
|
||
|
||
Beziehungen zwischen Concepts werden mit normalen Markdown-Links ausgedrückt — **genau eine erlaubte Form** (FR-10, AD-8, AD-7b, A0-9). Der Pin verhindert, dass zwei Producer aus demselben Baum unterschiedliche IDs berechnen (AD-7b). Die Link-Schicht ist die Navigations-/Beziehungsschicht, **nicht** die Provenienz (AD-8): ein Body-Link ändert keine Aussagen, kein `sources` und kein Frontmatter.
|
||
|
||
1. **Pin (genau eine Form):** Ein Concept-Link — im Concept-Body wie in `wiki/index.md` und Area-`index.md` — steht in der Form:
|
||
|
||
`"[<text>](<file-relativer Pfad mit .md-Endung>)"`
|
||
|
||
Ziel ist die Concept-OKF-Identität (relativer OKF-Pfad, AD-7a) + die `.md`-Endung (AD-7b, A0-9). Das Auflösungsmodell ist **file-relativ** zur `.md`-Datei (§5.7 Pkt. 4): Bei Root-Dateien sind file-relativ und bundle-relativ identisch (die bestehenden Concept-Links in `wiki/index.md` stehen bereits in dieser Form — Null-Migration, byte-identisch); in Areas bezeichnen `../` die Aufwärts-Ziele innerhalb `wiki/` (z. B. `[LLM-Wiki-Prinzip](../llm-wiki-prinzip.md)` aus `wiki/<area>/<concept>.md`). Rationale: Ziele sind explizite Dateien — auch mit Areas eindeutig (Story 2.4); Standard-Markdown-Tools lösen den Link **ohne Konventionswissen** dateirelativ auf (FR-10, AD-8) — eine Form, beide Ebenen (Root + Area) (AD-7b).
|
||
2. **Geltungsbereich & Ausnahmen:** Der Pin gilt für Concept-Links in Concept-Bodies, in `wiki/index.md` und in Area-`index.md`. Explizit ausgenommen (andere Schicht bzw. außerhalb des Pins): `raw/`-Provenienz-Verweise in der Plain-/Komma-Form aus §5.5, `../schema/`-Links (außerhalb des Bundles — andere Schicht), `http`-Links (externe Referenzen) und **Gleichseit-Anker** mit `#`-Beginn — der Form-Check und der Dangling-Check in Pkt. 3 exkludieren sie. **Die `../`-Exklusion ist Story 2.4 aufgelöst:** `../`-Ziele sind seit der deterministischen Bereichszuordnung (§5.7) **in-Bundle-Aufwärts-Pfade** — sie werden validiert (Formel 2/3, Pkt. 3) und müssen nach `..`-Auflösung unter `wiki/` bleiben; `../schema/…` bleibt als andere Schicht exkludiert (Abgrenzung über das Zielverzeichnis unter `wiki/`, nicht über das bloße `../`-Präfix). Die Formeln in Pkt. 3 scannen den kompletten `wiki/`-Baum **mit Ausnahme von `log.md`** (Dokumentation, keine Link-/Provenienz-Schicht — sie zitiert die Formel-Texte selbst und würde die Zählungen verunreinigen); ein `](`-Link in `log.md` ist damit weder Pin-Objekt noch Formel-Trigger.
|
||
3. **Selbsttest-Formeln (re-executierbar, AD-17h):** Vor Abschluss eines Runs, der Links anlegt oder verändert, prüft der Producer die folgenden vier Formeln ab der Workspace-Root (rekursiv — künftige Area-Concepts unter `wiki/<area>/` werden erfasst, Story 2.4/2.5):
|
||
|
||
Alle Formeln exkludieren `log.md` (Scan-Scope, Pkt. 2) und erfassen leere Ziele `]()` (`[^)]*` statt `[^)]+`).
|
||
|
||
**(1) Bestands-Check** (Link-Überblick — alle `](`-Links unter `wiki/`):
|
||
|
||
```sh
|
||
sh -c "grep -roE ']\([^)]*\)' --include='*.md' --exclude=log.md wiki/"
|
||
```
|
||
|
||
**(2) Form-Check** (erwartet Ausgabe `0`, Exit `0` — jeder interne Link in der gepinnten Form; jede Formverletzung (fehlende `.md`-Endung, Mischform, leeres Ziel) erhöht den Zähler um 1; `|| true` bindet den Exit-Code — grep `-c` liefert Exit `1` bei Ausgabe `0`, der gewünschten SUCCESS-Konfiguration):
|
||
|
||
```sh
|
||
sh -c "grep -rohE ']\([^)]*\)' --include='*.md' --exclude=log.md wiki/ | sed -E 's/^\]\(//; s/\)$//' | sort -u | grep -vE '^(raw/|\.\./|#)' | grep -vE '^\.' | grep -vE ':' | grep -cvE '^[^#]+\.md$' || true"
|
||
```
|
||
|
||
Exkludiert: `raw/`-Provenienz (§5.5, andere Schicht), `../schema/`, `./`-Präfix-Ziele (`^\.` — nicht root-relativ/keine Bundle-Pfad-Form), externe Ziele (alle enthalten `:` — `http://`, `https://`, `mailto:`, protocol-less Hostnamen; interne OKF-Ziele sind Kebab-Case und enthalten nie `:`), Gleichseit-Anker `(#…)`. Cross-Page-Anker `file.md#sec` werden weiterhin gezählt (normative Frage, s. `deferred-work.md`). **Story-2.4-`../`-Schärfung:** `../`-Ziele werden weiterhin von der Exklusions-Stufe `grep -vE '^(raw/|\.\./|#)'` aus der Form-Zählung genommen — denn in-Bundle-Aufwärts-Ziele (`../<ziel>.md`, Auflösung bleibt unter `wiki/`, §5.7 Pkt. 4) sind formkonform; die **Containment-Prüfung** (Ziel-Auflösung muss unter `wiki/` bleiben, sonst `DANGLING`) ist Aufgabe des Dangling-Checks (Pkt. 3, Formel 3).
|
||
|
||
**(3) Dangling-Check** (erwartet: keine Ausgabe — jedes interne Ziel existiert relativ zum **Quell-Verzeichnis** (file-relatives Auflösungsmodell, §5.7 Pkt. 4 / AD-7b); ein nicht existierendes Ziel liefert `DANGLING: <pfad>`; leere Ziele liefern `DANGLING: (leeres Ziel)`; **Out-of-Bundle-`..`-Traversal wird gesperrt**: ein Ziel, dessen `..`-Auflösung aus `wiki/` austritt (z. B. `../../README.md` oder `../../schema/compiler.md` aus einem Area-Concept), wird als `DANGLING: <pfad>` gemeldet — der reine `-f`-Existenztest würde sonst still passieren, weil die aufgelöste Datei außerhalb `wiki/` existiert):
|
||
|
||
```sh
|
||
sh -c 'grep -roE "]\([^)]*\)" --include="*.md" --exclude=log.md wiki/ | sed -E "s#^([^:]+):\]\(([^)]*)\)\$#\1|\2#" | sort -u | while IFS="|" read -r src t; do case "$t" in ""|*:*|raw/*|./*|/*) if [ "$t" = "" ]; then echo "DANGLING: (leeres Ziel)"; fi; continue;; esac; case "$t" in "#"*) continue;; esac; case "$t" in "../schema/"*) if [ "$(dirname "$src")" = "wiki" ]; then continue; fi;; esac; p=${t%%#*}; f="/$(dirname "$src")/$p"; while printf "%s" "$f" | grep -qE "/[^/]+/\.\.(/|$)"; do f=$(printf "%s" "$f" | sed -E "s#/[^/]+/\.\.(/|$)#/#g"); done; f=${f#/}; case "$f" in wiki/*) [ -f "$f" ] || echo "DANGLING: $t";; *) echo "DANGLING: $t";; esac; done'
|
||
```
|
||
|
||
Die Formel führt die Quell-Datei der Link-Quelle mit (`grep -roE` → `datei:](ziel)` → `sed` → `datei|ziel`) und löst **jedes interne Ziel einheitlich relativ zum Quell-Verzeichnis** auf (file-relatives Auflösungsmodell, §5.7 Pkt. 4): `f="/$(dirname "$src")/$p"` — bei Root-Dateien ist das identisch zum bisherigen Bundleroot-Resolve (`wiki/…`), bei Area-Dateien adressiert dasselbe-Verzeichnis-Ziele korrekt (`source-material.md` aus `wiki/<area>/index.md` → `wiki/<area>/source-material.md`) und `../`-Ziele die Aufwärts-Pfade innerhalb `wiki/` (`../llm-wiki-prinzip.md` → `wiki/llm-wiki-prinzip.md`). Nach Kollabierung der `X/..`-Segmente (Fixed-Point-`while`-Schleife) wird der aufgelöste Pfad gegen `wiki/*` geprüft — bleibt er unter `wiki/` und existiert die Datei, keine Ausgabe; verlässt er `wiki/` (Out-of-Bundle-`..`-Escape, z. B. `../../README.md` → `README.md` unterhalb `wiki/`) oder existiert die Datei nicht, `DANGLING: <pfad>`. `../schema/*` bleibt als andere Schicht **exkludiert — quellenbasiert (Loop-2-Fix)**: die Exklusion gilt nur, wenn die Quell-Datei auf der Bundleroot-Ebene liegt (`dirname <quelle>` = `wiki`, z. B. `wiki/index.md`) — dort löst einstufiges `../schema/…` garantiert außerhalb des Bundles auf (`schema/…`), bestehende Root-Links bleiben damit byte-identisch und pin-frei (§5.7 Pkt. 4). Aus einer Area-Datei löst einstufiges `../schema/…` dagegen auf `wiki/schema/…` (**in-Bundle** — die Exklusion greift dann nicht), und das Ziel läuft durch die normale Auflösung + Containment + Existenztest: nicht existent → `DANGLING: …`. Aus Areas ausbrechende `../../schema/*` fällt ebenfalls nicht unter die Exklusion und wird als `DANGLING` gesperrt (Loop-1-Fix). Das Fragment wird vor dem Existenztest gestripped (`file.md#sec` → `file.md` — kein falscher `DANGLING` für existierende Ziele; die Pin-Form-Frage bleibt beim Form-Check). Exkludiert wie beim Form-Check (Ausnahme `../schema/`). (Bekannt-konservativ: Ziele mit `)` werden am ersten `)` abgeschnitten → falsch benannte Ursache, aber keine Stille — dokumentiert in `deferred-work.md`.)
|
||
|
||
**(4) Kontakt-mit-`raw/`-Unverändert-Check** (erwartet: Ist ≡ Baseline — der Pin berührt `raw/`-Provenienz-Verweise nicht; die Baseline wird deterministisch aus dem **Baseline-Commit des letzten Zuwachs-Runs** dynamisch extrahiert, AD-17h — keine „identisch"-Behauptung ohne extrahierbare Baseline; **einschließende** Einzelanführungszeichen um das `sh -c`-Argument, damit `$f` erst in der inneren Shell expandiert; **Story-2.4-Re-Baseline (Loop-2-Fix):** Dieser Run ist ein expliziter Datei-Zuwachs-Run (neue Area-Dateien) — die Baseline-Extraktion läuft auf den **Kopf dieses Zuwachs-Runs** (`862cf410c624072833cd959da9a2fb26235716f6`), nicht auf den Story-2.3-`7e1f449…` und nicht auf den `baseline_commit`-Wert der Story-2.4-Spec-Frontmatter (`66451b6e6c9e139fb3aa3bbf4b01291e1e2d273a` = Zustand **vor** dem Zuwachs, extrahiert `30`); der Filter ist `grep -v "log.md$"` (Basename, damit ein künftiges Area-`log.md` konsistent mit dem `--exclude=log.md` der Ist-Zählung exkludiert wird):
|
||
|
||
```sh
|
||
sh -c "grep -roE '\(raw/' --include='*.md' --exclude=log.md wiki/ | wc -l"
|
||
sh -c 'git ls-tree -r --name-only 862cf410c624072833cd959da9a2fb26235716f6 -- wiki/ | grep -v "log.md$" | while read -r f; do git show "862cf410c624072833cd959da9a2fb26235716f6:$f"; done | grep -oE "\(raw/" | wc -l'
|
||
```
|
||
|
||
Beide Vorkommen-Zählungen **müssen** übereinstimmen — die Ist-Zählung erfolgt auf dem aktuellen Baum, die Extraktion aus dem **Baseline-Commit des letzten Zuwachs-Runs** (aktuell: Run-Kopf `862cf41`, dieser Run: **38 ≡ 38**, `log.md`-exkludiert). Die Zahlen sind ein Formatbeleg, kein fester Wert: Auf dem Baum von Story 2.3 lag die Baseline bei `30` (extrahiert aus `7e1f449…`/`66451b6…` — beide tragen den Vor-Zuwachs-Zustand); der Zuwachs (neues Area-Concept `wiki/wissensarchitektur/source-material.md`) erhöht die Ist-Zählung auf `38`. Der Check verlangt die **aktuelle Baseline aus dem Run-Kopf `862cf41`** — ein Producer, der aus dem Vor-Zuwachs-Zustand (`7e1f449…` oder `66451b6…`) extrahiert, würde `30` erhalten und die Formel bräche auf dem neuen Baum (`38 ≠ 30`). Bei jedem weiteren Datei-Zuwachs ist die Baseline-Extraktion erneut auf den dann aktuellen Run-Kopf durchzuführen (die Zählung wächst um die `(raw/`-Vorkommen der neu angelegten Dateien).
|
||
4. **NFR-4-Regel:** Jede Form-Verletzung (Pkt. 3, Formel (2) > `0`), jeder Dangling-Link (Pkt. 3, Formel (3), Ausgabe `DANGLING: …`) und jedes leere Ziel (Formel (3), Ausgabe `DANGLING: (leeres Ziel)`) ist ein **Run-FAIL mit textuell benannter Ursache** — der verletzende Ziel-Pfad bzw. die Meldung ist exakt die Formel-Ausgabe. Der Link wird korrigiert oder entfernt, bevor der Run abschließt — kein stiller Vorbeilass.
|
||
5. **Worked Example:** Der Body-Link `[LLM-Wiki-Prinzip](llm-wiki-prinzip.md)` (in `wiki/wissensarchitektur-trennung-states.md`) ist in der gepinnten Form. Form-Check-Auflösung: Ziel `llm-wiki-prinzip.md` trifft `^[^#]+\.md$` → zählt als `0`; keine Ausnahme-Klasse greift. Dangling-Check-Auflösung: `wiki/llm-wiki-prinzip.md` existiert → keine Ausgabe. Der gleiche Link in `wiki/index.md` (Bestands-Check, Pkt. 3, Formel (1)) löst identisch auf.
|
||
|
||
**Area-`../`-Beispiel (Story 2.4):** Der Body-Link `[LLM-Wiki-Prinzip](../llm-wiki-prinzip.md)` in `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` ist in der gepinnten file-relativen Form. Form-Check: Ziel `../llm-wiki-prinzip.md` fällt unter die `../`-Exklusions-Stufe → zählt als `0` (keine Form-Verletzung). Dangling-Check (einheitlich file-relativ, Quell-Verzeichnis `wiki/wissensarchitektur`): Auflösung `wiki/wissensarchitektur/../llm-wiki-prinzip.md` → kollabiert `wiki/llm-wiki-prinzip.md`, bleibt unter `wiki/`, existiert → **keine Ausgabe**. Gleiches Modell für dasselbe-Verzeichnis-Ziele von der Area-`index.md` aus: `[source-material.md](source-material.md)` in `wiki/wissensarchitektur/index.md` → `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` existiert → keine Ausgabe. Die Formel-2/3-`../`-Schärfung macht genau diesen in-Bundle-Aufwärts-Pfad — und die einheitliche file-relative Auflösung alle Area-Ziele — zulässig.
|
||
|
||
**Negativ-Beispiel 1:** `[Test](ohne-endung)` — Ziel ohne `.md`-Endung. Form-Check (Pkt. 3, Formel (2)) liefert `1` (Ziel `ohne-endung` zählt als Übertretung), Dangling-Check (Pkt. 3, Formel (3)) liefert `DANGLING: ohne-endung` — deterministische Fehlerursache, Run-FAIL gemäß Pkt. 4 (der Link wird korrigiert zu `[Test](ohne-endung.md)` oder entfernt).
|
||
|
||
**Negativ-Beispiel 2 (Out-of-Bundle-`..`-Escape, Loop-1-Review-Fix):** Ein Body-Ziel `[x](../../README.md)` aus `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` — der `-f`-Existenztest allein löst `wiki/wissensarchitektur/../../README.md` zur existierenden Workspace-`README.md` auf und würde **still passieren**. Formel 3 (Pkt. 3) sperrt: Auflösung kollabiert zu `README.md`, das nicht unter `wiki/` bleibt → **`DANGLING: ../../README.md`** — Run-FAIL gemäß Pkt. 4, keine Stille. Analog `[x](../../schema/compiler.md)` → `DANGLING: ../../schema/compiler.md` (der aufgelöste `schema/…`-Zielpfad liegt außerhalb des Bundles; die `../schema/*`-Exklusion gilt nur für das einstufige Root-`index.md`-Muster `../schema/*`, nicht für aus Areas ausbrechende `../../schema/*`). Nur das einstufige `../schema/*` aus Root-Ebenen-Quellen bleibt als andere Schicht exkludiert (§5.7 Pkt. 4). **In-Bundle-Variante (Loop-2-Fix):** `[x](../schema/compiler.md)` aus `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` — Auflösung `wiki/schema/compiler.md` (unter `wiki/`, Datei existiert nicht) → **`DANGLING: ../schema/compiler.md`**; die quellenbasierte `../schema/*`-Exklusion greift nur für Bundleroot-Ebenen-Quellen, nicht für Area-Quellen — kein stiller Vorbeilass (NFR-4).
|
||
|
||
Hinweis: Der Validator (strukturell unverändert, Story-2.2-Präzedenz) akzeptiert im Punkt-11-Check weiterhin beide Schreibweisen; der Pin liegt auf Instruktions-Ebene (Selbsttest-Formeln, Pkt. 3).
|
||
|
||
## 5.7 Deterministische Bereichszuordnung & Concept-Hierarchie (Story 2.4)
|
||
|
||
Bereichszuordnung und Concept-Hierarchie sind **textual-deterministisch** (AD-7c, A0-10, AD-13) — nie per Embedding/Vector-Infrastruktur (AD-13). Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort** der Bereichszuordnungs-Regel (D-3). Sie fügt **kein** Prädikat, keine neuen §7-Invaliditätsklassen und keinen Schema-/Validator-Change hinzu (Story-2.2/2.3-Präzedenz; Validator Punkt 11 akzeptiert Areas bereits strukturell: Area-`index.md`, verlinkt im nächsten Vorfahren). Eine als Area gedachte Anlage (`wiki/<area>/index.md` + Concept darunter) ist ab dieser Story **konform**, nicht mehr Bereichs-Hinweis (§5.1).
|
||
|
||
1. **Routing-Regel („wohin gehört ein Thema"):** Für jede erkannte neue Wissenseinheit wird der Ziel-Bereich deterministisch bestimmt:
|
||
- **(a) First-Class-Link aus dem bestehenden `index.md`-Baum:** Textuelles Treffer-Prädikat (Loop-2-Fix, kein „inhaltlich deckungsgleich"-Urteil — AD-13): Ein bestehender `index.md`-Link (Bundleroot oder Area-`index.md`) ist ein **Treffer**, wenn die **Identität seines Link-Ziels** (relativer OKF-Pfad ohne `.md`, Pkt. 2) **gleich dem kanonischen Namen des neuen Themas** (Pkt. 2) ist. Liegt genau ein Treffer vor, wird das neue Concept **in den Bereich dieses Links** angelegt (`wiki/<area>/<concept>.md`); der Bereich existiert damit bereits als `wiki/<area>/index.md`. **Mehrfachtreffer — deterministisches Tie-Break (Loop-2-Fix):** Bundleroot-Links schlagen Area-Links (ein Bundleroot-Treffer verweist auf ein Root-Concept → neues Concept auf Root-Ebene gemäß (b), da kein Area-Bereich zugeordnet ist); unter mehreren Area-Treffern gewinnt die **lexicografisch kleinste Area-Pfad-Zeichenfolge** (z. B. `wiki/a/…` vor `wiki/b/…`). Die Auswahl ist damit textual-deterministisch aus dem bestehenden `index.md`-Baum ableitbar (AD-7c, A0-10).
|
||
- **(b) Default Root-Ebene:** Existiert kein solcher Link, wird das Concept auf Root-Ebene angelegt (`wiki/<concept-kebab-case>.md`, §5.1). Neue Areas werden **nur konsolidiert** erzeugt (mehrere neue Concepts desselben erkannten Themas im selben Run, die einen eigenständigen Bereich rechtfertigen) — nicht pro Einzel-Concept erfinden (AD-7c, A0-10; Rücksprache-Pflicht §0 Ask-First der Story-Spezifikation).
|
||
- **Kein Embedding/Vector, kein reines LLM-Urteil** als Entscheidungsbasis (AD-7c/AD-13, A0-10).
|
||
2. **Kanonische ID-Normalisierung (AD-7a, A0-8):** Identität = relativer OKF-Pfad ohne `.md` — **genau eine** Normalisierung, für alle Producer (auch per **Basename-Filter** für `log.md`-Exklusion, Formel 4):
|
||
|
||
| OKF-Pfad | Identität |
|
||
|---|---|
|
||
| `wiki/spring/index.md` | `spring` |
|
||
| `wiki/spring/testing.md` | `spring/testing` |
|
||
| `wiki/wissensarchitektur/index.md` | `wissensarchitektur` |
|
||
| `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` | `wissensarchitektur/source-material` |
|
||
| `wiki/llm-wiki-prinzip.md` | `llm-wiki-prinzip` |
|
||
|
||
Eine als Area gedachte Anlage (`wiki/<area>/index.md` + Concept darunter) ist damit **konform**; der Bereichs-Hinweis aus §5.1 ist aufgelöst. Konzept-`id`s (s. `sources[].id`, §5.5 Pkt. 3) sind unabhängig davon je Concept eindeutig — Adressraum ist Concept-Pfad + `id`.
|
||
3. **Top-Level-Update-Routing (A0-10, §3-nachgeführt):** Kollidiert ein Erstellungskandidat mit einem bestehenden Top-Level-Pfad (deterministisch: Dateikollision über den relativen OKF-Pfad, §3 Pkt. 1/2, AD-7a; „§3.2" meint hier §3-Elemente Pkt. 1/2 — die §3.2-Relevanzbestimmung ist eine eigene Sektion, s. §3.2), löst das **Update-Routing (§3 Pkt. 2, §5.9)** aus — **kein** neues Prädikat, **kein** Duplikat, **kein** stiller Overwrite, keine neue Datei, kein Index-Link: die erkannte Einheit wird als **Update-Kandidat** im bestehenden Concept-Pfad behandelt (Mutation gemäß §5.9). **Kein MOVE/Neuzuordnung bestehender Concepts** — das ist Kuratierung mit AD-7d-Redirect-Pflicht (Epic-3-Nähe, nicht in den ACs dieser Story; Ask-First).
|
||
4. **File-relatives Link-Auflösungsmodell (löst das §5.6-Defer):** Concept-Links sind **file-relativ** zur `.md`-Datei (AD-8/FR-10/AD-7b — eine syntaktische Form, beide Ebenen): bei Root-Dateien ist file-relativ ≡ bundle-relativ (die bestehenden Bestands-Links bleiben byte-identisch, Null-Delta zu Story 2.3); in Areas bezeichnen `../`-Präfixe die Aufwärts-Ziele **innerhalb `wiki/`** (`[<text>](../<root-concept>.md)`). Auflösung & Containment (§5.6 Pkt. 3, Formel 3): `../`-Ziel relativ zum Quell-Verzeichnis auflösen, `X/..`-Segmente kollabieren, aufgelöster Pfad MUSS unter `wiki/` bleiben — sonst `DANGLING` (Out-of-Bundle-`..`-Escape gesperrt, Loop-1-Fix). `../schema/*` als andere Schicht (Ziel außerhalb des Bundles) bleibt exkludiert — Abgrenzung über das **Zielverzeichnis** (unter `wiki/` = in-Bundle), nicht über das bloße `../`-Präfix; einstufiges `../schema/*` aus Root-Dateien ist damit weiterhin pin-frei (bestehende Root-`index.md`-Links unverändert). `.md`-Endung bleibt Pflicht (§5.6 Pin).
|
||
5. **Area-`index.md` (Vertrag §2/§6, AD-9/FR-11):** Eine Area besitzt exakt eine `wiki/<area>/index.md`, **frontmatterlos** (Punkt 10), die ihre Area-Concepts in der gepinnten Form (§5.6) verlinkt (Identity = relativer OKF-Pfad ohne `.md`). Die Bundleroot-`index.md` verlinkt die Area-`index.md` (Navigation Root → Area, AD-9). **Area ohne `index.md` ist strukturell invalide** und wird vom Validator wörtlich gemeldet: `FAIL … Punkt 11: Index-Regel verletzt (Area ohne index.md=<area>)` (kein inventiertes Label; Verdikt-Grammatik §5 des Validators). Ein neues Area-Concept MUSS in `wiki/<area>/index.md` verlinkt sein (§5.3 Pkt. 3 ist entsprechend §5.7-nachgeführt); sonst Punkt 11.
|
||
6. **Worked Example (Area-Concept):** `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` — ein neues Area-Concept: `type: concept`, `sources` → `raw/architecture-spine/architecture-spine-2026-08-14.md` (s1) + `raw/prd/prd-wow20-2026-08-14.md` (s2), §5.5-Inline-Verweise je belegter Aussage, Body-Links auf Root-Concepts in der file-relativen `../`-Form (`[LLM-Wiki-Prinzip](../llm-wiki-prinzip.md)` u. ä.), inhaltsbegründet. Verlinkt in der Area-`index.md` `wiki/wissensarchitektur/index.md` (frontmatterlos, gepinnte Form); diese wiederum in der Bundleroot `wiki/index.md` (Area-Sektion). §5.6-Formel-1 (Bestands-Check) erfasst die Area-Links; Formel 2 (Form-Check) `0`; Formel 3 (Dangling-Check) keine Ausgabe (in-Bundle-`../`-Auflösung, §5.7 Pkt. 4).
|
||
|
||
## 5.8 Progressive Discovery über `index.md` (Story 2.5)
|
||
|
||
Progressive Discovery ist die **schrittweise Navigation** eines Consumers von der Bundle-Übersicht zu den Concepts über die `index.md`-Hierarchie (AD-9, FR-11) — die **erste Discovery-Ebene** des Bundles. Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort** der Discovery-Semantik (D-3, Story 2.5). Sie fügt **kein** Prädikat, keine neuen §7-Invaliditätsklassen und keinen Schema-/Validator-Change hinzu (AD-3); der Validator bleibt bei Punkt 11 als strukturelle Index-/Verlinkungs-Prüfung (Area-Existenz + Concept-in-Index verlinkt). Die Discovery-Vollständigkeit (Root → Area → Concept) ist **keine** neue §7-Invaliditätsklasse — sie wird deterministisch als **Instruktions-Selbsttest** (Pkt. 2) belegt: Verstöße gegen die gewurzelte Erreichbarkeit bzw. die Zwei-Ebenen-Kartografie werden vom Producer vor Abschluss des Runs über eine **re-executierbare Selbsttest-Formel** textuell benannt (NFR-4-analog, Run-FAIL-Nachweis). Sie antwortet zugleich auf die offene Defer-Frage **F-07** (verschachtelte Areas/Unter-Ebenen, `wiki/a/b/concept.md`): die Kartografie ist ab Story 2.5 konsolidiert **Zwei-Ebenen** (Pkt. 3).
|
||
|
||
1. **Discovery-Pfad (AD-9, FR-11):** Ein Consumer startet die Navigation an der **Bundle-Root** `wiki/index.md` und folgt dann den Area-`index.md`-Dateien zu den Concepts:
|
||
|
||
- **Bundleroot `wiki/index.md`** — Einstiegspunkt: verlinkt die **Root-Concepts** (direkt, §5.3 Pkt. 3) und die **Area-`index.md`-Dateien** (Navigation Root → Area, AD-9).
|
||
- **Area-`index.md`** (`wiki/<area>/index.md`, **frontmatterlos**, Vertrag §2/§6, Validator Punkt 10) — verlinkt ihre **Area-Concepts** in der gepinnten §5.6-Form (§5.7 Pkt. 5).
|
||
- **Concept** (`wiki/<concept>.md` bzw. `wiki/<area>/<concept>.md`) — das Ziel der Navigation.
|
||
|
||
Erwarteter Erreichbarkeits-Satz **(gewurzelte Erreichbarkeit, Root → Area → Concept)**: jedes Root-Concept ist aus der Bundleroot erreichbar; jede Area ist aus der Bundleroot verlinkt (AD-9); jedes Area-Concept ist aus seiner Area-`index.md` erreichbar. Originäre Aussage-Pflicht des §5.7-Discovery-Bildes bleibt §5.7 Pkt. 5 (ein neues Area-Concept MUSS in `wiki/<area>/index.md` verlinkt sein, ein neues Root-Concept in `wiki/index.md` — §5.3 Pkt. 3); §5.8 erläutert die Discovery-**Semantik** dieser bestehenden Regeln, macht den Erreichbarkeits-Satz als Kriterium explizit und bindet ihn an die re-executierbare Selbsttest-Formel (Pkt. 2).
|
||
2. **Gewurzelte Erreichbarkeit als deterministisches Discovery-Kriterium + re-executierbarer Selbsttest (AD-17h):** Die Discovery-Vollständigkeit ist textuell prüfbar: jede Area `wiki/<area>/` MUSS von der Bundleroot aus verlinkt sein (Root-→-Area-Pfad, AD-9). Die Area→Concept-Verlinkung („jedes Area-Concept in seiner Area-`index.md`") ist durch den **Validator Punkt 11** (`Concept nicht verlinkt=<concept>`) mechanisch abgedeckt und wird hier bewusst **nicht dupliziert** (so auch der Erreichbarkeits-Satz für Root-Concepts, siehe unten). Der Producer führt vor Abschluss eines Runs, der Areas oder Area-Concepts anlegt/verlinkt, den folgenden Selbsttest ab der Workspace-Root aus (erwartet: **keine** Ausgabe; jede Ausgabe = textuell benannter Selbsttest-Befund, der vor Run-Abschluss zu beheben ist — Run-FAIL gemäß §5.6 Pkt. 4-analoger NFR-4-Regel, kein stiller Vorbeilass). **Prämisse (Loop-3-Fix):** die Formel setzt POSIX-`sh` mit GNU-`find`/`grep`/`sort` (z. B. Git-Bash auf win32, NFR-1/NFR-5) und die Arbeitsverzeichnisse `wiki/index.md` ab — die CWD-Präguard der Formel meldet `SELBSTTEST-SETUP-Fehler: …` mit Exit `1`, wenn `wiki/index.md` fehlt (falsches CWD), statt mit leeren Ausgabe + Exit `0` als SUCCESS durchzugehen:
|
||
|
||
```sh
|
||
sh -c '[ -f wiki/index.md ] || { echo "SELBSTTEST-SETUP-Fehler: Workspace-Root (wiki/index.md fehlt)"; exit 1; }; find wiki -mindepth 2 -name index.md | while IFS= read -r f; do a="${f#wiki/}"; a="${a%/index.md}"; case "$a" in */*) continue;; esac; grep -qF "]($a/index.md" wiki/index.md || grep -qF "](./$a/index.md" wiki/index.md || echo "UNREACHABLE AREA: $a"; done; find wiki -mindepth 3 -type f -name "*.md" | LC_ALL=C sort -u | while IFS= read -r f; do d="${f#wiki/}"; a="${d%%/*}"; echo "NESTED AREA: $a"; done | LC_ALL=C sort -u'
|
||
```
|
||
|
||
Die Formel prüft in zwei unabhängigen Läufen — je Verletzung **genau eine** deterministische Meldung:
|
||
|
||
**(A) Index-Erreichbarkeits-Check** (erster Lauf): `find wiki -mindepth 2 -name index.md` — jede Ein-Ebenen-Area-`index.md` (`wiki/<area>/index.md`) MUSS aus `wiki/index.md` **verlinkt** sein (Root→Area, AD-9); verlinkt = echtes Markdown-Link-Ziel in gepinnter §5.6-Form `](a/index.md` bzw. `](./a/index.md` in der Bundleroot (Loop-3-Fix: das Muster prüft die Linksyntax `](`, nicht das bloße Klammer-Paar — ein Prosa-Ausdruck `(a/index.md` ohne `](` besteht den Check nicht; `grep -qF` (Fix-String) statt ERE, damit ERE-Metazeichen im Area-Namen kein stilles Durchpassen erzeugen). Fehlt der Link, **`UNREACHABLE AREA: <area>`** (textuell benannter Instruktions-Selbsttest-Befund, Run-FAIL gemäß §5.6 Pkt. 4-analoger NFR-4-Regel). `*/*`-Kandidaten (`wiki/a/b/index.md`) werden hier übersprungen — ihre Verletzung ist keine Erreichbarkeit, sondern die Struktur selbst und wird in (B) gemeldet.
|
||
|
||
**(B) Zwei-Ebenen-Detektion** (zweiter Lauf): `find wiki -mindepth 3 -type f -name "*.md"` — jede Markdown-Datei mit drei Segment-Ebenen unter der Bundleroot (`wiki/<a>/<b>/…`) ist ein Zwei-Ebenen-Kandidat → **`NESTED AREA: <a>`** (die erste Ebene der nicht-zulässigen Struktur). Dieser Lauf schließt auch die **Area-ohne-`index.md`-Lücke**: `wiki/a/b/concept.md` (ohne `index.md`) war dem reinen `index.md`-Scan unsichtbar und wird jetzt erfasst. `LC_ALL=C sort -u` konsolidiert Mehrfach-Meldungen (mehrere Dateien unter derselben ersten Ebene → eine Meldung; C-Locale macht die Meldungsreihenfolge umgebungsunabhängig deterministisch, AD-17h). **Zwei Zustände (Loop-3-Klarstellung):** (1) **Hold-Zeitpunkt** — der Erstellungskandidat wird im Mutieren-Schritt (Pkt. 3) angehalten: keine Datei, kein Index-Link; (2) **Formel-Befund** — existiert eine Markdown-Datei in Tiefe ≥ 3 unter der Bundleroot (nachträglich oder auf einem synthetischen Prüfbaum), meldet dieser Lauf `NESTED AREA: <a>`; der Sandbox-Nachweis im `log.md`-Eintrag belegt die Detektion auf einem synthetischen Baum mit angelegter Testdatei.
|
||
|
||
Beide Läufe ohne Ausgabe = Discovery-SUCCESS. Die Meldungen sind **Instruktions-Selbsttest-Befunde** — kein Validator-Punkt, keine neue §7-Klasse (AD-3).
|
||
|
||
- **`UNREACHABLE AREA: <area>`** — eine Area-`index.md` existiert, ist aber von der Bundleroot **nicht** verlinkt (kein Root→Area-Pfad): die Area bleibt für die Navigation unsichtbar (AD-9). Die Meldung ist ein textuell benannter **Instruktions-Selbsttest-Befund** (Run-FAIL gemäß §5.6 Pkt. 4-analoger NFR-4-Regel) — **kein** Validator-Punkt, **keine** neue §7-Klasse.
|
||
- **`NESTED AREA: <area>`** — jede Markdown-Datei in einem Zwei-Ebenen-Pfad (Tiefe ≥ 3, Lauf (B), Pkt. 3): ein `wiki/a/b/index.md`-Kandidat wie auch ein `wiki/a/b/concept.md` **ohne** `index.md` (die Area-ohne-Index-Lücke, die der reine `index.md`-Scan übersähe) sind Fälle der **konsolidierten Zwei-Ebenen-Kartografie** (Pkt. 3): die Verzeichnisstruktur ist keine zugelassene Anlageform; ein solcher Kandidat wird durch den **§5.8-Instruktions-Hold (Zwei-Ebenen, Tiefe ≥ 3)** angehalten (Trigger: Mutieren-Schritt, Pkt. 3 — keine Datei, kein Index-Link, Meldung, Run „teilweise erfolgreich"; nachträgliche bestehende Tiefe-≥-3-Dateien meldet Lauf (B)) — **analog**, aber **bewusst nicht** über das Update-Routing der Dateikollision bestehender Concepts (§3 Pkt. 2, bliebe ungeschärft für brandneue Pfade).
|
||
- Der Erreichbarkeits-Satz für **Root-Concepts** (jedes Root-Concept in `wiki/index.md` verlinkt) ist durch den Validator-Punkt-11-Check (§3 Punkt 11) abgedeckt und wird hier nicht dupliziert; der Selbsttest deckt die vom Validator offene Lücke (Root→Area-Navigation) ab. (Die ehemals offene Punkt-11-Lücke der file-relativen Area-Lesart — ein wörtlich-mechanischer Check meldete früher `Concept nicht verlinkt=wissensarchitektur/source-material` — ist mit der autorisierten **Validator-Rev-9** geschlossen: die Area-Lesart ist in `schema/validator.md` formalisiert; siehe Pkt. 3 dieser Sektion und das Schließen des Aktionsitems in `deferred-work.md`.) Die §5.6-Formeln (Z. 133–166) decken die **Link-Form** weiterhin ab (der Selbsttest prüft die Erreichbarkeit, nicht die Form — die Form bleibt beim §5.6-Form-Check).
|
||
3. **Konsolidierte Zwei-Ebenen-Kartografie (antwortet Defer F-07, schließt es):** Das Bundle-Navigationsmodell besteht ab Story 2.5 aus **einer** Area-Ebene: Root-Concepts (direkt aus der Bundleroot) + Areas (`wiki/<area>/`), jede mit genau einer frontmatterlosen `wiki/<area>/index.md`, die ihre Area-Concepts in gepinnter §5.6-Form verlinkt; die Bundleroot verlinkt die Area-`index.md`-Dateien (Navigation Root → Area, AD-9). **Verschachtelte Areas sind keine zugelassene Anlageform:** `wiki/a/b/` mit Concept darunter ist **kein** „Area mit Inhalt" — ein solcher Kandidat (Erstellungskandidat oder Discovery-Ziel) wird durch den **§5.8-Instruktions-Hold (Zwei-Ebenen, Tiefe ≥ 3)** angehalten: keine Datei, kein Index-Link, textuelle Meldung **`NESTED AREA: <area>`** (Pkt. 2); der Run bricht für dieses Gebilde mit „teilweise erfolgreich" ab (die übrigen erkannten Einheiten laufen weiter, NFR-4). (Die in Pkt. 2 als offen notierte Punkt-11-Grenze ist mit dem Rev-9-Aktionsitem rückstandslos **geschlossen** — die Area-Lesart ist in `schema/validator.md` als „Revision 9" formalisiert; die Pkt.-1-Formulierung sieht dafür keine offene Lücke mehr vor.) **Tiefen-Definition (Loop-3-Klarstellung):** „Tiefe" ist die Segment-Anzahl unter der Bundleroot — `wiki/<a>/<b>/…` hat Tiefe ≥ 3 (zwei Verzeichnisstufen plus Datei); das ist exakt die `find -mindepth 3`-Schwelle von Lauf (B). Die Meldung benennt immer die **erste** Ebene `<a>` der nicht-zulässigen Struktur. **Trigger im Run-Flow (Loop-3-Fix):** der Hold feuert im **Mutieren-Schritt** (§0-Ablaufstruktur, Schritt (4)) — der Producer prüft vor Anlage eines Ziel-Pfads dessen Tiefe unter der Bundleroot; Tiefe ≥ 3 → Hold (kein §5.7-Routing kann Tiefe ≥ 3 strukturell erzeugen, der Hold sichert die Regel zusätzlich). Lauf (B) der Selbsttest-Formel bleibt der nachträgliche Baum-Check gegen bestehende Tiefe-≥-3-Dateien. Der Hold ist **§5.8-lokal** verankert (dieser Absatz) und trägt die **Discovery-Entscheidung** der Story — er ist **bewusst nicht** das Update-Routing der Dateikollision (§3 Pkt. 2): jenes bleibt ausschließlich dem Fall vorbehalten, dass ein Ziel-Pfad bereits als Concept existiert und als Update-Kandidat im bestehenden Pfad aktualisiert wird (§5.9); ein brandneuer Zwei-Ebenen-Pfad kollidiert mit keinem existierenden Pfad und wird daher über diesen §5.8-Hold gelenkt, nicht über das Update-Routing. Die F-07-Frage „was ist Area mit Inhalt" ist damit instruktionsseitig deterministisch beantwortet: **Area mit Inhalt = `wiki/<area>/` mit `index.md` + Area-Concepts auf der Area-Ebene**; eine tiefere Verschachtelung ist kein eigener Bereich, sondern ein **§5.8-Zwei-Ebenen-Verstoß** (nicht erlaubt). Keine zweite Discovery-Ebene über die Zwei-Ebenen-Struktur hinaus (Boundaries, „Never").
|
||
4. **Suche = Consumer-grep (AD-13, FR-11, NFR-3):** Die Navigation ist die **primäre** Discovery (gewurzelte Erreichbarkeit, Pkt. 1–2). Die **Suche ist konsumenten-/extern-seitig** — die Discovery braucht **keine proprietäre Datenbank, keinen Such-Dienst, kein Embedding/Vector, kein Index-Datei-Format** (AD-8, AD-13): ein Consumer führt die textuell-deterministische Suche selbst aus, z. B. `grep -rn <term> wiki/` (rekursiv) bzw. `rg <term> wiki/` (ripgrep) über den Markdown-Baum (NFR-3 „Standard-Dateioperationen"); die rekursive Form ist verbindlich — ein nicht-rekursives `grep -n <term> wiki/` schlägt auf ein Verzeichnis fehl (Exit 2). Das Bundle bleibt ohne geladene Indizes — z. B. nach einem Git-Clone — vollständig verständlich (NFR-2, NFR-5). Der Story-2.5-Vorbehalt (§7 Z. 253 auf „Suche"-Rest gekürzt) ist damit aufgelöst: die Suche ist ein Consumer-Thema, kein Bundle-/Instruktions-Thema mehr.
|
||
5. **Discovery-Demo (optional, kein MOVE):** Bestehende Root-Concepts werden **nicht** in Areas verschoben (Kuratierung/AD-7d ist Epic-3-Nähe). Als Discovery-Demo **kann** (optional) ein **neues** Root-Concept `wiki/<concept>.md` ergänzt und (a) in der Bundleroot (§5.3 Pkt. 3) sowie (b) — rein informierend — über einen zusätzlichen **Body-Link** in gepinnter file-relativer §5.6-Form (`[<text>](../<concept>.md)`) aus einem bestehenden Area-Concept heraus verlinkt werden (z. B. aus `wiki/wissensarchitektur/source-material.md`; der Inhalt bleibt Root-Concept; der Area-Body-Link ist zusätzliche Erreichbarkeit, keine Neuzuordnung; ein Link aus einer Concept-Body-Datei ist ein Body-Link, kein Index-Link — §5.6 Pkt. 2). Beide Verlinkungen halten die einheitliche Zwei-Ebenen-Kartografie (Pkt. 3). Die Durchführung ist **optional** (Matrix-Zeile `DISCOVERY_DEMO_ROOT_AREA_LINK`); sie **erhöht** die `(raw/`-Zählung der §5.6-Formel-4-Baseline (neuer Zuwachs-Run, Re-Baseline-Pflicht) und ist nur zusammen mit dem Nachweis dieses neuen Baselines zusätzlich durchzuführen — wird sie weggelassen, bleibt Formel 4 unverändert `38 ≡ 38` (kein Re-Baseline-Bedarf). Die hier beschriebene Regel ist die Demo-**Instruktion**; ob das konkrete Demo-Concept in diesem Run angelegt wird, entscheidet der Producer im Rahmen der optionalen Durchführung.
|
||
|
||
## 5.9 Inkrementelles Update bestehender Concepts (Story 3.1)
|
||
|
||
Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort** der Update-Mutationsmechanik (D-3, Story 3.1) und der **einzige** Weg, wie ein Compilation Run neue Evidenz mit den tatsächlich betroffenen, bestehenden Concepts verrechnet — ohne unverändertes Wissen zu regenerieren (AD-5, A0-6, FR-6, FR-12). Sie ist eine weitere Spezifikations-Ebene der Mutationsphase §5 (nach §5.8, vor §6). Sie fügt **kein** Prädikat, keine neuen §7-Invaliditätsklassen und keinen Schema-/Validator-/`raw/`-Change hinzu (AD-3). Ein Update ist ein Compilation-Vorgang wie die Anlage: Er unterliegt denselben Phasen (§0: Interpretieren → Reconcile → Synthetisieren → Mutieren → Validieren), derselben Commit-Boundary = Mutations-Boundary (AD-17f, §0/§5.3) und derselben Validator-Erfolgsbedingung (§6).
|
||
|
||
1. **Update-Stimulus (Input des Update-Pfads):** Der Stimulus ist die im Reconcile erhobene **Update-Kandidatenliste** (§3 Pkt. 2): die Menge der betroffenen Concept-Pfade (relative OKF-Pfade ohne `.md`), bestimmt über die textuell-deterministischen Mittel (Term-/Konzept-Überschneidung via `grep`/`ripgrep`, `index.md`-Traversal, Link-Following; AD-13). Ein Lauf, der **keinen** Kandidaten erhebt (keine Überschneidung), mutiert **kein** bestehendes Concept — Erhaltungs-Invariante (Pkt. 5). Der Stimulus verarbeitet ausschließlich **published/committed** Input (§1 Pkt. 1, AD-17a): neue Source Materialien erst, sobald sie unter `raw/` committet sind (R-1-Change-Detection, Pkt. 6), und das bestehende `wiki/` aus committetem Zustand — **nie** Zwischenstände während einer Mutation.
|
||
2. **Mutationsmechanik:** Ein Update-Kandidat wird im **bestehenden Concept-Pfad** mutiert — **keine neue Datei, kein Duplikat** (FR-6). Drei Update-Formen, je nach Erkenntnis-Zuwachs:
|
||
- **Erweitern:** Eine neue, belegte Aussage bzw. ein Absatz wird dem Body ergänzt; evtl. neue Aspekte, die von der neuen Evidenz getragen sind.
|
||
- **Präzisieren:** Eine bestehende Aussage wird geschärft (Formulierung/Abgrenzung), der Beleg wird neu geführt oder nachgeführt (§5.5: Inline-`raw/`-Verweis mit existierender Stellen-Kennung).
|
||
- **Korrigieren:** Eine fehlerhafte/überholte Aussage wird **ersetzt** — die ersetzte Aussage wird **nicht still gelöscht, sondern explizit durch die ersetzende Aussage abgelöst**, und die Ersetzung trägt einen **Ersetzungsbeleg** (die neue `raw/`-Evidenz als Inline-Verweis, §5.5). Keine stille Löschung bestehender Provenienz ohne Beleg (AD-16-Default: Erhaltung). Die AD-16-Klassifikation selbst (CORRECTING/CONTRADICTING etc.) ist Epic 4, Story 4.1, und wird hier **nicht** vorweggenommen — widersprechender Inhalt ohne Ersetzungsevidenz bleibt erhalten und wird gemäß Pkt. 4 in `log.md` explizit abgelegt.
|
||
- **Frontmatter-`sources` nur um echte neue Belege ergänzen:** Für jede neu belegte Aussage, deren `raw/`-Datei nicht bereits in `sources` deklariert ist, wird ein **neuer `sources`-Eintrag ergänzt** (§5.5 Pkt. 1b — Relokation/Zielwechsel; Key-Subset Vertrag §3.3, Innen-Ebene). Bestehende `sources`-Einträge bleiben unverändert, sofern ihre Belege weiterhin Bestand des Bodys sind (keine Entfernung ohne Beleg).
|
||
- **`generated.at`-Konvention (A0-20):** Ein maschinelles Update eines maschinell erzeugten Concepts bleibt maschinell → `generated` bleibt gesetzt, `at` wird auf den **aktuellen Run-Zeitstempel** aktualisiert (einmalige `at`-Festlegung pro Run, P1-Dryrun-Konvention). `verified` wird durch ein maschinelles Update **nicht** gesetzt; ein vorhandenes human-`verified` wird **nicht** entfernt (menschliche Kuratierung ist Bestandswissen, A0-21/FR-13-Nähe). Ein menschliches Update (manuelle Kuratierung, A0-21) ändert `generated`/`verified` nicht automatisch. **AD-17h-Gap (Review-Loop-2, Home: Story 3.8):** der Run-Zeitstempel (Wanduhr) bedeutet, dass zwei unabhängige Runs über dasselbe Eingabeset unterschiedliche `at`-Werte — damit unterschiedliche Bundle-States — erzeugen; die AD-17h-Determinismus-Verankerung (gleicher Git-State + gleiches Eingabeset → gleicher Bundle-State; Story 3.8) muss die Behandlung von `at` (z. B. Ausnahmemenge im Bundle-State-Vergleich oder Ableitung aus dem Git-State) definieren. Bis dahin bleibt die hier festgelegte Konvention (frozen Spec-Design-Note, A0-20; ein Wechsel des `generated.at`-Verhaltens ist Ask-First) bindend.
|
||
- **No-Op-Kandidat (Review-Loop-2-Präzisierung):** Erhebt die Kandidatenerhebung einen Pfad, dessen Body die neue Evidenz **bereits vollständig enthält** (keiner der drei Update-Formen greift — keine neue belegte Aussage, keine Schärferung, keine Ersetzung), ist der Kandidat ein **No-Op**: **keine** Body-Mutation, **kein** `generated.at`-Bump, **kein** `sources`-Zusatz, **kein** `log.md`-Eintrag — der Pfad bleibt byte-identisch (Erhaltungs-Invariante, Pkt. 5). Die Entscheidung „keiner der drei Formata greift" ist selbst textuell deterministisch: sie trifft nur, wenn die neue Evidenz keine Aussage trägt, die im Body nicht bereits als belegte Aussage vorhanden ist (Term-/Stellen-Abgleich mit §5.5-Inline-Verweisen); im Zweifel (neue belegte Aussage auch nur in abgewandelter Form) greift Erweitern/Präzisieren — der No-Op ist die *engere* Auslegung.
|
||
- **Mehrfach-Treffer-Konsolidierung (ein Run, mehrere Einheiten auf denselben Concept-Pfad):** Ergeben mehrere neue Wissenseinheiten desselben Runs auf **demselben** bestehenden Concept-Pfad ein Update, werden ihre Mutationen in **einem einzigen Update dieses Pfads** konsolidiert (eine Body-Änderung, **ein** `log.md`-Eintrag „Story 3.1-Update", ein konsolidierter `sources`-Zuwachs, **ein** `generated.at`-Zeitstempel — der einmalige `at` des Runs). Die Reihenfolge der Einheiten wird dabei textual-deterministisch aus der Verarbeitung der Evidenz abgeleitet: REIHENFOLGE = **Auftritt der Einheiten in der Zuwachs-Sicht** (Datei-Reihenfolge des R-1-Zuwachsbefunds, dann Stellen-Reihenfolge innerhalb der Datei); nur bei Einheiten desselben Ortes (identischer Dateipfad + identische Stelle) greift die lexicografische Ordnung als Tie-Break (Review-Loop-2-Präzisierung: die Reihenfolge ist für *alle* Einheiten definiert, nicht nur für vollständig unabhängige). Die AD-16-Default-Erhaltung bleibt für jede betroffene Stelle gewahrt.
|
||
- **Commit-Boundary = Mutations-Boundary (AD-17f, §0):** Auch im Update-Pfad werden **Zwischenstände nie als fertige Mutation veröffentlicht** — die Mutationen der Update-Kandidaten werden als Ganzes committet, und zwar erst, nachdem der Diff-Selbsttest (Pkt. 5) ohne Ghost-Diff abgeschlossen ist. Ein Ghost-Diff ist dann als **Abbruch-Vorlauf „korrigierter Teil-Run"** im `log.md`-Eintrag des betroffenen Runs gekoppelt (siehe Disagreement-/Run-Notiz Pkt. 4), damit die Ursache textuell nachvollziehbar bleibt.
|
||
- **Operationelle Ausführungs-Ebene je Update-Form (Präzisierungsebene, Story 3.3 / Revision 2.8; Präzisierung des frozen Story-3.1-Regeltexts, keine Re-Negotiation — die operationellen Regeln sind die deterministische Brücke Regel → Run, AD-17h/A0-19):** Die folgenden Ausführungs-Regeln präzisieren, **was der Producer bei jedem Form-Fall konkret tut und was er unangetastet lässt**. Je Update-Form gelten (a) das **Abgrenzungskriterium** (Welche Form greift wann? — ausschließlich aus der committeten Evidenz abgeleitet), (b) die **Struktur-Erhaltungsregel** (was bleibt unverändert — die „Struktur" aus FR-6/AC-2: Frontmatter-Subset, bestehende belegte Aussagen mit §5.5-Inline-Verweisen, §5.6-Pin) und (c) der **Textgenauigkeits-Rahmen** (wie geschärft wird). **No-Op ist keine eigene Form, sondern die Nicht-Form** (keiner der drei Form-Bullets greift) mit eigenem Abgrenzungskriterium und der Erhaltungsregel „volle Byte-Identität". **Abgrenzungs-Reihenfolge (Prozess, AD-17h):** Der Producer prüft die Abgrenzungskriterien **in fester Reihenfolge Korrigieren → Präzisieren → Erweitern → No-Op** (strikt pro Evidenz-Einheit) und wählt die **erste zutreffende** Form: (1) ersetzt die Evidenz eine bestehende belegte Aussage als fehlerhaft/überholt → **Korrigieren**; (2) sonst schärft sie eine bestehende Formulierung/Abgrenzung (ersetzte Wortlautfolge → Ersetzungsbeleg nötig) → **Präzisieren**; (3) sonst trägt sie eine neue belegte Aussage, die noch nicht existiert → **Erweitern**; (4) sonst → **No-Op** (engere Auslegung). Damit ist jeder Einheit genau eine Form zugeordnet (kein Form-Überlapp, gleiche Evidenz → gleiche Form). Gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → identischer Update-Vorgang (AD-17h); der `generated.at`-Wanduhr-Gap (gleiches Eingabeset, unabhängige Runs, verschiedene `at`) bleibt offene A0-20-Konvention mit Home **Story 3.8** (oben, `generated.at`-Konvention) — unverändert bindend.
|
||
- **Korrigieren — Abgrenzungskriterium:** greift genau dann, wenn die Evidenz eine bestehende Aussage als **fehlerhaft/überholt ersetzt** (ersetzte Wortlautfolge liegt vor → Ersetzungsbeleg nötig). **Struktur-Erhaltungsregel (Korrigieren):** die ersetzte Aussage wird **nicht still gelöscht**, sondern explizit durch die ersetzende Aussage **abgelöst**; die Ersetzung trägt den **Ersetzungsbeleg** (§5.5, AD-16-Default Erhaltung); die Ablösung erfolgt an der Position der ersetzten Aussage — dabei bleibt die Aussage **in ihrer ursprünglichen Wortlautfolge als abgelöster Bestand** erhalten (die Beleg-Kennung bleibt gültig, nur die Aussage-Fortschreibung wechselt), der Rest des Bodys bleibt unverändert. **Textgenauigkeits-Rahmen (Korrigieren):** nur die fehlerhafte/überholte Aussage wird ersetzt; keine flankierende Umschreibung.
|
||
- **Präzisieren — Abgrenzungskriterium:** greift genau dann, wenn die Evidenz eine **bestehende Formulierung/Abgrenzung schärft** (präzisierende Information an derselben Aussage, ohne Ersatz). **Struktur-Erhaltungsregel (Präzisieren):** die geschärfte Aussage bleibt an ihrer **Position**, das Satzgefüge wird **nicht umgebaut**, umgebende Aussagen, §5.5-Inline-Verweise anderer Aussagen und die §5.6-Linkform bleiben unverändert; der Beleg wird bei der Aussage neu/nachgeführt (§5.5). **Textgenauigkeits-Rahmen (Präzisieren):** Schärfen = Formulierung/Abgrenzung **an der Aussage selbst**; **kein Satz-Umbau** (keine Neustrukturierung des Absatzes), **kein Neuschreiben ohne Ersetzungsbeleg** — jede ersetzte Formulierung braucht die neue/fortgeführte `raw/`-Evidenz als Inline-Verweis.
|
||
- **Erweitern — Abgrenzungskriterium:** greift dann, wenn die neue committete Evidenz eine **neue belegte Aussage** trägt, die im bestehenden Body **nicht** existiert (Term-/Stellen-Abgleich gegen die §5.5-Inline-Verweise; kein bestehender Anker). **Struktur-Erhaltungsregel (Erweitern):** die neue Aussage wird als **eigener Absatz angefügt** (Body-Ende); bestehende belegte Aussagen bleiben **byte-identisch**, keine Umschreibung bestehender Absätze; Frontmatter nur `sources`-**Zuwachs um den echten neuen Beleg** + ein `generated.at`-Bump. **Textgenauigkeits-Rahmen (Erweitern):** die neue Aussage wird eigenständig formuliert, trägt den §5.5-Inline-Beleg mit existierender Stellen-Kennung; kein Satz-Umbau des Bestands. *(Überlappt eine Einheit mehrere Formen — z. B. sie trägt zugleich eine neue belegte Aussage und eine Schärfung einer bestehenden —, ordnet der Producer die Einheit der in der Abgrenzungs-Reihenfolge ersten zutreffenden Form zu (deterministisch, AD-17h); die Textgenauigkeits-Rahmen der übrigen Formen gelten für die jeweiligen Teilbestandteile unverändert.)*
|
||
- **No-Op — Abgrenzungskriterium (Nicht-Form, engere Auslegung, bestehende Regel oben):** greift nur, wenn **keine** der drei Formen greift (die Evidenz ist bereits vollständig im Body); im Zweifel trifft eine der drei Formen — die Entscheidung ist textuell deterministisch (Term-/Stellen-Abgleich). **Erhaltungsregel (No-Op):** volle Byte-Identität (keine Mutation, kein `at`-Bump, kein `sources`-Zusatz, kein `log.md`-Eintrag).
|
||
3. **Index-/Link-Form unverändert (§5.6-Pin):** Ein reines Body-Update ändert die Concept-Identität nicht → der bestehende Index-Link (Bundleroot oder Area-`index.md`) bleibt unverändert gültig; **kein neuer Link** bei reinem Body-Update (kein Index-`index.md`-Zusatz). Die **`log.md`-Eintragspflicht** (Pkt. 4) bleibt davon **unberührt**: *jedes* Update — auch ein reines Body-Update — MUSS seinen `log.md`-Eintrag „Story 3.1-Update" führen; nur der **Index-**Link bleibt unverändert. Wird durch das Update eine Concept-Kategorie (Root vs. Area) oder die Identität berührt, ist das **Ask-First** (AD-7d-Renames/Redirects; nicht Teil von Story 3.1). Neue zulässige Concept-Links (Beziehungsschicht, §5.6) werden nur gesetzt, wenn die neue Erkenntnis eine echte, inhaltsbegründete Beziehung rechtfertigt.
|
||
4. **`log.md`-Eintragspflicht (Vertrag §5):** Jedes Update wird als datumsgruppierter Eintrag in `wiki/log.md` dokumentiert (Header = ISO-Datum `YYYY-MM-DD`, neueste zuerst), verknüpft mit dem mutierten Concept-Pfad und den genutzten `raw/`-Quellen. Für Updates wird der Eintrag als „**Story 3.1-Update**" markiert (disambiguierbar von Anlage-Einträgen). Konflikt-/Erhaltungsfälle (Pkt. 2 „Korrigieren" ohne Ersetzungsevidenz) werden explizit als Disagreement-Eintrag mit dem mutierten Concept-Pfad geführt (AD-16b, Vertrag §5) — der Epic-4-Interface-Fall bleibt dokumentiert, ohne Korrektur-Klassifikation hier.
|
||
5. **Erhaltungs-Invariante (Kern) + deterministischer Diff-Selbsttest (AD-17h, FT-6/FR-12):** Ein Compilation Run darf nur die Concepts **neu anlegen oder verändern**, die durch den erkannten Erkenntnis-Zuwachs tatsächlich betroffen sind. **Nicht betroffene Concept-Pfade bleiben byte-identisch unverändert** — es gibt **nie** „Regenerate Everything" (AD-5, A0-6). Die Inkrementalität ist als **re-executierbarer Diff-Selbsttest** mechanisch kontrollierbar: Nach jedem Run prüft der Producer ab der Workspace-Root
|
||
```sh
|
||
git diff --name-only <Baseline-Commit> -- wiki/
|
||
git status --porcelain -- wiki/
|
||
```
|
||
(erste Zeile: modifizierte/gelöschte Pfade gegen die Baseline; zweite Zeile: zusätzlich ungetrackte neue Pfade `??` und staged-Änderungen — die Duplikat-Kontrolle „keine neue Datei" braucht die `??`-Sicht, die `git diff` allein nicht liefert; `<Baseline-Commit>` siehe Pkt. 6 R-1)
|
||
dass die geänderten Dateien eine Teilmenge von **(Kandidatenliste ∪ Neu-Anlage-Zielpfade ∪ `log.md` ∪ nachgeführte `index.md`)** — mit der Kandidatenliste aus §3 Pkt. 2 (betroffene *bestehende* Concepts, relative OKF-Pfade ohne `.md`) **plus** den Zielpfaden aller im selben Run neu angelegten Concepts (§5.1/§5.7 — Misch-Runs) plus `log.md` und jede nachgeführte `index.md` als zusätzliche zulässige Einträge. **Probe-Zeitpunkt (D-1-Präzisierung):** die Probe läuft **vor dem Commit**, am Ende des P2-Check-Blocks (Pkt. 6) — nach dem Commit wäre `git diff` leer und die Probe vacuous (Commit-Boundary = Mutations-Boundary, AD-17f: der Run committiert erst, nachdem die Probe ohne Ghost-Diff abgeschlossen ist). **Pfad-Normalisierung vor dem Teilmenge-Vergleich:** die Proben-Ausgabe trägt `wiki/`-Präfix und `.md`-Endung; die Kandidaten-/Ziel-Pfade sind definiert als relative OKF-Pfade *ohne* `.md` — für den Vergleich werden von jedem Proben-Eintrag `wiki/`-Präfix und `.md`-Suffix gestrippt (deterministischer Normalisierungsschritt). Jede Abweichung (**Ghost-Diff** auf einem nicht betroffenen Pfad) ist ein Instruktions-Verstoß (FT-6): Der Producer behebt sie textuell benannt (NFR-4) und **rollt den Ghost-Diff zurück, bevor der Run als gültig vermerkt wird** — der beobachtbare Endzustand des Bundles bleibt damit konsistent (AD-6-Backstop). **Rollback-Mechanik:** der Ghost-Diff betrifft nur Pfade *außerhalb* der erlaubten Menge; der Producer stellt die betroffenen Pfade aus dem Baseline-Zustand wieder her (für modifizierte Pfade: `git checkout -- <wiki/pfad>`; für ungetrackte neue Dateien: Datei löschen; für Index-Änderungen: `git checkout -- wiki/index.md` bzw. die Area-`index.md`) — der Teilzustand-Rollback des §5.3 Pkt. 3 / §6 Pkt. 3 greift daneben unverändert. Für Story 3.1 selbst (Instruktions-Story ohne Inhalts-Mutation) ist der Nachweis: `git diff --name-only -- wiki/` liefert ausschließlich `wiki/log.md` — keine Concept-Datei, keine `index.md` (die aggressive `git diff --stat -- wiki/`-Default-Effektiv-ausgabe zeigt denselben Pfad, `wiki/log.md | 1 +`). *(Anmerkung: `schema/compiler.md` und `deferred-work.md` liegen **außerhalb** `wiki/` und sind daher kein Teil dieser Diff-Probe — sie gehören zum Instruktions-, nicht zum Bundle-Baum; der Ghost-Diff-Begriff dieser Sektion gilt nur für `wiki/`.)*
|
||
Die Probe verifiziert dabei **zwei Ebenen** (Struktur-Erhaltungs-Bezug, Story 3.3): **(1) die Pfad-Mengen-Ebene** (obiger Teilmenge-Vergleich — welche Pfade der Run berührt hat) und **(2) die Struktur-Ebene je berührtem Pfad** — die Struktur-Erhaltung „ohne die Struktur zu zerstören" (FR-6/AC-2) wird pro betroffenem Concept-Pfad über die Pkt.-2-Regeln geprüft (Frontmatter-Subset-Konformität: nur `sources`-Zuwachs um echte neue Belege + `generated.at`-Bump, kein neuer Key, keine Entfernung ohne Beleg; bestehende belegte Aussagen nicht umgeschrieben ohne dass Präzisieren/Korrigieren greift; §5.5-Inline-Verweise weiterhin gültig soweit Beleg Body-Bestand; §5.6-Linkform unverändert, keine neuen Links außer bei echten Beziehungen — Verstöße sind textuell zu benennen (NFR-4) und werden vor dem Commit behoben, sonst gilt der Pfad als Ghost-Diff mit Rollback gemäß dieser Pkt.-5-Konsequenz).
|
||
6. **Run-Vorphase-Bausteine (Defer R-1 + P2, in den Update-Pfad eingearbeitet):** Beide sind **keine** neuen Prozesse — wiederverwendbare, reproduzierbare textuelle Check-Blöcke innerhalb der Instruktions-Ausführung (D-3):
|
||
- **Change-Detection (Defer R-1, Input-Zuwachserkennung):** Vor der Interpretation bestimmt der Producer, **welche `raw/`-Dateien Zuwachs** sind (neu/modifiziert). Deterministische Mittel: `git diff --name-only <Baseline-Commit> -- raw/` auf das `raw/`-Verzeichnis und/oder der **SHA-256-Record aus `raw/**/source.md`** (Provenienz-Sidecar, §1 Pkt. 4). Als `<Baseline-Commit>` dient der **letzte committete Zustand des Workspace** (deterministisch: der HEAD der vorherigen Mutations-Boundary, AD-17f). **Auflösungs-Regel (D-2-Präzisierung, Review-Loop 2):** der Producer **notiert den `<Baseline-Commit>` (vollen SHA) im `wiki/log.md`-Eintrag des Runs** — damit ist er deterministisch auflösbar ohne Domain-State-Annahme an Git (AD-14: Git liefert Historie, nicht Domain-State; der log.md-Eintrag ist der State-Referenz-Punkt, keine Git-Historie-Interpretation). **Diskrepanz-Regel:** widersprechen sich `git diff`-Befund und SHA-256-Record für dieselbe Datei, **gewinnt der `git diff`-Befund** (Commit-Boundary = Mutations-Boundary, AD-17f); der SHA-256-Record bleibt Sekundär-Fingerprint. Ist der SHA-256-Record unlesbar/fehlend, wird die Datei dennoch als Zuwachs **nicht doppelt** verarbeitet (textueller Hinweis) und gegen den `git diff`-Befund abgeglichen (kein Doppel-Verdikt). **Fallback:** existiert keine vorherige Mutations-Boundary (frischer Workspace ohne Lauf-Historie), gilt **alle `raw/`-Dateien als Zuwachs**. Die Diff-Probe in Pkt. 5 läuft gegen **dasselbe** `<Baseline-Commit>` (Review-Loop-2-Korrektur des Rev-2.4.1-Claims: die Pkt.-5-Probe trägt das Baseline-Commit-Argument explizit).
|
||
- **Pre-Run-Reconcile-Check-Block (Defer P2):** Vor jeder Mutation durchläuft der Producer den gebündelten Vorprüf-Block und hält ihn textuell fest: (1) **Input-Zustand** (AD-17a, I/O-Matrix `INPUT_UNCOMMITTED`; Review-Loop-2-D-3): Working-Copy von `raw/` und `wiki/` gegen HEAD prüfen — bei Abweichung (uncommitteder Zustand) bricht der Run mit dem **textuell benannten Abbruch „published/committed Input erforderlich"** ab, **vor** Interpretation und vor jeder Mutation (keine Mutation gegen Zwischenstände); (2) Ziel-Pfade (Ausgangs-Kandidatenliste, §3 Pkt. 2); (3) Quellen-Existenz (EC-1 via Validator-Punkt: jede referenzierte `raw/`-Datei existiert als Datei); (4) Betroffenheits-Kandidatenliste (§3 Pkt. 2, textuell-deterministisch); (5) `wiki/index.md`-V-1-Vorbedingung (fehlende Bundleroot → Run-FAIL, §3 Pkt. 3, Vertrag §2); (6) **Struktur-Erhaltungs-Check (Story-3.3-Ergänzung als zusätzliches textuelles Element):** vor dem Commit prüft der Producer an den betroffenen Concept-Pfaden, dass keinerlei unbefugte Keys im Frontmatter entstanden sind (Vertrag §3.3/§3.4-Subset, §6.5-Kriterium-1), **keine stille Löschung** bestehender belegter Aussagen/Provenienz erfolgt ist (AD-16, Pkt. 2 „Korrigieren"-Form) und **keine Links** verändert oder ohne echte Beziehung neu gesetzt wurden (§5.6-Pin, Pkt. 3); Verstöße sind textuell benannt (NFR-4) und vor dem Commit zu beheben; die Kandidatenliste bleibt **die** Liste gegen die der Diff-Selbsttest (Pkt. 5) prüft (keine zweite Erhebung nach der Mutation). Dieser Block ist der in `deferred-work.md` als P2 notierte Pre-Plan-Schritt und wird durch Story 3.1 als Teil des inkrementellen Runs ausgeführt. **Zeitpunkt (Review-Loop-2-Präzisierung):** der Block wird **nach Reconcile (2) und vor Mutieren (4)**, am **Anfang der Mutationsphase**, einmal pro Run durchgeführt — die Kandidatenliste (Elemente 2/4) existiert zu diesem Zeitpunkt bereits; die **Diff-Probe (Pkt. 5) läuft am Ende desselben Blocks, nach den Mutationen, vor dem Commit**.
|
||
7. **Worked Example (an die reale Ist-Lage gebunden, re-executiert; Review-Loop-2-Korrektur):** Ein Run mit neuer committeter Evidenz `raw/epics/epics-2026-08-14.md#FR-12` (Zuwachs über die bisher verarbeitete Stelle hinaus; die Kennung FR-12 existiert real in der Datei) trifft über `rg -l 'FR-12' -g '!log.md' wiki/` das bestehende Root-Concept `wiki/knowledge-kompilation-inkrementell.md` (Term-/Konzept-Überschneidung — re-executierter Befund: der Grep-Ausgabe-Pfad ist `knowledge-kompilation-inkrementell`, `wiki/log.md` exkludiert gemäß §3.2-Pkt.-2a; das Rev-2.4.1-Beispiel `wissensarchitektur/source-material.md` enthielt den Term **nicht** und ist damit korrigiert). Der Run aktualisiert diesen Pfad (Body-Erweiterung mit neuem §5.5-Inline-Beleg `(raw/epics/epics-2026-08-14.md#FR-12)`, `sources`-Ergänzung um diesen `resource` — sofern nicht bereits deklariert, sonst No-Op gemäß Pkt. 2, `generated.at` = aktueller Run-Zeitstempel, `log.md`-Eintrag „Story 3.1-Update"). Die Diff-Probe (Pkt. 5, `<Baseline-Commit>`-Form) zeigt ausschließlich `log` und `knowledge-kompilation-inkrementell` (betroffen, normalisiert) — kein Ghost-Diff, keine `index.md` im Diff (der Index-Link bleibt unverändert).
|
||
|
||
## 5.10 Synthese aus mehreren Sources (Story 3.4)
|
||
|
||
Diese Sektion ist der **Instruktions-Ort der Synthese-Dimension** (AD-4, FR-7): wie der Producer mehrere `raw/`-Quellen desselben Themas zu **einer** gemeinsamen Wissensrepräsentation mit **gemischter, claim-granularer Provenienz** zusammenführt — statt getrennter Zusammenfassungen je Quelle (FR-7). Sie ist eine weitere Spezifikations-Ebene der Mutationsphase §5 (nach §5.9, vor §6), geschlossen auf dem §7-Vorbehalt (Story 3.4). Sie fügt **kein** Prädikat, **keine** neue §7-Invaliditätsklasse, **keinen** `schema/wiki-compiler.md`-/`schema/validator.md`-/`raw/`-Change hinzu (AD-3) und **keinen** Standalone (D-3). Synthese ist eine **Querschnitt-Dimension, keine fünfte Update-Form**: die §5.9-Abgrenzungs-Reihenfolge `Korrigieren → Präzisieren → Erweitern → No-Op` bleibt die **einzige** Form-Wahl (§5.9 Pkt. 2); Synthese erweitert die Ausführung um gemischte Provenienz + Konsolidierung (bei Update auf ein bestehendes Concept) bzw. um die Neu-Anlage mit Multi-Source-`sources` (bei neuer Einheit). Eine Synthese ist ein Compilation-Vorgang wie die Anlage/das Update: sie unterliegt denselben Phasen (§0: Interpretieren → Reconcile → Synthetisieren → Mutieren → Validieren), derselben Commit-Boundary = Mutations-Boundary (AD-17f, §0/§5.3) und derselben Validator-Erfolgsbedingung (§6).
|
||
|
||
1. **Synthese-Stimulus (Input der Synthese-Dimension):** Der Stimulus ist eine **Synthese-Einheit**: mindestens **zwei belegende `raw/`-Quellen** (§2-Interpretation) zum **selben Thema** (dieselbe erkannte Wissenseinheit, dieselbe Semantik — gemessen über Term-/Konzept-Überschneidung nach §3.2 bzw. die §2-Pkt.-2-Mehrquellen-Regel: eine Wissenseinheit kann aus mehreren Abschnitten/Dokumenten stammen). Deterministische Erkennung: die neue committete Evidenz (§1 Pkt. 1, AD-17a) enthält ≥ 2 `raw/`-Dateien, deren abgegrenzte Einheiten auf **dieselbe** Zielrepräsentation auflösen. Eine einzelne Quelle bleibt auf dem §5.9-/§3.2-Pfad (Anlage mit `sources`-Zuwachs bzw. Update) — **keine** Synthese-Dimension. Der Stimulus verarbeitet ausschließlich **published/committed** Input (R-1-Change-Detection, §5.9 Pkt. 6).
|
||
2. **Ein-Ziel-Repräsentation (gemeinsame Wissensrepräsentation, FR-7 AC-1):** Mehrere Quellen zum selben Thema erzeugen **ein einziges** Synthese-Concept über **einen** Ziel-Pfad (§5.7-Routing; bei neuem Thema über §5.1/§5.7-Neu-Anlage, bei bestehendem Pfad über das §5.9-Update). **Getrennte Zusammenfassungs-Concepts je Quelle sind verboten** (FR-7) — es entsteht nie eine per-Source-Concept-Menge. Die `sources`-Liste des Synthese-Concepts trägt **≥ 2 Einträge** (je belegende Quelle ein Eintrag), **deterministisch lexikografisch nach `resource` sortiert (LC_ALL=C)** — unabhängig von Verarbeitungs- oder Datei-Reihenfolge (AD-17h/A0-19; konsistent zur §3.2-Pkt.-3b-Lexikografie-Ordnung und zur §5.9-Tie-Break-Logik). Bei Update auf ein bestehendes Concept wächst `sources` um die zweite/weitere Quelle (Frontmatter-Regel §5.9 Pkt. 2 „`sources` nur um echte neue Belege ergänzen"; bestehende Einträge bleiben unverändert).
|
||
3. **Gemischte claim-granulare Provenienz (AD-4a/4b, A0-3):** Jede belegte Aussage des Synthese-Concepts bleibt auf `raw/` zurückführbar — der Body trägt **je Aussage einen Inline-`raw/`-Verweis in §5.5-Form** (`(raw/<datei.md>#<stellen-kennung>)` bzw. Komma-Form; voller Pfad je Beleg). **Konsolidierung ohne Provenienz-Verlust (FR-7 AC-3, AD-4):** redundante Informationen aus mehreren Quellen — dieselbe Aussage, von mehreren Quellen unabhängig belegt — werden zu **einer** Aussage konsolidiert, die **alle** betroffenen Belege trägt (**Multi-Beleg**, §5.5-Pkt.-1-Semikolon-Form: `(raw/a.md#X; raw/b.md#Y)` — voller Pfad je Beleg). **Keine stille Beleg-Tilgung** (AD-4): eine konsolidierte Aussage listet jeden ursprünglichen Beleg. **AD-16-Default:** widersprüchliche Aussagen (diskrepanter Inhalt) werden **nicht** still zu scheinbar eindeutigen Aussagen zusammengeführt, sondern bleiben Bestand und werden als Disagreement in `log.md` explizit abgelegt (Pkt. 7; Epic-4-Interface, Story 4.1 — keine Korrektur-Klassifikation hier vorweggenommen; Sandbox-Szenario N2 demonstriert beide Behauptungen + Disagreement-Eintrag). **Body-Reihenfolge deterministisch (AD-17h/A0-19):** die Positionierung der konsolidierten Aussagen im Body folgt der **lexikografischen Ordnung (LC_ALL=C) ihrer Beleg-Anker** (`raw/<datei.md>#<stellen-kennung>`, voller Pfad), nicht einer Verarbeitungs- oder Datei-Reihenfolge — gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge ⇒ identische Aussagen-Reihenfolge. Das Konsolidierungs-Erkennungs-Kriterium („dieselbe Aussage") ist die sachlich äquivalente inhaltliche Formulierung über **dieselbe erkannte Wissenseinheit** (Befund-Äquivalenz, nicht Wort-Identität; abgegrenzt über §2-Interpretation/dieselbe Semantik) — sie ist pro Befund eindeutig aus dem Quell-Text der Einheit begründbar.
|
||
4. **Übernahme aus bestehenden Concepts (AD-4c — nie alleinige Provenienz):** Übernimmt das Synthese-Concept Formulierungen aus bestehenden Concepts (Kontext-/Synthese-Umformulierung, nicht eigenständig gegen `raw/` belegt), trägt die übernommene Aussage den **§5.5-Kontext-Marker** (Pkt. 2, Muster „übernommen aus `<Concept>` auf Basis von `<source>`, nicht eigenständig belegt") — **kein bestehendes Concept ist alleinige Provenienz eines anderen**. Die Quelle des übernommenen Concepts bleibt damit textuell rückverfolgbar; die Direktübernahme aus `raw/` (ohne Zwischen-Concept) verwendet das Muster „übernommen aus `<source>` (rohe Quelle), nicht eigenständig belegt". **Sandbox-Szenario N3** demonstriert den Kontext-Marker („übernommen aus `gamma` auf Basis von `raw/gamma-v1.md#S-1`, nicht eigenständig belegt") und prüft, dass die Quelle des übernommenen Concepts **nicht** als eigene `sources`-Quelle eingetragen wird (AD-4c).
|
||
5. **Reflektierter Wissensstand (FR-7 AC-4, NFR-7):** Der Body trägt **integrierte, je Aussage provenance-tags versehene Aussagen** — **keine per-Source-Zusammenfassungs-Struktur** (keine Blöcke „Quelle A: … / Quelle B: …"). **Reflektiertheits-Selbsttest (textuell deterministisch, grepbasiert):** es existiert **keine** Zeile, die einen Quell-Label abschnittsstrukturiert — das Muster ist ein Zeilenanfangs-Label „`Quelle <Label>:`"/„`Source <Label>:`" (einbuchstabig, mehrbuchstabig oder mit Ziffer/Unterstrich suffigiert), grepbasiert `grep -nE '^(Quelle|Source) [A-Z][A-Za-z0-9_ -]*:' <Synthese-Concept>` liefert leer; jede Aussage trägt ihren Provenienz-Tag (§5.5). Ein Befund (Aneinanderreihung) ist ein **Instruktions-Selbsttest-FAIL** (NFR-7, kein stiller Vorbeilass — NFR-4): der Producer stellt den Body vor Run-Abschluss so um, dass die Integration erfüllt ist.
|
||
6. **§5.6-Pin unverändert:** Synthese fügt **keine neue Linkform** und **keine** neuen `index.md`-Links ohne echte, inhaltsbegründete Beziehung hinzu — §5.6-Pin (genau-eine-Linkform, file-relativ mit `.md`-Endung) und §5.9 Pkt. 3 (kein neuer Index-Link bei reinem Body-Update) gelten unverändert. **Form-Wahl-Klassifikationsprobe (Defer U2/U7, Story 3.3):** eine Synthese-Einheit, die zugleich neue + schärfende + ersetzende Anteile trägt (Form-Überlapp), wird per §5.9-Abgrenzungs-Reihenfolge `Korrigieren → Präzisieren → Erweitern → No-Op` **strikt pro Evidenz-Einheit** der **ersten zutreffenden Form** zugeordnet (deterministisch, AD-17h); die Textgenauigkeits-Rahmen der übrigen Formen gelten für die jeweiligen Teilbestandteile unverändert.
|
||
7. **`log.md`-Eintragspflicht (Vertrag §5):** Jede Synthese wird als datumsgruppierter Eintrag in `wiki/log.md` dokumentiert. Ein Synthese-**Update** auf ein bestehendes Concept führt den Eintrag „**Story 3.1-Update**" (Disagreement-Fälle als Disagreement-Eintrag mit dem mutierten Concept-Pfad, AD-16b); eine Synthese-**Neu-Anlage** eines neuen Synthese-Concepts führt einen **Anlage-Eintrag** (disambiguierbar von Update-Einträgen). Der Eintrag verknüpft das erzeugte Concept mit der **vollständigen Multi-Source-`sources`-Liste** und hält den `<Baseline-Commit>` (R-1, §5.9 Pkt. 6) fest.
|
||
8. **Erhaltungs-Invariante & Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19):** Der **§5.9-Pkt.-5-Diff-Selbsttest gilt für Synthese-Runs unverändert**: die mutierten/neu angelegten Pfade sind eine Teilmenge von (Kandidatenliste ∪ Neu-Anlage-Zielpfade ∪ `log.md` ∪ nachgeführte `index.md`) — **keine neue Datei außer echten Ziel-Pfaden** (Duplikat-Kontrolle via `??`-Sicht, `git status --porcelain -- wiki/`). Gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → identischer Synthese-Vorgang (Ziel-Pfad via §3.2/§5.7, `sources`-Liste lexikografisch nach `resource` LC_ALL=C, Konsolidierung und Form-Zuordnung wie Pkt. 3/6); der `generated.at`-Wanduhr-Gap (gleiches Eingabeset, unabhängige Runs, verschiedene `at`) bleibt offene A0-20-Konvention mit Home **Story 3.8** (§5.9 Pkt. 2, `generated.at`-Konvention) — unverändert bindend. **Duplikat-Fall (Synchronisation zwischen Concepts und Evidenzbasis):** ein `raw/`-Quellpfad erscheint **nur einmal** in einer `sources`-Liste — ein bestehender Eintrag derselben `resource` wird **nicht** doppelt angelegt (die Neuanlage eines Synthese-Concepts setzt voraus, dass kein bestehendes Concept dieselbe Quelle bereits mit derselben Stellen-Kennung als Beleg nutzt; für Update-Fälle gilt das §5.9-Pkt.-2-Prinzip „bestehende Einträge bleiben unverändert" — der Zuwachs einer Quelle, die bereits existiert, wird niemals doppelt eingetragen). **Unzugeordnete/verwaiste Evidenz (Orphan-Kontrolle):** neu committete `raw/`-Evidenz ohne Ziel-Pfad-Treffer bleibt **unzugeordnet** (weder still getilgt noch hintenherum als eigenes Concept angelegt) und wird in `log.md` als verwaist protokolliert — kein Banner/keine stille Vorbearbeitung; Story 3.8/Epic-4 können die Reconcile-Orphan-Politik präzisieren.
|
||
|
||
## 5.11 Leasing & Dirty-Tree-Schutz für konkurrierende Producer (Story 3.5)
|
||
|
||
Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort der Koordinations-Dimension für konkurrierende Producer** (D-3, Story 3.5; AD-17a..f, A0-12..A0-16, FR-2/FR-12): wie zwei Producer denselben Concept-Pfad **nicht stillschweigend überschreiben**, wie eine **Lease** auf `lease/<area>/<id>`-Branches mit Root-Scope und Merge-Base-Disziplin erworben wird, und wie fremde uncommittete Änderungen (**Dirty Tree**) geschützt statt als Nebenwirkung gelöscht werden. Sie ist eine weitere Spezifikations-Ebene der Mutationsphase §5 (nach §5.10, vor §6) und **schließt den §7-Vorbehalt** dieser Koordinations-Dimension (Story 3.5). Sie fügt **kein** Prädikat, **keine** neue §7-Invaliditätsklasse, **keinen** `schema/wiki-compiler.md`-/`schema/validator.md`-/`raw/`-Change hinzu (AD-3) und **keinen** Standalone (D-3). Die Lease lebt in **Git/Datei-Ebene** (Branch-Name, Lockfile) — **nicht** in Concept-Frontmatter (Vertrag §3.1–§3.7 unverändert, keine neue §7-Klasse, **kein neuer Frontmatter-Key für Lease-Metadaten**; ein solcher wäre Ask-First). Leasing ist eine **Querschnitt-Dimension, keine neue Mutations-Form**: die §5.9-Abgrenzungs-Reihenfolge `Korrigieren → Präzisieren → Erweitern → No-Op` bleibt die **einzige** Form-Wahl; die §5.10-Synthese-Mechanik bleibt unberührt. Eine Lease-geschützte Mutation ist ein Compilation-Vorgang wie die Anlage/das Update: sie unterliegt denselben Phasen (§0: Interpretieren → Reconcile → Synthetisieren → Mutieren → Validieren), derselben Commit-Boundary = Mutations-Boundary (AD-17f, §0/§5.3) und derselben Validator-Erfolgsbedingung (§6).
|
||
|
||
1. **Lease-Akquise (AD-17a, A0-12) — deterministisch (AD-17h):** Ein Producer, der einen Bereich (Area oder Root-Scope gemäß Pkt. 2) bearbeiten will, akquiriert die Lease **bevor** er mutiert, gegen einen **eindeutigen Commit-Object-Wert** (Merge-Base-Disziplin):
|
||
- **Arbeits-Branch-Form:** Der Producer arbeitet auf einem Branch der Form **`lease/<area>/<id>`** (z. B. `lease/alpha/run-a`; für Root-Scope-Bereiche `<area>` = `wiki`, z. B. `lease/wiki/run-a`). `<area>` ist der Bereichs-Pfad (deterministisch nach §5.7), `<id>` ein vom Producer vergebener, kollisionsfreier Run-Identifier. Der Branch wird **von der Merge-Base aus** erstellt (`git checkout -b lease/<area>/<id>`, Abzweigung von der letzten Mutations-Boundary, §5.9 Pkt. 6 R-1); der Producer arbeitet **ausschließlich** auf diesem Branch und committet dort (Commit-Boundary = Mutations-Boundary, Pkt. 5).
|
||
- **Lockfile:** Eine Lease wird durch ein **Lockfile** realisiert, das **semantisch identisch in jedem Adapter** ist (A0-12 — die Realisierung ist **nicht** pro Adapter frei wählbar). Deterministisches Format (AD-17h): das Lockfile liegt unter `lease/<area>/<id>.lock` (außerhalb `wiki/`/`raw/`, im Workspace), enthält den **Feld-Satz** `area`, `id`, `producer`, `baseline_commit` (voller SHA) und — wenn bereits vergeben — `holder_id`, und ist ein **committeter** git-Tracking- oder ein deterministisch benannter ungetrackter Marker (die Semantik „eine Lease je `lease/<area>/<id>`-Branch" ist maßgeblich; die exakte Datei-Ablage ist in jedem Adapter identisch zu halten). **Lease-Hold:** Existiert das Lockfile schon (die Lease ist vergeben), **überschreibt der Producer sie nicht** — er hält die Lease (Lease-Hold) und es erfolgt **keine Mutation** am betroffenen Pfad durch den zweiten Producer; die Koordination geht in den AD-16-Pfad (Pkt. 4) über.
|
||
- **Merge-Base-Disziplin (eindeutiger Commit-Object-Wert):** Die Lease wird gegen den **Merge-Base-Commit** akquiriert — den eindeutigen Commit-Object-Wert, von dem beide Producer (der haltende und der neue) ausgehen (deterministisch über `git merge-base` bzw. den notierten `<Baseline-Commit>` aus §5.9 Pkt. 6). Gegen denselben Git-State akquirieren zwei unabhängige Producer **deterministisch dieselbe** Koordinationsentscheidung (gleiche Merge-Base → gleiche Lease-Lage, AD-17h/A0-19). Der akquirierte `<Baseline-Commit>` wird im `log.md`-Eintrag notiert (Pkt. 6, D-2).
|
||
- **Lease-Freigabe (Release, deterministisch):** Nach erfolgreichem Run, sobald die Mutation als Ganzes committet ist (Pkt. 5, Commit-Boundary), gibt der Producer die Lease **deterministisch** frei: das Lockfile `lease/<area>/<id>.lock` wird entfernt bzw. als freigegeben markiert und der Abschluss als `log.md`-Eintrag dokumentiert (Pkt. 6). Eine Lease, deren Inhaber den Run **ohne** Freigabe beendet (abgebrochen/verwaist), **verbleibt bis zum Staleness-/Recovery-Mechanismus der Story 3.6** — §5.11 prüft stets nur den **committeten** Zustand (AD-17h/A0-19) und wertet bei einer existierenden, nicht freigegebenen Lease als **Lease-Hold** (Pkt. 1). Staleness-TTL, verwaiste Leases und die `raw/`-Recovery sind Story-3.6-Thema.
|
||
2. **Root-Scope-Lease (AD-17b, A0-13):** Die Lease umfasst **`wiki/` inklusive `log.md`, `index.md` und aller Root-Dateien** — nicht nur den mutierten Concept-Pfad. Ein Producer, der einen Concept-Pfad mutiert, hält damit zugleich die Koordinations-Rechte an der Bundle-Integrität (Bundleroot `index.md`, `log.md`, Root-Concepts), weil jede Mutation die Pfad-Menge von `log.md`/`index.md` (Eintragspflicht bzw. Index-Regel) berühren kann. **Kein Bereich jenseits `wiki/`** ist Lease-Gegenstand (AD-17b-Root-Scope; `raw/` bleibt immutable, AD-3; jenseits-`wiki/`-Lease wäre Ask-First).
|
||
3. **Dirty-Tree-Schutz (AD-17e/f, A0-16):** **Vor jeder Mutation** prüft der Producer die Working Copy **auf den zu mutierenden Bereich** (Pre-Mutation-Prüfung; deterministisch: `git status --porcelain -- <Mutationsbereich>` gegen HEAD — der mutierte Bereich ist die Pfad-Menge des Runs, Kandidatenliste ∪ Neu-Anlage-Zielpfade ∪ `log.md` ∪ `index.md`, §5.9 Pkt. 5):
|
||
- **Fremde uncommittete Änderungen werden geschützt, nie gelöscht (AD-17e):** Liegen im mutierten Bereich **fremde uncommittete Änderungen** vor (Dirty Tree — Änderungen, die **nicht** vom laufenden Producer stammen und **nicht** committet sind), **löscht der Producer sie nicht** und übergeht sie nicht still. Er schützt sie in eine **Scratch-Zone/Stash** (deterministisch: `git stash push -- <Pfade>` mit Stash-/Verzeichnis-Konvention oder Kopie in eine benannte Scratch-Zone außerhalb `wiki/`, z. B. `scratch/<run-id>/<pfad>.stash`) und **dokumentiert den Vorgang in `log.md`** (Pkt. 6). **Screen-Artefakte beim Schutz** (Stash-/Kopier-Artefakte, die im Bundle-Baum auftauchen würden) werden **textuell benannt** (NFR-4) und liegen außerhalb der erlaubten Diff-Menge (§5.9 Pkt. 5) — sie werden nie als Concept verwechselt. Nach erfolgreichem Run sind die geschützten Änderungen für den ursprünglichen Producer zurückzuspielen (Restore; der Weg ist im `log.md`-Eintrag dokumentiert).
|
||
- **UNCOMMITTED_INPUT-Abbruch (AD-17a, I/O-Matrix-Szenario `UNCOMMITTED_INPUT` der Story-3.5-Matrix):** Weicht die **Working-Copy von `raw/` oder `wiki/`** vom committeten HEAD in einem Umfang ab, der als Input des Runs gelten würde (uncommittete `raw/`-Zuwächse oder uncommittete `wiki/`-Abweichungen außerhalb der eigenen, bereits geleasten Mutation), bricht der Run mit dem textuell benannten Abbruch „**published/committed Input erforderlich**" ab — **vor** Interpretation und vor jeder Mutation (keine Mutation gegen Zwischenstände). Dies ist **dieselbe Pre-Run-Prüfung** wie das §5.9-P2-Element (1) (`INPUT_UNCOMMITTED`, Story-3.1-Matrix): dieselbe Bedingung, derselbe Abbruch-Wortlaut — **kein zweiter, separater Abbruch-Pfad**. Keine Mutation, Bundle konsistent.
|
||
- **Mutationen operieren nur auf Directory-/Commit-Ebene — Commit-Boundary = Mutations-Boundary (Pkt. 5).**
|
||
4. **Kein textueller Auto-Merge — compiler-vermittelter Merge (AD-17c, A0-14):** Zwei Branches mit **ungleichem Inhalt am selben Concept-Pfad** werden **nie textuell automatisch gemerged** (kein stiller textueller Auto-Merge, AD-17c — verboten, Never). Der Merge ist **compiler-vermittelt** und durchläuft die **AD-16-Klassifikation** mit explizitem `log.md`-Eintrag (Pkt. 6; Interface zu Epic 4): die beiden Inhaltsvarianten desselben Pfads werden als **Konflikt** behandelt — der haltende Producer klassifiziert sie gemäß AD-16 (Default: **Erhaltung** — beide Behauptungen bleiben, Disagreement-Eintrag in `log.md`; keine stille Konsolidierung, keine stille Löschung). **Lease-Konflikt (I/O-Matrix `LEASE_KONFLIKT`):** Ein zweiter Producer mit Lockfile-Konflikt am selben Pfad erzeugt **keinen stillen textuellen Auto-Merge**; die Auflösung geht in den compiler-vermittelten AD-16-Pfad (Pkt. 4) mit `log.md`-Eintrag. **Unentscheidbar → menschliche Eskalation (AD-17g):** Ist die AD-16-Klassifikation unentscheidbar, eskaliert der Producer menschlich (textuell benannt, NFR-4) — er nimmt **keine** Auto-Entscheidung vor.
|
||
5. **Commit-Boundary = Mutations-Boundary (§0/§5.3-Verweis unverändert):** Auch im Leasing-Pfad gilt: **Zwischenstände werden nie als fertige Mutation veröffentlicht** (AD-17f). Der Producer committet die Mutationen als Ganzes auf dem `lease/<area>/<id>`-Branch, und zwar erst, nachdem der Diff-Selbsttest (§5.9 Pkt. 5) ohne Ghost-Diff abgeschlossen ist. Ein Ghost-Diff (auch ein durch den Dirty-Tree-Schutz erzeugter Screen-Artefakt im Bundle-Baum) ist ein textuell benannter Instruktions-Verstoß (NFR-4) und wird **vor** der Run-Gültigkeit zurückgerollt. Die Pkt.-5-Erhaltungs-Invariante gilt für Leasing-fähige Runs **unverändert** (Pfad-Menge ⊆ Kandidatenliste ∪ Neu-Anlage ∪ `log.md` ∪ Index; AD-5/FT-6).
|
||
6. **`log.md`-Eintragspflicht (Vertrag §5):** Jede Lease-geschützte Koordinationsentscheidung wird als datumsgruppierter Eintrag in `wiki/log.md` dokumentiert (Header = ISO-Datum `YYYY-MM-DD`, **neueste zuerst** — Vertrag-§5-Datumsgruppe, wie §5.9 Pkt. 4): **(a) Lease-Akquise** (Branch `lease/<area>/<id>`, `<Baseline-Commit>`, Lockfile-Referenz — deterministisch auflösbar, D-2), **(b) Dirty-Tree-Schutz** (geschützte fremde uncommittete Änderung, Scratching-Ziel, Restore-Weg — „nie gelöscht", AD-17e), **(c) Merge-Klassifikation** (AD-16-Klassifikation bei ungleichem Pfad-Inhalt, Disagreement-/Konflikt-Vermerk) und **(d) Eskalation** (menschliche Eskalation bei Unentscheidbarkeit, AD-17g).
|
||
7. **Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19):** Lease-Akquise, Lockfile-Inhalte und Merge-Klassifikation folgen **deterministisch aus dem committeten Git-State**: gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → **identische Koordinationsentscheidung** (gleiche Merge-Base → gleiche Lockfile-Lage; gleiche Pfad-Inhalte → gleiche AD-16-Klassifikation). Der `generated.at`-Wanduhr-Gap (gleiches Eingabeset, unabhängige Runs, verschiedene `at`) bleibt offene A0-20-Konvention mit Home **Story 3.8** (§5.9 Pkt. 2, `generated.at`-Konvention) — unverändert bindend. **Lease-Staleness/Recovery** (TTL, Lease-Registrierung, verwaiste Leases, `raw/`-Recovery; AD-17d, A0-15) bleibt **Story 3.6** vorbehalten: diese Sektion verweist darauf und mutiert deren Mechanik nicht. (Testbares Seam-Kriterium der Koordinations-Dimension, das 3.5 von 3.6 trennt: **3.5** ist eine auf den **committeten Git-State** bezogene Determinismus-Frage — allein aus Merge-Base + Lockfile + Pfad-Inhalten entscheidbar (AD-17h/A0-19); **3.6** ist eine **Zeit- bzw. Umgebungs-Zustands-Frage**, die den committeten Zustand verlässt — TTL-Ablauf, verwaiste/hängende Leases, Registrierung, `raw/`-Recovery.)
|
||
|
||
## 5.12 Lease-Staleness & Recovery-Basis (Story 3.6)
|
||
|
||
Der §5.11-Lease-Hold (`lease/<area>/<id>`-Branches, Lockfile, Merge-Base-Disziplin) wertet stets nur den **committeten Git-State** (AD-17h/A0-19). Diese Sektion ist der **einzige Instruktions-Ort der Staleness-/Recovery-Dimension** (D-3, Story 3.6; AD-17d, A0-15; §5.11-Seam-Kriterium S-1 und Pkt.-7-Text bleiben unverändert): sie definiert, wie eine nach einem **abgebrochenen Run ohne Freigabe** hinterlassene Lease **nicht dauerhaft blockiert** (TTL plus Lease-Registrierung im Clone-Root-State), wie sie **übernommen oder als stale markiert** wird, und dass `raw/` die **Zugriffs-/Consistency-Basis** bleibt (AD-3). Sie ist die Ausformulierung der **Zeit-/Umgebungs-Zustands-Frage** des §5.11-Pkt.-7-Seam-Kriteriums („3.5 = committeter-Git-State-Determinismus; 3.6 = Zeit-/Umgebungs-Zustands-Frage — TTL-Ablauf, verwaiste/hängende Leases, Registrierung, `raw/`-Recovery") und greift §5.11 Pkt. 1 wortgleich auf („verbleibt bis zum Staleness-/Recovery-Mechanismus der Story 3.6"). Der §7-Vorbehalt der koordinations-Dimension ist damit **in dieser Sektion verankert (Story 3.6)**. Sie fügt **kein** Prädikat, **keine** neue §7-Invaliditätsklasse, **keinen** `schema/wiki-compiler.md`-/`schema/validator.md`-/`raw/`-Change hinzu (AD-3) und **keinen** Standalone (D-3). Verwaiste/hängende Leases werden **nie still gelöscht** (AD-17e) und `raw/` bleibt bei jedem Vorgang unverändert (AD-3).
|
||
|
||
1. **Lease-Registrierung & generationenbasiertes TTL (AD-17d, A0-15) — deterministisch (AD-17h):** Die Registrierung der Leases erfolgt dauerhaft im **Clone-Root-State** — nicht in `wiki/`/`raw/`/Concept-Frontmatter (Vertrag §3.1–§3.7 unverändert) und **ohne Wanduhr-Timestamp im Lockfile- oder Registrierungs-Format** (A0-20-Konvention, §5.11 D1). Ein Run, der eine Lease akquiriert (Pkt. 1), **registriert** sie zur Erzeugungs-Generation `gen` — einem **monotonen Run-Generator (Highlight-`generation`-Zähler je Clone-Root)**, der **deterministisch aus dem committeten Git-State ableitbar** ist: entweder als **Baumableitung aus dem `lease/`-Baum** (höchster, committet sichtbarer Stände-Generator der akquirierten/release-freien Leases) oder als gepinnter **Mono-Commit-`lease-granite-root`-Marker** (ein einziger committeter Markerwert im Clone-Root, der den aktuellen Generationsstand trägt). Die **Quellen-Präzedenz ist deterministisch gepinnt**: liegt **beides** vor (Baumableitung und Marker), **gewinnt der committete `lease-granite-root`-Marker** (expliziter Pinn garantiert Eindeutigkeit); liegt **nur die Baumableitung** vor, dient sie als Generator; liegt **keins** vor (keine committete Lease im Clone-Root-Baum), gilt der **definierte Startwert `gen = 0`** (zählt keine Lease als älter — die erste Akquise startet als Erzeugungs-Generation 1, Pkt. 1). Das **TTL-Ablauf-Kriterium ist generationen-basiert**: eine Lease, deren Erzeugungs-Generation **älter** ist (niedrigere Gen-Zahl als der aktuell höchste sichtbare Reg-Generator des ablaufenden Runs — Gen kleiner = älter), gilt als **stale** (TTL-Ablauf-Äquivalent) — sie **blockiert keinen nachfolgenden Run** (I/O-Matrix `STALE_ABLAUF`). Die A0-20-zugelassene `at`-Notation (dokumentierender Zeitstempel, §5.9 Pkt. 2) bleibt **dokumentierend** — sie ist **nie** eine streng durchsetzende TTL-Steuergröße (ein wanduhr-durchsetzendes Zeit-TTL wäre Ask-First).
|
||
|
||
2. **holder_id-Ableitung (deterministischer Default; Defer „holder_id-Quelle" Story 3.5 aufgegriffen):** Das Lockfile-Feld `holder_id` (§5.11 Pkt. 1, „eindeutige Producer-/Run-Kennung") wird **deterministisch** als `holder_id := <producer>-<id>` abgeleitet — `<producer>` aus dem Lockfile-Feld `producer`, `<id>` der Run-Identifier aus der Branch-Form `lease/<area>/<id>` (§5.11 Pkt. 1). Die Ableitung ist **reproduzierbar aus dem committeten Git-State** (AD-17h/A0-19): gleicher Producer + gleicher Branch-Suffix → identische `holder_id`, ohne Wanduhr. Eindeutigkeit gilt je **aktiver** Lease (ein vorhandenes Lockfile blockiert ohnehin jede zweite Akquise, §5.11 Pkt. 1 Lease-Hold); ein Producer, der eine längere, kollisionsfreie Kennung wünscht, wählt `<id>` entsprechend — die Ableitbarkeits-/Lesbarkeits-Regel bleibt unverändert.
|
||
|
||
3. **Verwaist-Klassifikation, Übernahme & Stale-Markierung (AD-17e, AD-17g):** Findet ein neuer Run eine **verwaiste/hängende Lease** (Registrierung ohne Freigabe/Release oder mit älterer Erzeugungs-Generation, Pkt. 1), wird sie **klassifiziert** statt blockiert:
|
||
- **VERWAIST_UEBERNEHMEN:** Der neue Run kann die Lease **übernehmen** — gegen die **erneute Merge-Base-Prüfung** (§5.11 Pkt. 1 + die Pkt.-4-Diskrepanz-Regel dieser Sektion, I/O-Matrix `VERWAIST_UEBERNEHMEN`). Die Übernahme wird als `log.md`-Eintrag protokolliert (Pkt. 6). Besteht ein **Konflikt** (die verwaiste Lease hält einen Bereich/`log.md`-Eintrag, der vom Übernehmer anderweitig mutiert würde), geht die Koordination in den **AD-16-Pfad** (Erhaltung; §5.11 Pkt. 4) bzw. bei Unentscheidbarkeit in die **menschliche Eskalation** (AD-17g).
|
||
- **VERWAIST_STALE_MARKIEREN:** Ist die Übernahme nicht sinnvoll, markiert der Run die Lease als **stale** — über einen **Registry-Marker** (Registrierungs-Eintrag der aktuellen Generation, Pkt. 1/5) — und hebt damit die Blockade auf; der Vorgang wird als `log.md`-Eintrag protokolliert (Pkt. 6, I/O-Matrix `VERWAIST_STALE_MARKIEREN`).
|
||
- **Nie gelöscht (AD-17e):** Die verwaiste Lease selbst (Lockfile, Registrierung, Marker) wird **nie still gelöscht** — sie wird übernommen oder als stale markiert; fremde uncommittete Änderungen werden **nie** als Seitenwirkung entfernt (§5.11 Pkt. 3).
|
||
|
||
4. **baseline_commit-Merge-Base-Diskrepanz-Regel (Vereinheitlichung; Defer „baseline_commit-Diskrepanz" Story 3.5 aufgegriffen):** §5.11 Pkt. 1 nennt zwei Quellen für den akquirierten Baseline-Commit („deterministisch über `git merge-base` bzw. den notierten `<Baseline-Commit>` aus §5.9 Pkt. 6"). Die **Diskrepanz-Regel** bündelt sie deterministisch (AD-17h): Widersprechen sich der `git merge-base`-Laufzeitbefund und der **notierte** `<Baseline-Commit>` (letzte notierte Mutations-Boundary, §5.9 Pkt. 6 D-2) derselben Lease, **gewinnt der git-abgeleitete Merge-Base-Wert** (Commit-Boundary-Prinzip); der notierte SHA bleibt **Sekundär-Fingerprint**. **Fallback:** Ohne vorherige Mutations-Boundary gelten alle `raw/`-Dateien als Zuwachs (§5.9 Pkt. 6 R-1) und die Merge-Base ist der älteste committete Fundamentpunkt (deterministisch auflösbar, AD-14). Dieselbe Regel gilt bei einer **Lease-Übernahme** (Pkt. 3): die Übernahme validiert die angestrebte neue Merge-Base gegen diese Auflösung, bevor Mutationsrechte übergehen.
|
||
|
||
5. **`raw/`-Recovery-Basis & native `git stash`-Variante (AD-3, AD-17d/A0-15):** `raw/` ist die **Zugriffs- und Consistency-Recovery-Basis** — die unveränderte, committete Evidenzbasis, auf die ein Run nach einem abgebrochenen Lauf seine Zugriffs-/Konsistenzannahmen bezieht (I/O-Matrix `RECOVERY_RAW_BASIS`). `raw/`-Inhalte werden **bei keinem Vorgang verändert** (AD-3) — auch nicht bei Staleness-/Übernahme-/Stale-Markierungs-Schritten; ein möglicher Real-Baum-Nachweis gegen die `raw/`-Inhaltsebene ist dabei auf **Sandbox-Evidenzwege beschränkt** (kein `git diff`-/SHA-256-Beweis gegen `raw/`-Inhaltsebene auf dem realen Ist-Baum, EC-1-Grenze). Für den **Dirty-Tree-Schutz** (§5.11 Pkt. 3) sind beide textuell zulässigen Sicherungswege nutzbar: die **Kopie in eine benannte Scratch-Zone** (bestehender Pfad) und die **native `git stash`-Variante** (`git stash push -- <Pfade>`, Stash-/Verzeichnis-Konvention) — beide deterministisch im Ergebnis (fremde uncommittete Änderung bleibt byte-identisch geschützt, nie gelöscht, Restore dokumentiert; Defer „native `git stash`-Variante" Story 3.5 aufgegriffen, als Sandbox-Doppel abgebildet).
|
||
|
||
6. **Registrierungs-Invariante & kumulativer Registry-Aufbau über Runs (Vertrag §5):** Die Registrierung hält je Clone-Root die **Invariante: Gen > erzeugend oder gleiche Gen** — der Registry-Stand regrediert nie auf eine **ältere** Generation als die erzeugende, und er hält stets den **sichtbar höchsten Reg-Generator** (I/O-Matrix `VERWAIST_STALE_MARKIEREN`-Error-Handling, Sandbox STALE-5). Der Registry-Aufbau ist **kumulativ über Runs** (mehrere aufeinanderfolgende Producer schreiben dieselbe Registrierung fort, analog zum `log.md`-Akkumulator; Defer „Sandbox-log-Akkumulator" Story 3.5 aufgegriffen): es existiert **kein eigener `# Log`-Stand** der Registry — `wiki/log.md` ist der **alleinige Aufzeichnungs-Ort** (Vertrag §5), die Registry-Marker selbst sind Git-/Datei-Ebene ohne Eintrags-Body.
|
||
|
||
7. **`log.md`-Eintragspflicht & Determinismus-Vertrag (Vertrag §5; AD-17h/A0-19):** Jede Staleness-/Recovery-Koordinationsentscheidung wird als datumsgruppierter `wiki/log.md`-Eintrag dokumentiert (Header = ISO-Datum `YYYY-MM-DD`, **neueste zuerst** — Vertrag-§5-Datumsgruppe, wie §5.9 Pkt. 4/§5.11 Pkt. 6): **(a) Registrierung/TTL** (Erzeugungs-Generation, Registry-Marker-Referenz, `<Baseline-Commit>` — deterministisch auflösbar, D-2), **(b) Lease-Übernahme** (verwaiste Lease, angestrebte Merge-Base, neuer holder_id), **(c) Stale-Markierung** (verwaiste Lease → Marker der aktuellen Generation, Blockade aufgehoben) und **(d) Recovery-Basis-Nutzung** (bei Rückgriff auf `raw/` bzw. Stash-Restore, Pfad-Referenz). **Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19):** Registrierungs-Aufbau, TTL-Ablauf-Kriterium (Generationen), Verwaist-Klassifikation und `log.md`-Texte folgen **deterministisch aus dem committeten Git-State** (gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → identische Staleness-/Recovery-Entscheidung); **kein Wanduhr-Timestamp steuert** einen dieser Vorgänge (A0-20-Konvention unverändert).
|
||
|
||
## 6. Validieren (mechanische Bestätigung)
|
||
|
||
1. Nach Abschluss aller Mutationen wird das gesamte Bundle gemäß `schema/validator.md` geprüft (§3 14 Punkte je Datei + §6-Fachprüfungen; Verdikt-Grammatik §5).
|
||
2. **Erfolgsbedingung:** Alle Dateien unter `wiki/` — Bundleroot, Area-`index.md`, `log.md`, sämtliche neuen Concepts — liefern `SUCCESS` (kein FAIL; `stale_after`-WARN wäre nur Berichtskanal). Dabei ist insbesondere Punkt 11 (Index-Regel) zu bestätigen: jedes neue Concept ist in der `index.md` **seines Bereichs** verlinkt (Root-Concepts in `wiki/index.md`, Area-Concepts in `wiki/<area>/index.md`, §5.7 Pkt. 5).
|
||
3. Bei jedem FAIL gilt der Run als gescheitert; es werden **keine** weiteren Mutationen durchgeführt, `raw/` bleibt unangetastet (AD-3), und die Fehlerursache wird textuell benannt (NFR-4). Der bereits geschriebene Teilzustand (neue Concept-Dateien, Index-Verlinkungen, `log.md`-Einträge) wird gemäß §5.3 zurückgerollt, sodass das Bundle seinen Zustand vor dem Run wieder einnimmt.
|
||
4. Der Producer hält das Verdikt-Ergebnis (je Datei SUCCESS/FAIL) als Ausführungs-Nachweis fest (z. B. in der Story-Spezifikations-Verification oder im Run-Bericht).
|
||
|
||
## 6.5 Determinismus- & Selbsttest-Norm (Nachprüf-Sektion)
|
||
|
||
Jede Erzeugungsentscheidung dieser Instruktion ist **textual-deterministisch begründbar** (AD-13): die erkannten Wissenseinheiten (§2), die Reconcile-Kollisionsprüfung (§3), die Frontmatter-Werte (§4) und die Ziel-Pfade (§5) folgen aus dem Input ohne probabilistische Verfahren. Es gibt keine Embedding-/Vector-Infrastruktur und kein reines LLM-Urteil als alleinige Entscheidungsbasis.
|
||
|
||
Vor Abschluss eines Runs prüft der Producer jedes erzeugte Concept gegen die folgenden **drei Selbsttest-Kriterien** (AD-17h-konform; der Validator in §6 bleibt die mechanische Prüfung, diese Kriterien sind seine Vorab-Projektion):
|
||
|
||
1. **Vollständige §3-Subset-Konformität:** Das Frontmatter enthält ausschließlich Keys aus {`type`, `sources`, `generated`, `verified`, `status`, `stale_after`} in kanonischer Reihenfolge (§4.1 des Validators); `type` ist gesetzt und non-empty; keine Duplikat-Keys (Punkt 13, auch innerhalb von `sources`/`generated`/`verified`-Einträgen); Keine unautorisierten Keys — weder auf Top-Level-Ebene noch innerhalb von `sources`/`generated`/`verified`-Einträgen (Vertrag §3.3/§3.4/§3.5, Punkt 6); `okf_version`/`type: bundle` kommen nicht vor (Punkt 9).
|
||
2. **`at`-Normalform:** `generated.at` (und ggf. `verified[].at`) ist ein **volles ISO-8601-Datetime** `YYYY-MM-DDTHH:MM:SS` mit `Z`/`±HHMM`/`±HH:MM` — keine reine Datumsangabe (Punkt 14; Validator §4.3).
|
||
3. **`sources`-Existenz:** Jeder `sources[].resource` verweist auf einen `/`-getrennten relativen Pfad unter `raw/`, der zum Validierungszeitpunkt als **Datei existiert** (EC-1); kein `..`, kein führendes `/`, kein Backslash, keine URL-Form, kein `wiki/`-Pfad (Punkt 3/4, §6.2).
|
||
|
||
Weicht ein erzeugtes Concept in mindestens einem Kriterium ab, wird es **nicht** als erfolgreiche Erzeugung behandelt; der Run korrigiert oder verwirft die Datei und dokumentiert die Abweichung textuell (NFR-4) — es fließt nichts Ungeprüftes in das Bundle.
|
||
|
||
## 6.6 Positiv-/Negativ-Beispiele (Referenztabellen)
|
||
|
||
Die folgende Tabelle macht jede Erzeugungsregel dieser Instruktion reproduzierbar nachprüfbar (AD-17h, Verifikations-Kultur aus Story 1.4 — Verifikations-Beleg). „✓" = ideal-konform (erwartet: Validator-SUCCESS), „✗" = verletzte Regel (erwartet: Validator-FAIL mit der genannten Fehlerursache).
|
||
|
||
| Regel (§) | ✓ Positiv-Beispiel | ✗ Negativ-Beispiel (Fehlerursache) |
|
||
|---|---|---|
|
||
| §4.1 `type` Pflicht (§3.1) | `type: concept` | `type:` (leer) → Punkt 1 |
|
||
| §4.1 Feldsubset (§3) | nur `type`, `sources`, `generated` | `foo: bar` → Punkt 6 |
|
||
| §4.2 `sources[].resource` → `raw/` (§3.3, AD-4b) | `resource: raw/prd/prd-wow20-2026-08-14.md` | `resource: wiki/foo.md` → Punkt 3 |
|
||
| §4.2 Path-Grammatik (§3.3, Punkt 4) | `/`-getrennt, relativ, unter `raw/` | `resource: ../outside.md` → Punkt 4 |
|
||
| §4.2 EC-1-Existenz (§3.3, §6.2) | `resource: raw/prd/prd-wow20-2026-08-14.md` (Datei existiert) | `resource: raw/fehlt.md` → EC-1 |
|
||
| §4.3 `generated.by` Pflicht (§3.4) | `generated: {by: wow-compiler/0.1.0, at: …}` | `generated: {at: …}` (ohne `by`) → Punkt 7 |
|
||
| §4.3 `generated.at` volles ISO-8601-Datetime (§3.4, Validator §4.3) | `at: 2026-08-16T09:23:33Z` | `at: 2026-08-16` (reines Datum) → Punkt 14 |
|
||
| §4.3 `verified` ungesetzt (A0-20) | (kein `verified`) | `verified: {by: human:x, at: …}` → Punkt 6 (unautorisiertes Feld, nur maschinelle Erzeugung A0-20), hier nicht erzeugt |
|
||
| §4.5 canonical Key-Reihenfolge (Validator §4.1) | `type` → `sources` → `generated` | — (kein Validator-FAIL: Reihenfolge ist Output-Normalform, kein §7-Punkt; der Compiler erzeugt sie deterministisch und die Normalform-Abweichung tritt damit nicht auf) |
|
||
| §4.5 keine Duplikat-Keys (Punkt 13) | jeder Key einmal | zweimal `type:` → Punkt 13 |
|
||
| §4.2 `sources`-Eintrag-Key-Subset (Vertrag §3.3) | nur `resource`, `id`, `title`, `author`, `usage_count`, `last_modified` | `resource …` + z. B. `role: x` → Punkt 6 (unautorisiertes Feld, Innen-Ebene) |
|
||
| §4.5 kein `okf_version`/`type: bundle` (Punkt 9) | (nicht vorhanden) | `okf_version: "0.2"` → Punkt 9 |
|
||
| §5.1/§5.7 Ziel-Pfad & Verlinkung (Punkt 11, §6; §5.7 Pkt. 1/5) | Root: `wiki/<slug>.md` + Link in `wiki/index.md`; Area: `wiki/<area>/<slug>.md` + Link in `wiki/<area>/index.md` (konform, §5.7) | Concept ohne Link in der `index.md` seines Bereichs → Punkt 11; Area ohne `index.md` → Punkt 11 („Area ohne index.md=<area>") |
|
||
| §5.4 `log.md`-Dokumentation (§5) | datumsgruppierter Eintrag mit Concept-Pfad + Quellen | fehlender Eintrag → kein Validator-FAIL, aber dokumentarische Pflicht verletzt |
|
||
| §5.6 Concept-Link-Form (FR-10, AD-7b, A0-9) | `[<text>](<concept-pfad>.md)` (file-relativ, `.md`-Endung; in Areas `../`-fähig, §5.7 Pkt. 4) | `[…](concept-pfad)` ohne `.md` → Form-Check (Pkt. 3, Formel 2) > 0, Run-FAIL (NFR-4) |
|
||
| §4.2 Alle-Pfad-Formen-Vermeidung (Punkt 4) | `/`-getrennt, relativ, unter `raw/` | `..`-Traversal, führendes `/`, Backslash (`raw\foo.md`), URL-Form (`https://…`) → Punkt 4 |
|
||
| §7 Selbstbegrenzung (kein Standalone, D-3) | rein textuelle Instruktion | Code-/Executable-Abschnitt → D-3-Verstoß |
|
||
|
||
Interpretations-Hinweis: Die „✗"-Zeilen zeigen die deterministische Fehlerursache, die der Validator (Story 1.4) für die jeweilige Abweichung ausgibt. Die „✓"-Zeilen sind die Vorgabe, unter der ein neu erzeugtes Concept den Run passieren kann — genau diese Form wurde im Demonstrationslauf (2026-08-16) gegen alle 3 erzeugten Concepts erfüllt.
|
||
|
||
## 7. Selbstbegrenzung (Scope der Instruktion)
|
||
|
||
Diese Instruktion ist auf die **Erzeugung neuer Concepts auf Root-Ebene und in Areas gemäß §5.7, das inkrementelle Update bestehender Concepts gemäß §3 + §5.9, die Synthese mehrerer `raw/`-Quellen zu einer gemeinsamen Wissensrepräsentation gemäß §5.10 sowie die Leasing-/Dirty-Tree-Koordination für konkurrierende Producer gemäß §5.11** begrenzt. Folgendes verbleibt in anderen Stories und wird hier **nicht** vorweggenommen:
|
||
|
||
- **Claim-granulare Provenienz** je belegter Aussage (Inline-`raw/`-Verweise, Kontext-Marker) — in **§5.5** dieser Instruktion verankert (Story 2.2; AD-4a, A0-3). Keine neue §7-Klasse, kein Standalone, keine Vertragsänderung.
|
||
- **Deterministische Area-Zuordnung & Concept-Hierarchie** (Anlage von `wiki/<area>/index.md` + `wiki/<area>/<concept>.md`) — in **§5.7** dieser Instruktion verankert (Story 2.4; AD-7c, A0-10, A0-8, AD-13). Keine neue §7-Klasse, kein Validator-Change.
|
||
- **Progressive Discovery über `index.md`** (Navigation, Area-Indizes) — in **§5.8** dieser Instruktion verankert (Story 2.5; AD-9, FR-11, AD-13, NFR-3). **Suche** bleibt konsumenten-/extern-seitig (Consumer-grep über `wiki/`, §5.8 Pkt. 4 — kein Bundle-/Instruktions-Thema mehr). Keine neue §7-Klasse, kein Schema-/Validator-Change.
|
||
- **Eine genau-eine-Linkform** (file-relativ mit `.md`-Endung, in Areas `../`-fähig) — in **§5.6** dieser Instruktion gepinnt (Story 2.3; AD-7b, A0-9, FR-10; Auflösungsmodell §5.7 Pkt. 4) — der Punkt-11-Check des Validators akzeptiert bis auf Weiteres beide Schreibweisen (strukturell unverändert, Story-2.2-Präzedenz).
|
||
- **Synthese über mehrere Sources** (mehrere `raw/`-Quellen → eine gemeinsame Wissensrepräsentation mit gemischter, claim-granularer Provenienz) — **in §5.10** dieser Instruktion verankert (Story 3.4; AD-4, FR-7). Die Verankerung des inkrementellen Datenflusses (Erweitern/Präzisieren/Korrigieren einzelner bestehender Concepts) bleibt **§3 + §5.9** überlassen und ist dort bereits verankert (Story 3.1). Beide sind damit aus diesem Vorbehalt entlassen.
|
||
- **Leasing / Dirty-Tree-Schutz** für konkurrierende Producer — **in §5.11 dieser Instruktion verankert** (Story 3.5; AD-17a..f, A0-12..A0-16; die Enum enthält AD-17d/A0-15 nur als **Norm-Rückverweis** — die §5.11-Auflösung selbst schließt Staleness aus und delegiert an Story 3.6, Pkt. 7-Seam-Kriterium): Lease-Akquise auf `lease/<area>/<id>`-Branches mit Lockfile und Merge-Base-Disziplin, Root-Scope-Lease inkl. `log.md`/`index.md`, Dirty-Tree-Schutz mit Stash/Scratch-Zone und `log.md`-Dokumentation, compiler-vermittelter Merge als AD-16-Pfad, kein textueller Auto-Merge, Commit-Boundary = Mutations-Boundary, Lease-Freigabe (Release, deterministisch); die bestehende Commit-Boundary = Mutations-Boundary-Regel (§0/§5.3, AD-17f) bleibt unverändert bestehender Schutz. **Lease-Staleness/Recovery** (TTL, Lease-Registrierung, verwaiste Leases, `raw/`-Recovery; AD-17d, A0-15) — **in §5.12 dieser Instruktion verankert (Story 3.6)**.
|
||
- **Relevanzbestimmung** (feinkörniger Relevanz-Findungsmechanismus der Kandidatenerhebung) — in **§3.2** dieser Instruktion verankert (Story 3.2; Term-Ziehverfahren + Kanonisierungs-Resolver `schema/canonical-terms.md`, drei Erhebungs-Stufen grep/ripgrep + `index.md`-Traversal + Link-Following mit besuchter Menge, `log.md`-Exklusion, Candidate-Liste als relative OKF-Pfade ohne `.md`, Determinismus-Vertrag AD-17h/A0-19). Keine neue §7-Klasse, kein Schema-/Validator-Change; die Em-Dash-`—`-Varianten-Lücke ist als Determinismus-Frage an Story 3.8 übergeben.
|
||
- **Standalone-Compiler / eigene LLM-Runtime / MCP** → verboten in v1 (D-3, D-4, AD-11).
|
||
- **OKF-Dialekt / Schema-Erweiterung** → niemals (AD-1a; Vertrag §7 „abschließende Liste").
|
||
|
||
## 8. Normreferenzen & Revisionslog
|
||
|
||
**Normreferenzen (read-only):**
|
||
|
||
- `schema/wiki-compiler.md` — autorisierter Vertrag (Story 1.3): §2 Bundleroot, §3.1–§3.7 Feldsubset & Formate, §5 `log.md`-Typ, §6 Index-Regel/Prädikate, §7 abschließende 14-Punkte-Liste, §8 Normreferenzen.
|
||
- `schema/validator.md` — Prüfgrundlage (Story 1.4, Revision 9): §3 14 Punkte, §4 Normalform (Reihenfolge §4.1, ISO-8601 §4.3), §5 Verdikt, §6 Fachprüfungen (EC-1 Existenz, EC-3 Kalender, EC-11 non-md; Punkt-11-Area-Lesart formalisiert).
|
||
- Architektur-Spine (raw/`architecture-spine`): AD-2/AD-3 (raw immutable), AD-4a (claim-granulare Provenienz, §5.5), AD-5 (inkrementelle Kompilation), AD-6 (Reason/Mutate-Trennung), AD-7a (Identität = OKF-Pfad ohne `.md`, §5.7), AD-7b (genau eine Linkform gepinnt, §5.6), AD-7c (deterministische Bereichszuordnung, §5.7), AD-7d (Renaming/Redirect-Pflicht — nicht in den ACs, Epic 3), AD-8 (Standard-Markdown-Links = Navigations-/Beziehungsschicht, §5.6), AD-9 (Progressive Discovery, §5.7/§5.8), AD-10 (agent-unabhängige Regeln), AD-11 (keine eigene Runtime), AD-13 (Retrieval gehört zu Consumers / Suche = Consumer-grep / keine Embedding-Bereichszuordnung, §5.7/§5.8; Relevanzbestimmung textuell-deterministisch, §3.2), AD-14 (Git liefert Historie, nicht Domain-State), AD-15 (Trust-Metadaten v1), AD-16 (Konflikte werden explizit bewahrt), AD-17a (nur veröffentlichte/committete Inhalte als Input), AD-17b (Root-Scope-Lease, §5.11), AD-17c (kein textueller Auto-Merge, compiler-vermittelter Merge, §5.11), AD-17d (Lease-Staleness, §5.12), AD-17e/f (Dirty-Tree-Schutz; Commit-Boundary = Mutations-Boundary, §5.11/§0/§5.3), AD-17g (Unentscheidbarkeit → menschliche Eskalation, §5.11), AD-17h (Determinismus), D-3 (kein Standalone).
|
||
- PRD (raw/prd): FR-2 (Sources vs. Curated), FR-5 (Concept-Erzeugung), FR-9 (OKF-Konformität), FR-10 (Concepts miteinander verlinken, §5.6), FR-11 (Progressive Discovery siehe PRD-§4.3-Zeile unten — Discovery-Pfad/gewurzelte Erreichbarkeit, §5.8), FR-16 (Consumer-Unabhängigkeit), NFR-3 (Agent Readability — Standard-Dateioperationen/grep über `wiki/`, §5.8 Pkt. 4), A-4 (nur lokale Sources).
|
||
- Epics (raw/epics): Story-2.1-Ziel und -Abgrenzung zu Story 2.2–2.5; A0-3 (Kontext-Marker-Wortlaut, §5.5), A0-8 (Concept-Identität/Normalisierung, §5.7), A0-9 (eine erlaubte Linkform, §5.6), A0-10 (deterministische Bereichszuordnung, §5.7), A0-13 (Lease-Root-Scope, §5.11); FR-6/FR-12/FR-14, A0-6/A0-7/A0-11/A0-18 (Belege der nachkonformierten Concept-Bodies); **A0-6 (inkrementeller Datenfluss Interpret → Reconcile → Synthesize → Update, §0/§3/§5.9), FR-6 (Aktualisierung statt neuer Dateien, §3/§5.9), FR-12 (unverändertes Wissen bleibt erhalten, §5.9)**, **A0-12 (Leasing-Modell — `lease/<area>/<id>`-Branches, Merge-Base-Disziplin, Lockfile semantisch identisch in jedem Adapter, §5.11), A0-13 (Root-Scope-Lease inkl. `log.md`/`index.md`/Root-Dateien, §5.11), A0-14 (kein textueller Auto-Merge; compiler-vermittelter Merge über AD-16, §5.11), A0-15 (Lease-Staleness, §5.12), A0-16 (Dirty-Tree-Schutz: Pre-Mutation-Prüfung, Stash/Scratch-Zone, `log.md`-Dokumentation, §5.11)**, **A0-18 (Deterministische Relevanzbestimmung — grep/ripgrep, `index.md`-Traversal, Link-Following, keine Embedding-/Vector-Infrastruktur; §3.2, AD-13, PRD OQ-3)**, **A0-19 (Determinismus-Vertrag: gleicher Git-State + gleiche Eingabemenge → gleicher Bundle-State / gleiche Candidate-Liste in gleicher Reihenfolge; §3.2/§5.11, AD-17h)**.
|
||
- PRD §4.3 (FR-11 — progressive Discovery, §5.7 Pkt. 5/§5.8) und §8.2/§8.3 (Canonical State; Separation of Concerns), **PRD OQ-3 („Compilation Scope" — wie findet der Compiler relevante vorhandene Concepts; textuell-deterministische Relevanzbestimmung, §3.2; AD-13/A0-18; Muster `raw/architecture-spine/…md` §8.3)**.
|
||
|
||
**Revisionslog:**
|
||
|
||
- **Revision 1 (2026-08-16):** Erstes abgeleitetes Artefakt — Concept-Erzeugung als deterministische Instruktion: Input-Grenzen (§1), Interpretieren (Wissenseinheiten, kein 1:1/keine Kopie, §2), Reconcile (Kollision-Hold, §3), Synthetisieren (Frontmatter-Normalform, §4), Mutieren (Root-Ebene + Index-Regel + log.md, §5), Validieren (Validator-SUCCESS als Erfolgsbedingung, §6), Selbstbegrenzung (§7).
|
||
- **Revision 1.1 (2026-08-16):** Nach dem Demonstrationslauf ergänzt — §6.5 Determinismus- & Selbsttest-Norm (drei Nachprüf-Kriterien: §3-Subset-Konformität, `at`-Normalform, `sources`-Existenz; AD-17h-konform) und §6.6 Positiv-/Negativ-Beispiele (Referenztabellen je Erzeugungsregel mit deterministischer Fehlerursache). Revisionslog (§8) nachgeführt; §6-Nummerierung angepasst.
|
||
- **Revision 1.2 (2026-08-16, Step-04-Review):** Nachschärfungen aus dem Story-2.1-Review — Input-Regel korrekt auf AD-17a statt AD-17.2 referenziert (§1); `sources`-Eintrag-Key-Subset (Innen-Ebene, Vertrag §3.3) in §4.2 und als §6.5-Kriterium-1 / §6.6-Tabellenzeile ergänzt; `status`-Absenz-Formulierung an die Vertrags-Definition (Absenz = `stable`, §3.6) angebunden (§4.4); Klarstellung Bereichs-Ziele bis Story 2.4 (§5.1/§6.6); §6.6-Fehlerursache der `verified`-Zeile auf Punkt 6 korrigiert; §6.6-Referenzlabel von §4.5 auf §4.4 korrigiert; §6.6 um vollständige Punkt-4-Pfad-Verbote ergänzt; AD-17f als Commit-Boundary in §0/§5.3/§6.6 sichtbar gemacht.
|
||
- **Revision 1.3 (2026-08-16, bmad-code-review Story 2.1):** Nachschärfungen aus dem Review-Patch-Block — §1-Überschrift ins Deutsche („Input (was der Compiler konsumiert)"); Prüfgrundlagen-Referenz auf `validator.md` Revision 7 angeglichen (§0-Header, §8); §6.6 canonical-Key-Reihenfolge-Zeile von der ✗-Liste auf reine ✓-Vorgabe korrigiert (kein Validator-FAIL, Normalform ohne §7-Punkt) und das irreführende „§6.4"-Label auf §4.2 berichtigt; §1.2 vs. §1.4-Evidenz-Widerspruch aufgelöst (§1.2 präzisiert auf verarbeitbare Evidenz, §1.4 Artefakt-Ausnahme als dokumentarische Konvention der Source-Bereitstellung nach `raw/README.md` gekennzeichnet).
|
||
- **Revision 1.4 (2026-08-17, bmad-code-review Re-Run Story 2.1, Stand nach Validator-Rev-8):** Nachschärfungen aus dem unabhängigen Re-Review — Prüfgrundlagen-Referenz auf `validator.md` Revision 8 angehoben (§0-Header, §8); §6.6-Referenzlabels berichtigt (canonical Key-Reihenfolge, Duplikat-Keys, `okf_version`/`type: bundle` → §4.5, `sources`-Eintrag-Key-Subset → §4.2; berichtigt die Rev-1.2-Korrektur, die das Label fälschlich von §4.5 auf §4.4 bewegt hatte); §1.4 „Aufträge" → „Formate", §5.2 „grossen" → „großen"; §3.2 Kollision-Hold um Run-Fortsetzung mit den übrigen Einheiten und Gesamt-Run-Status („teilweise erfolgreich") ergänzt; §5.3/§6.3 um explizite Rollback-Sequenz für den Teilzustand (Concept-Datei + Index-Verlinkung + `log.md`-Eintrag) bei Validierungs-FAIL ergänzt.
|
||
- **Revision 1.5 (2026-08-17, Story 2.2):** Sektion „Claim-granulare Provenienz" als §5.5 eingefügt (nach §5, vor §6) — Inline-`raw/`-Verweis je belegter Aussage (+ `id`-Attribution, Vertrag §3.3), Kontext-Marker je Übernahme („übernommen aus … auf Basis von …, nicht eigenständig belegt"), eindeutiges `id`-Scoping je Concept, Selbsttest-Kriterien (belegte Aussage → Verweis; Übernahme → Marker; kein unautorisierter Key; UNBELEGTE_AUSSAGE als Marker statt erfundener Beleg) — AD-4a/4b/4c, AD-13, AD-17h. §7-Selbstbegrenzung entsprechend umformuliert (Claim-granulare Provenienz jetzt in §5.5 verankert, nicht mehr deklariert als „verbleibt in Story 2.2"). Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 1.6 (2026-08-17, Story-2.2-Re-Review, Patch-Runde):** §5.5-Klarstellungen aus dem Review — (1) „kein Frontmatter-Change"-Widerspruch aufgelöst: Konvention fügt kein neues Feld über §3.3 hinaus hinzu, während das Hinzufügen/Erweitern von `sources`-Einträgen (`resource`/`id`, Relokation/Zielwechsel) ausdrücklich Teil der Konvention ist; (2) Inline-Verweis-Form präzisiert: Fragment = im Rohdokument existierende Stellen-Kennung (Bezeichner-`id` oder Sektionstitel), Concept-eigene `sources`-`id` (`s1`, …) ist NICHT als Fragment zu verwenden; voller `raw/`-Pfad je Beleg, keine Pfad-Elision; die Selbsttest-Formel auf `grep -nE '(raw/|]\(raw/'` erweitert; (3) Kontext-Marker um Direktübernahme-Fall „übernommen aus `<source>` (rohe Quelle)" ergänzt, Selbstreferenz-Muster verboten; (4) Forward-Referenz-Wortlaut an den exakten Token „nicht eigenständig belegt" gebunden; (5) Worked Example (belegte Aussage + Diagramm-Direktübernahme + Diagramm-Quell-Deklaration, BH-13) ergänzt. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 1.7 (2026-08-17, bmad-code-review Story 2.2, Patch-Runde 2):** (1) Selbsttest-Grep-Formel behoben — `grep -nE '(raw/|]\(raw/'` war eine ungültige ERE (ungeschlossenes Klammerpaar, `exit 2`); jetzt `grep -nE '\(raw/'` (das Teilmuster `(raw/` erfasst Plain-Form und Markdown-Linkform gleichermaßen), Pkt.1 und Pkt.4, re-executierbar (AD-17h); (2) Komma-Form `(raw/<datei.md>, <stellen-kennung>)` als zulässige zweite Inline-Form in Pkt.1 formal festgelegt (für Stellen-Kennungen ohne Bezeichner-`id` im Rohdokument, z. B. Sektionstitel `§ 1 Vision`), analog zum Link-Form-Präzedenzfall bis Story 2.3 — Worked Example um Komma-Form-Beispiel ergänzt (D1-Entscheidung, Option 1); (3) Multi-Beleg-Serialisierung in Pkt.1 festgelegt (Semikolon + voller Pfad je Beleg; Komma-Gruppierung mehrerer `#`-Kennungen unter einem Pfad zulässig; bei gemischten Formen voller Pfad je Beleg; keine Pfad-Elision über Beleg-Grenzen); (4) Relokations-Sub-Bullets als **1a/1b** nummeriert (Label „Pkt. 1b" in §5.5-Intro, Pkt.5 und `deferred-work.md` existiert damit); (5) Marker-Muster-Zahl korrigiert: „drei" (zwei Grundmuster + Forward-Referenz-Variante), Pkt.2 und Pkt.4; Forward-Referenz-Beispiel-Zitat auf eindeutigen Sektionstitel `Story 3.1: Inkrementellen Datenfluss implementieren` disambiguiert (raw/epics trägt zwei „Epic 3"-Headings); (6) §8-Normreferenzen um AD-4a, AD-9, AD-13, AD-14, AD-16 (Spine), FR-16 (PRD), A0-3, FR-6/12/14, A0-6/7/11/18 (Epics) ergänzt. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 1.8 (2026-08-17, Story 2.3):** Neue Sektion „Concept-Links" als **§5.6** eingefügt (nach §5.5, vor §6): genau-eine-Form-**Pin** bundle-relativ mit `.md`-Endung (AD-7b, A0-9, FR-10; Rationale Null-Migration der 3 Concept-Links, explizite Datei-Ziele, Standard-Markdown-Tools/AD-8), Geltungsbereich (Concept-Bodies + `wiki/index.md`) mit expliziten Ausnahmen (`raw/`-Provenienz-Verweise §5.5, `../schema/`-Links, `http`-Links, Gleichseit-Anker `#…`), **vier** re-executierbare Selbsttest-Formeln (Bestands-, Form-, Dangling-Check + Kontakt-mit-`raw/`-Unverändert-Check mit deterministischer Baseline-Extraktion aus dem `baseline_commit` via `git show`, AD-17h; rekursiv lauffest für künftige Areas, Story 2.4/2.5), NFR-4-Regel (jede Form-Verletzung → Run-FAIL mit textuell benannter Ursache) und Worked Example. Die „bis Story 2.3"-Klauseln in §5.3 Pkt. 3 und §5.5 Pkt. 1 referenzieren jetzt §5.6; §7-Selbstbegrenzung-Bullet entsprechend umformuliert. Demonstrative Umsetzung: zwei inhaltsbegründete Cross-Links in `wiki/wissensarchitektur-trennung-states.md` (→ `llm-wiki-prinzip.md`, → `knowledge-kompilation-inkrementell.md`; keine erzwungene Gegenseitigkeit, AD-8). Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/` (der Punkt-11-Check akzeptiert bis auf Weiteres beide Schreibweisen — Einschränkung wäre eigene Autorisierung); keine neue §7-Invaliditätsklasse; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 1.9 (2026-08-17, Story 2.3, Step-04-Review Loop 1, Patch-Runde):** §5.6-Formeln geschärft — (1) leere-Ziele-Erfassung (`[^)]*` statt `[^)]+` in Formel 1/2/3), (2) `log.md`-Exklusion in allen vier Formeln (`--exclude=log.md`) + Scan-Scope-Klarstellung in Pkt. 2 (Formeln scannen den `wiki/`-Baum mit Ausnahme von `log.md` — sie zitiert die Formel-Texte selbst), (3) externe-Ziel-Exklusion über `:` statt `http`-Präfix (Formel 2 `grep -vE ':'`; Formel 3 `case *:*`) — `http://`/`https://`/`mailto:`/protocol-less Hostnamen exkludiert, legale `http…`-Dateinamen nicht mehr fälschlich exkludiert, (4) Exit-Code-Bindung `|| true` am Ende des Form-Checks (grep `-c` liefert Exit `1` bei Ausgabe `0` — der gewünschten SUCCESS-Konfiguration), (5) Fragment-Strip im Dangling-Check vor dem Existenztest (`p=${t%%#*}` — `concepts.md#s1` bei existierender Datei liefert keinen falschen `DANGLING`; die Form-Frage bleibt beim Form-Check) und leere Ziele melden `DANGLING: (leeres Ziel)` statt still exkludiert; (6) raw/-Check (Formel 4) auf dynamische Baseline-Extraktion umgestellt (`git ls-tree -r --name-only <baseline_commit> -- wiki/` + `git show` je Datei, `wiki/log.md` gefiltert; einschließende Einzelanführungszeichen, damit `$f` erst in der inneren Shell expandiert) mit erwarteter Zählung **30** (`log.md`-exkludiert) und Voraussetzung „unveränderte `wiki/`-Dateimenge" (bei Datei-Zuwachs in späteren Runs Baseline-Extraktion neu durchführen). Pkt. 4 (NFR-4-Regel) um leere Ziele erweitert; Pkt. 5 (Worked Example) um Negativ-Beispiel (`[Test](ohne-endung)` → Form-Check `1` + `DANGLING: ohne-endung`) und Verweis-Korrektur („Pkt. 3.1" → „Pkt. 3, Formel (1)") ergänzt; §6.6 um §5.6-Referenzzeile (✓ gepinnte Form / ✗ fehlende `.md` → Form-Check > 0, Run-FAIL). Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; kein Standalone (D-3); keine neue §7-Klasse; keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 2.0 (2026-08-17, Story 2.3, bmad-code-review, Review-Runde):** §5.6-Pin-Schärfung aus dem Code-Review (Blind-Hunter + Edge-Case-Hunter): (1) **Formel 2 (Form-Check)** um die Exklusions-Stufe `grep -vE '^\.'` erweitert — Ziele mit `./`-Präfix (und damit nicht-root-relative Pfade) werden definiert aus dem Pin ausgenommen, statt still als „interne `.md`-Form" durchzugehen; die erläuternde Exklusions-Aufzählung in Pkt. 2 entsprechend ergänzt (`./`-Präfix-Ziele: nicht root-relativ/keine Bundle-Pfad-Form); (2) **Formel 3 (Dangling-Check)** `case`-Muster um `./*` und `/*` erweitert — `./`-Präfix-Ziele und absolute Wurzel-Pfade werden konsistent exkludiert (Analog zu `../*`), statt `DANGLING: ./foo.md`-Fehlbenennung zu erzeugen. Beide Formeln bleiben deterministisch re-executierbar (AD-17h) und werden in der Spec-Verification byte-identisch gespiegelt (verifiziert: 5/5 Formel-Strings identisch compiler↔spec). Positiv-Kontrolle nach Patch: Form-Check `0` (Exit `0`), Dangling-Check leere Ausgabe, Bestands-Check `8` Links, `raw/`-Baseline `30 ≡ 30`. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; kein Standalone (D-3); keine neue §7-Klasse; keine Vertragsänderung. (Die zugehörigen Defer-Findings — Image-Scope, Multi-Line-, Reference-Style- und Leading-Space-Ziele, künftiges Area-`log.md` — sind in `deferred-work.md` dokumentiert, Story-2.4-Kandidat.)
|
||
- **Revision 2.1 (2026-08-18, Story 2.4):** Neue Sektion **§5.7 „Deterministische Bereichszuordnung & Concept-Hierarchie"** eingefügt (nach §5.6, vor §6): (1) Routing-Regel textual-deterministisch (`index.md`-Erst-`Link` → Bereich, sonst Root; neue Areas nur konsolidiert; nie Embedding/Vector — AD-7c/A0-10/AD-13), (2) kanonische ID-Normalisierung mit Beispieltabelle `wiki/<area>/index.md` → `<area>` (AD-7a/A0-8), (3) Kollisions-Hold → Verweis auf den fixierten §3.2 (kein neues Prädikat, kein MOVE, A0-10), (4) **file-relatives Link-Auflösungsmodell** (`../`-fähig, eine Form, §5.6-Pin unverändert) inkl. Out-of-Bundle-`..`-Containment, (5) Area-`index.md`-Regel (frontmatterlos, Punkt 10; Area ohne `index.md` → wörtliche Punkt-11-Meldung `FAIL … Punkt 11: Index-Regel verletzt (Area ohne index.md=…)` — **kein** inventiertes `AREA_WITHOUT_INDEX`-Label; §5.7 Pkt. 5), (6) Worked Example Area-Concept. Nachgeführt: §5.1 Pkt. 1 (Ziel-Pfad → §5.7-Verweis, „Area-Zuordnung ist Story 2.4"-Backlog-Klausel aufgelöst), §5.3 Pkt. 3 (Index-Regel area-bewusst: Concept → `index.md` seines Bereichs), §5.6 Pkt. 1/2/3/4/5 (file-relatives Auflösungsmodell; `../`-Exklusion aufgelöst → in-Bundle-Auflösung; **Formel 2** Exklusions-Erläuterung um `../`-Zähl-Freistellung ergänzt; **Formel 3** um Quell-Datei-Spur (`grep -roE` + `datei|ziel`-sed) und **in-Bundle-`..`-Auflösung mit Containment** inkl. `../schema/*`-Exklusion erweitert — Out-of-Bundle-`..`-Escape (`../../README.md`, `../../schema/compiler.md`) wird als `DANGLING` gesperrt, Loop-1-Review-A1-Fix; **Formel 4** neu auf den `baseline_commit` dieser Spezifikation `66451b6…` basiert — nicht den Story-2.3-`7e1f449…`, Loop-1-Review-A2-Fix — mit Basename-Filter `grep -v "log.md$"`), §6.6 (Referenzzeile §5.1/§5.7), §6 Pkt. 2 (Erfolgsbedingung Punkt 11 area-bewusst), §7-Selbstbegrenzung-Bullet → „in §5.7 verankert", §8-Normreferenzen um AD-7c/AD-7d/A0-8/A0-10/A0-13/PRD-§8.2/§8.3 ergänzt. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/`; keine neue §7-Klasse; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 2.2 (2026-08-18, Story 2.4, bmad-code-review Loop 2, 4 Layer; Nutzer-Entscheidungen 1/1/1):** (1) **Formel 3 (Dangling-Check) quellenbasierte `../schema/*`-Exklusion (Decision 2):** `case "$t" in …|../schema/*)` um Quell-Bedingung geschärft — die Exklusion greift nur, wenn die Quell-Datei auf Bundleroot-Ebene liegt (`dirname <quelle>` = `wiki`); aus Area-Quellen läuft einstufiges `../schema/…` durch die bestehende Auflösung + `wiki/*`-Containment + `-f`-Existenztest (nicht existent → `DANGLING: …`, kein stiller Vorbeilass, NFR-4); Negativ-Beispiel 2 um die In-Bundle-Variante `[x](../schema/compiler.md)` aus `wiki/wissensarchitektur/source-material.md` → `DANGLING: ../schema/compiler.md` ergänzt (Sandbox-Nachweis); (2) **Formel 4 (Kontakt-mit-`raw/`) Re-Baseline auf den Run-Kopf (Decision 1):** Extraktions-Commit von `66451b6…` auf `862cf410c624072833cd959da9a2fb26235716f6` (Kopf dieses Zuwachs-Runs, Extraktion = 38) umgestellt — der gepinnte Selbsttest lief auf dem Zuwachs-Baum deterministisch `38 ≠ 30` = Run-FAIL (bekannt-böser Zustand aus Loop-1-A2, nur halb geheilt); Erwartungstext jetzt „Ist ≡ Extraktion aus dem Baseline-Commit des letzten Zuwachs-Runs" (aktuell: Run-Kopf `862cf41`, **38 ≡ 38**); `66451b6`/`30` bleibt als Referenz des Vor-Zuwachs-Zustands dokumentiert; Wieder-Baseline-Klausel für künftige Zuwachs-Runs; (3) **§5.7 Pkt. 1(a) textuelles Treffer-Prädikat + deterministisches Tie-Break (Decision 3):** „inhaltlich deckungsgleichen Eintrag" (Urteil, AD-13-Verstoß) ersetzt — Treffer = Identität des `index.md`-Link-Ziels ≡ kanonischer Name des neuen Themas (Pkt. 2); Mehrfachtreffer → Bundleroot-Links vor Area-Links (Bundleroot-Treffer = Root-Concept-Verweis → Default Root-Ebene gemäß (b)), dann lexicografisch kleinste Area-Pfad-Zeichenfolge; (4) file-relative Pin-Wortwahl nachgeführt — §5.3 Pkt. 3 (Oxymoron „file-relativ bundle-relativ" aufgelöst: „file-relativ, mit `.md`-Endung; §5.7 Pkt. 4"), §6.6-Zelle (bzw. das doppelte Leerzeichen) und §7-Bullet; (5) §7-Scope-Einleitung „auf die Erzeugung neuer Concepts auf Root-Ebene begrenzt" → „Root-Ebene und in Areas gemäß §5.7"; (6) Typos („akte-Baseline" → „aktuelle Baseline", „Kopf dieser Spezifikation" → „Baseline-Commit des letzten Zuwachs-Runs"). Positiv-Kontrolle nach Patch (re-executiert): Formel 2 (Form-Check) `0` (Exit `0`), Formel 3 (Dangling-Check) leere Ausgabe, Formel 4 **38 ≡ 38**. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/` (AD-3); keine neue §7-Klasse; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 2.3 (2026-08-18, Story 2.5):** Neue Sektion **§5.8 „Progressive Discovery über `index.md` (Story 2.5)"** eingefügt (nach §5.7, vor §6): (1) **Discovery-Pfad** (Bundleroot `wiki/index.md` → Area-`index.md` frontmatterlos → Area-Concepts in gepinnter §5.6-Form; Root-Concepts direkt aus der Bundleroot — AD-9/FR-11, gewurzelte Erreichbarkeit Root → Area → Concept), (2) **gewurzelte Erreichbarkeit als deterministisches Discovery-Kriterium + re-executierbarer Selbsttest** (`UNREACHABLE AREA: <area>` für unverlinkte Area; `NESTED AREA: <area>` für Zwei-Ebenen-Kandidaten inkl. der Area-ohne-`index.md`-Lücke `wiki/a/b/concept.md`; gekoppelte Meldungen an den Run-Nachweis gemäß §5.6-Pkt.-4-analoger NFR-4-Regel; Instruktions-Selbsttest, **keine** neue §7-Klasse — schließt die Validator-Navigation-Lücke, ohne Validator-Change, AD-3), (3) **konsolidierte Zwei-Ebenen-Kartografie** (respondiert Defer **F-07**, schließt es): Root + eine Area-Ebene; `wiki/a/b/` ist keine zugelassene Anlageform — der Kandidat wird durch den **§5.8-Instruktions-Hold (Zwei-Ebenen, Tiefe ≥ 3)** angehalten (keine Datei, kein Index-Link, Meldung `NESTED AREA: <area>`, Run „teilweise erfolgreich"); §3.2 bleibt der Dateikollision bestehender Concepts vorbehalten (Loopback-1-Renegotiation, Option A); (4) **Suche = Consumer-grep** (`grep -n <term> wiki/` / ripgrep, AD-13 — keine Such-Datenbank, kein Embedding, kein Index-Datei-Format), (5) **Discovery-Demo (optional, kein MOVE)** — Hinweis auf Formel-4-Re-Baseline-Pflicht bei Durchführung. Nachgeführt: **§7** (Story-2.5-Vorbehalt auf „Suche"-Rest gekürzt — Navigation/Area-Indizes jetzt in §5.8 verankert, Suche = Consumer-Thema; die Vorbehalt-Zeile lag in der Baseline `main` bei Z. 253, nach dem §5.8-Einschub bei Z. 285), **§8-Normreferenzen** (AD-9/AD-13 → §5.8, FR-11 → §5.8/§5.7 Pkt. 5, NFR-3 neu, PRD-§4.3-Zeile nachgeführt) + **Revisionslog 2.3**. Keine Änderung an `wiki-compiler.md`/`validator.md`/`raw/` (AD-3); keine neue §7-Klasse; kein Standalone (D-3); keine Vertragsänderung.
|
||
- **Revision 2.4 (2026-08-18, Story 3.1):** Neue Sektion **§5.9 „Inkrementelles Update bestehender Concepts (Story 3.1)"** eingefügt (nach §5.8, vor §6) — Update-Stimulus (Reconcile-Kandidatenliste), Mutationsmechanik (Erweitern/Präzisieren/Korrigieren; `sources` nur um echte neue Belege; `generated.at` = aktueller Run-Zeitstempel; `verified` unangetastet), Index-/Link-Form unverändert (§5.6-Pin), `log.md`-Eintragspflicht („Story 3.1-Update"-Markierung; Disagreement-Fälle bleiben dokumentiert, keine Korrektur-Klassifikation hier — Epic-4-Interface), **Erhaltungs-Invariante + deterministischer Diff-Selbsttest** (`git diff --stat -- wiki/` ⊆ betroffene Concepts ∪ `log.md` ∪ Index; Ghost-Diff = textuell benannter Instruktions-Verstoß, FT-6/FR-12), Run-Vorphase-Bausteine (Defer **R-1** Change-Detection via `git diff` auf `raw/` + SHA-256-Record aus `source.md`; Defer **P2** Pre-Run-Reconcile-Check-Block — Zielpfade, EC-1-Existenz, Kandidatenliste, V-1), Worked Example. **§3 Reconcile:** Pkt. 2 Kollision-Hold (bisheriger Epic-3-Abbruch bei bereits existierendem Concept) **ersetzt** durch **Update-Routing** (bestehende Wissenseinheit → Update-Kandidat im bestehenden Pfad; kein Duplikat, kein stummer Überschreib; AD-16-Default-Erhaltung) + **textuell-deterministische Kandidatenliste** (Konzept-/Term-Überschneidung via `grep`/`ripgrep`, `index.md`-Traversal, Link-Following — AD-13; feinkörniger Mechanismus Story 3.2). **§0-Aufruf:** sechs Phasen für Neu-Anlage- und Update-Variante präzisiert; Reconcile/Mutieren betreffen auch bestehende Concepts. **§5.7 Pkt. 3 / §5.8 Pkt. 2/3:** Top-Level-Referenz von „§3.2-Kollisions-Hold" auf das Update-Routing (§3 Pkt. 2, §5.9) nachgeführt (die bisherige Epic-3-Abbruch-Formulierung ist vollständig entfernt). **§7:** Update-Thema aus dem Epic-3-Vorbehalt **entlassen** (verbleibende 3.x-Themen benannt: Synthese → Story 3.4, Leasing/Dirty-Tree → Story 3.5/3.6, Relevanz-Verfeinerung → Story 3.2); Scope-Einleitung um die Update-Variante geöffnet. **§8:** Normreferenzen um A0-6/FR-6/FR-12 ergänzt. **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert.
|
||
- **Revision 2.4.1 (2026-08-18, Story 3.1, Step-04-Review-Patch-Runde; D-3-Instruktions-Patch, kein neuer Inhalt):** §5.9-Konsolidierung aus den drei Review-Layern — (1) Prüfgrundlage auf `validator.md` **Revision 9** angehoben (§0-Header, §8-Link), §8-Verlusttext um die Punkt-11-Area-Lesart (Rev-9) ergänzt; (2) §5.9 Pkt. 5 Diff-Selbsttest operationalisiert (Probe `git diff --name-only -- wiki/` statt `--stat`; Ergebnismenge ⊆ **Kandidatenliste** (explizit §3 Pkt. 2) ∪ `log.md` ∪ nachgeführte `index.md`; Rücksetzhilfe „ob der Ghost auf einem Kandidatenpfad liegt"); Klarstellung, dass `schema/compiler.md`/`deferred-work.md` **außerhalb** `wiki/` liegen und daher nicht Teil der Diff-Probe sind — der Story-3.1-Nachweis ist `wiki/log.md` (Differenz zu den 4 volle `git status --porcelain`-Einträgen); Diff-Erwartung für das reine Body-Update in Pkt. 7 auf `git diff --name-only` umgestellt, Ergebnismenge `wiki/log.md` + `wissensarchitektur/source-material.md` (keine `index.md`); (3) §5.9 Pkt. 3-Widerspruch aufgelöst (Index-Regel unverändert, `log.md`-Eintragspflicht bleibt ausgeschlossen — Präzisierung „kein `log.md`-Zusatz" war falsch, korrekt „kein Index-Zusatz"); (4) §5.9 Pkt. 2 um **Mehrfach-Treffer-Konsolidierung** ergänzt (mehrere Einheiten → 1 Update/`log.md`-Eintrag/`at`; Verarbeitungsreihenfolge = Auftreten in der Zuwachs-Sicht); (5) §5.9 Pkt. 1/6-Anker §1.1/§1.4 → **§1 Pkt. 1/Pkt. 4** (die tatsächlichen Label; §5.8-Pkt-2-Formel-Zeile bleibt historisch); (6) Ghost-Diff **Konsequenz** + Commit-Boundary-Umsetzung definiert (Rück-Rollen vor Run-Gültigkeit, `log.md`-Kopplung als Abbruch-Vorlauf „korrigierter Teil-Run"); (7) Defer-**R-1**-Baseline festgelegt (HEAD der vorherigen Mutations-Boundary); (8) §5.9 Pkt. 7-Worked Example auf den **realen Ist-Baum** gehoben (`raw/epics/epics-2026-08-14.md#FR-12`, `rg -l 'FR-12'`; das fiktive `epics-2026-08-18.md`/`payload` entfernt); (9) §5.8-Pkt-3-Revision-Feinschliff — die Rev-9-Lücke ist geschlossen; die Markierung ist Pkt. 3. **Abschlussklausel der Patch-Runde:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert.
|
||
- **Revision 2.6 (2026-08-19, Story 3.2, Step-04-Review Loop 2, Patch-Runde; D-3-Instruktions-Patch, kein neuer Inhalt):** (1) **§4-Überschrift wiederhergestellt** — die §3.2-Einfügung (Rev 2.5) hatte die Überschrift **`## 4. Synthetisieren (Provenienz & Trust)`** verdrängt (der §3.2-Sektionskopf ersetzte die §4-Überschrift; der gesamte Frontmatter-Body hing kopflos unter §3.2; alle §4-Referenzen wären dangling geblieben). Der §4-Kopf ist zwischen §3.2-Body und dem Frontmatter-Body wieder eingefügt; die §4-Referenzen zeigen wieder auf eine existierende Sektion; der §3.2-Body blieb unverändert erhalten. (2) **rg-Flag-Defekt behoben (`--exclude` ist kein rg-Flag):** die Stufe-a-Form in §3-Pkt.-2, §3.2-Pkt.-2a, §5.9-Worked Example (Pkt. 7) und §7 nutzten `rg -l "<term>" --exclude=log.md wiki/` — nicht-existent (ripgrep 14.1.1: `rg --exclude` → `unrecognized flag`; GNU grep unterstützt `--exclude`, ripgrep nutzt `-g "!log.md"` / `--glob "!log.md"`). Die Instruktion nutzt jetzt tool-korrekte Formen: rg `rg -l "<term>" -g "!log.md" wiki/` (native Glob-Exklusion) bzw. GNU grep `grep -rl "<term>" --exclude=log.md wiki/`; die §5.6-Formeln (bereits GNU-grep) und §5.9-Pkt.-7-Erhebung adoptieren die Exklusion. Verified: `rg -l "A0-18" -g "!log.md" wiki/` → nur `wiki/knowledge-kompilation-inkrementell.md`; **ohne** Exklusion trifft `rg -l "A0-18" wiki/` zusätzlich `wiki/log.md` (Selbstkontamination — der ausgeschlossene Fall, §3.2-Pkt.-2a). (3) **§5.9-Worked Example (Pkt. 7) auf die Exklusions-Form gehoben** (`rg -l "FR-12" -g "!log.md" wiki/`), Kommentar `wiki/log.md` exkludiert gemäß §3.2-Pkt.-2a. (4) **Mini-Sandbox re-executierbar verankert** (`_bmad-output/implementation-artifacts/sandbox-3-2/run-sandbox.sh`, Muster Story-3.1-Sandbox S1–S6): Tests T1–T4 (Membership-Pin — Term auf Concept-Bodies UND `log.md` verteilt, Candidate-Liste nur Concept-Pfade; Zwei-Run-Identität AD-17h; NO_MATCH → leere Candidate-Liste → UNTOUCHED_CONCEPT; Mehrfach-Treffer → Vereinigung + lexikografische Ordnung). (5) **`deferred-work.md`-Em-Dash-Eintrag** append-only ergänzt (Home: Story 3.8) — die §3.2-Pkt.-1b-Kollaps-Klasse deckt En-Dash/Bindestrich/Unterstrich/Leerzeichen, aber **nicht** den Em-Dash `—`; dieser Handoff wird nicht stillschweigend gelöst, sondern als offene Determinismus-Frage dokumentiert. (6) **§3-Pkt.-2/§3.2-Präambel/§7-Nennungen** der Exklusion auf die tool-korrekte Form angehoben. **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert. (Rev-2.5-Log-Eintrag bleibt unverändert — dokumentiert den Zustand bei Veröffentlichung der Revision 2.5, inkl. der damaligen `--exclude`-Form; historische Korrektheit des Logs.)
|
||
- **Revision 2.5 (2026-08-19, Story 3.2):** Neue Sektion **§3.2 „Relevanzbestimmung (Story 3.2)"** eingefügt (nach §3, vor §4) — die **verbindliche Ausformulierung der §3-Pkt.-2-Kandidatenerhebung** („Erhebung nach §3.2"): (1) **Term-Ziehverfahren** deterministisch (bedeutungstragende Token-Folgen nach §2-Interpretation; Normalisierung lowercasing + `[-–_ ]`→`-`-Kollaps; **kanonischer Schreibweisen-Resolver `schema/canonical-terms.md`** — committete, append-only Registry (canon. Form + erlaubte Varianten), damit Bestandteil des Git-States und deterministisch pinbar; genau eine canon. Form je Semantik A0-18; kein stiller Ausschluss nicht auflösbarer Varianten — Verwendung wie notiert; mehrere Terme je Einheit → Vereinigung), (2) **dreistufige term-übergreifende Erhebung über `wiki/`** — (a) `rg -l '<term>' --exclude=log.md wiki/` (grep-Äquivalent `grep -rl … --exclude=log.md`; `log.md` **strukturell** exkludiert, Candidate-Liste auf Concept-Pfade definiert), (b) `index.md`-Traversal (gewurzelte Erreichbarkeit Root → Area → Concept, §5.8; TRAVERSAL_REACH_ONLY; fehlende Bundleroot → Run-FAIL V-1), (c) Link-Following mit **besuchter Menge** (file-relativ auflösen, §5.7 Pkt. 4; Zyklen enden, LINK_FOLLOWING_ZYKLUS); (3) **Candidate-Liste + Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19):** relative OKF-Pfade ohne `.md` (Strip `wiki/`-Präfix + `.md`-Suffix), **Zuwachs-Sicht-Ordnung** mit Reihenfolge auch für Stufe-b/c (nach Stufe-a; lexikografisch als deterministischer Tie-Break), keine Duplikate (besuchte Menge), NO_MATCH → leere Candidate-Liste → UNTOUCHED_CONCEPT (Story-3.1-Pfad); Determinismus-Selbsttest (Membership + Zwei-Run-Identität) in Spec-Verification und `wiki/log.md` belegt. **§3 Pkt. 2:** Story-3.2-Vorbehalt **aufgelöst** — Pkt. 2 bleibt Kern-Anker, die Erhebung zeigt auf die neue Sektion („Erhebung nach §3.2"), `rg -l '<term>' --exclude=log.md wiki/` als Stufe-a-Form genannt. **§7:** Story-3.2-Vorbehalt **aufgelöst** (Relevanzbestimmung in §3.2 verankert; verbleibende 3.x-Themen: Synthese → Story 3.4, Leasing/Dirty-Tree → Story 3.5/3.6). **§8:** Normreferenzen um **AD-13** (bereits gelistet, §3.2-angeankert), **A0-18** (Deterministische Relevanzbestimmung, §3.2) und **A0-19** (Determinismus-Vertrag, §3.2 — war im Ist-§8 noch nicht gelistet, wird als Determinismus-Referenz ergänzt) sowie **PRD OQ-3** (Compilation Scope, §3.2) ergänzt; **`schema/canonical-terms.md`** als nebengeordnete committete Resolver-Registry referenziert (kein `schema/`-Root-Change; gleiche read-only-Hierarchie, append-only). Em-Dash-`—`-Varianten-Lücke als offene Determinismus-Frage an **Story 3.8** übergeben (nicht stillschweigend ergänzt). **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert. **`sprint-status.yaml`:** Key `3-2-relevanzbestimmung-textual-deterministisch-umsetzen-grep-rip` `backlog` → **`in-progress`**. `wiki/log.md`-Eintrag (append-only, bestehende Bullets unverändert), `deferred-work.md`-epic-3-context-Eintrag → aufgegriffen (append-only), Determinismus-Selbsttest + Validator-Lauf (7/7 SUCCESS) siehe `wiki/log.md`-Nachweis.
|
||
- **Revision 2.4.2 (2026-08-19, Story 3.1, bmad-code-review Loop 2, 4 Layer; Nutzer-Entscheidungen D-1/D-2/D-3/D-4 = 1/1/1/1):** (1) **Diff-Selbsttest (Pkt. 5) operationalisiert + Blind-Spots geschlossen (D-1):** Probe erweitert auf `git diff --name-only <Baseline-Commit> -- wiki/` **plus** `git status --porcelain -- wiki/` (erfasst ungetrackte neue Dateien `??` — die Duplikat-Kontrolle „keine neue Datei" braucht diese Sicht; `git diff` allein ist blind für Untracked); **Probe-Zeitpunkt fixiert vor dem Commit** (am Ende des P2-Blocks, nach den Mutationen) — nach dem Commit wäre die Probe vacuous (leere Ausgabe, AD-17f); erlaubte Teilmenge-Menge um **Neu-Anlage-Zielpfade** (§5.1/§5.7) ergänzt — Misch-Runs (Neu-Anlage + Update im selben Run) markieren neu angelegte Pfade nicht fälschlich als Ghost-Diff; **Pfad-Normalisierung** definiert (Strip `wiki/`-Präfix + `.md`-Suffix vor dem Teilmenge-Vergleich, da Kandidaten/Ziel-Pfade als relative OKF-Pfade *ohne* `.md` definiert sind); **Rollback-Mechanik** für den Ghost-Diff deterministisch benannt (modifizierte Pfade via `git checkout -- <wiki/pfad>`, ungetrackte neue Dateien gelöscht, Index via `git checkout -- <index>`; §5.3/§6.3-Teilzustand-Rollback greift daneben unverändert). (2) **R-1-Baseline deterministisch + Abweichungsregel (D-2):** `<Baseline-Commit>` (HEAD der vorherigen Mutations-Boundary, AD-17f) wird vom Producer **im `wiki/log.md`-Run-Eintrag notiert** (voller SHA) — deterministisch auflösbar ohne Domain-State-Annahme an Git (AD-14); **Diskrepanz-Regel**: widersprechen `git diff`-Befund und SHA-256-Record derselben Datei, **gewinnt `git diff`** (Commit-Boundary-Prinzip), SHA-256 bleibt Sekundär-Fingerprint; **Fallback**: ohne vorherige Mutations-Boundary gelten alle `raw/`-Dateien als Zuwachs; Rev-2.4.1-Claim „derselbe Baseline-Commit wie Pkt. 5" **korrigiert** (die Pkt.-5-Probe trägt das Baseline-Commit-Argument jetzt explizit). (3) **INPUT_UNCOMMITTED-Abbruch (D-3) + Anker-Divergenz:** neuer P2-Check-Block-Element (1) **Input-Zustand** — Working-Copy von `raw/`/`wiki/` gegen HEAD prüfen, bei Abweichung **benannter Abbruch „published/committed Input erforderlich"** vor Interpretation und vor jeder Mutation (AD-17a, I/O-Matrix-`INPUT_UNCOMMITTED` — zuvor nur Referenz auf §1 Pkt. 1, keine Zustandsprüfung/Abbruchmeldung); die **Spec↔Anker-Divergenz** (frozen Spec zitiert 3× „§1.1", §1 ist eine nummerierte Liste Pkt. 1–4 ohne §1.1-Label; Rev-2.4.1 korrigierte nur die Anker *in* compiler.md) wird hier als dokumentierte Fußnote gesichert — die Spec bleibt frozen (nur per menschlicher Renegotiation änderbar). (4) **Sandbox-Edge-Test-Nachweis (D-4):** die fünf I/O-Matrix-Szenarien (HAPPY_PATH_UPDATE, UNTOUCHED_CONCEPT, CONCEPT_COLLISION_BESTEHEND, CHANGE_DETECTION, PRE_RUN_RECONCILE) + die D-3-Abbruch-Kontrolle sind als re-executierbare Sandbox-Skripte mit **konkreten deterministischen Ausgaben** in der Spec-`## Verification`-Sektion (Sandbox-Beleg) verankert — die `wiki/log.md`- und `deferred-work.md`-Verweise („in der Spec-Verification enthalten") auflösbar. (5) **Instruktions-Präzisierungen:** P2-Block-**Zeitpunkt** (nach Reconcile, am Anfang der Mutationsphase; Diff-Probe am Block-Ende) — löst den Widerspruch „einmal an der Spitze erhoben" vs. „Kandidatenliste entsteht erst im Reconcile"; **No-Op-Kandidat**-Regel (Pkt. 2: Pfad, der die Evidenz bereits vollständig enthält → keine Mutation/kein `at`-Bump/kein `log.md`-Eintrag, byte-identisch — die engere Auslegung); **Mehrfach-Treffer-Reihenfolge** für *alle* Einheiten definiert (Zuwachs-Sicht-Ordnung; lexicografisch nur als Tie-Break bei identischem Ort — AD-17h); **Update-Pfad-Rollback** in §5.3 Pkt. 3 (modifizierte Pfade aus Baseline-Commit wiederherstellen); **`generated.at`↔AD-17h-Gap** explizit als offener Punkt mit Home Story 3.8 benannt (Wanduhr-`at` erzeugt bei gleichem Input unterschiedliche Bundle-States; Konvention bleibt bis dahin bindend, Wechsel = Ask-First); **Term-Ableitung** (Pkt. 2 (a)) als §2-Interpretation abgegrenzt — die Erhebung *mit festem Term* ist textuell-deterministisch, der Term-Mechanismus (Kanonisierung/Synonyme) Story 3.2; **Link-Following** mit besuchter Menge (keine Schleife bei zyklischen Links); **Worked Example (Pkt. 7) auf den realen Ist-Baum korrigiert** (`rg -l 'FR-12' wiki/` trifft `wiki/knowledge-kompilation-inkrementell.md`, **nicht** `wissensarchitektur/source-material.md` — Rev-2.4.1-Beispiel enthielt den Term nicht); stale-Anker `§3.2-Kollisionsprüfung` (Pkt. 3-Zuordnung) und `§3-Voraussetzungsprüfung` (P2-Block) sowie §5.8-Pkt.-3-Zeiger („Pkt. 1" → „Pkt. 2") nachgeführt. **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert.
|
||
- **Revision 2.7 (2026-08-19, Story 3.2, Step-04-Review Loop 3, 4 Layer; Nutzer-Entscheidungen D-1/D-2/D-3/D-4/D-5 = 1/1/1/1/1, jeweils empfohlene Option; + 2 Patches; D-3-Instruktions-Patch, kein neuer Inhalt):** (1) **§3.2-Pkt.-3b-Ordnung auf reine Lexikografie gehoben (D-4):** Stufe-a-Treffer waren „in der Reihenfolge des ziehenden Terms, dann lexikografisch als deterministischer Tie-Break" — die Term-Ordnung selbst war für Mehrfach-Terme (Pkt. 1c) nirgends festgelegt, zwei rechtmäßige Term-Ordnungen erzeugten zwei unterschiedliche Listen (AD-17h-Lücke). Jetzt: **innerhalb jeder Stufe rein lexikografisch aufsteigend (LC_ALL=C)**; die Term-Verarbeitungsreihenfolge dient nur der Interpretation/Erhebung, **nicht** der Listen-Ordnung — dieselbe Treffermenge → identische Liste. (2) **`schema/canonical-terms.md`-Lookup-Semantik vervollständigt (D-5):** Lookup-Verfahren deterministisch fixiert (lowercasing → `[-–_ ]`→`-`-Kollaps → **Lookup der normalisierten Form**; Spalten tragen ausschließlich normalisierte Formen), **Eindeutigkeits-Invariante** (jede normalisierte Form in genau einem Eintrag — Canon **oder** Variante, nie beides/zweimal) + **Konflikt-Verfahren** (keine stille Anhängung; `deferred-work.md`-Handoff / Ask-First, analog zur Umbenennungs-Regel). (3) **Statuskette `in-progress → done` dokumentiert (D-1):** der Review-Loop-Abschluss-Flip `in-progress → done` (Sprint-Sync-Konvention, Story-3.1-Präzedenz) war in keinem `wiki/log.md`-Eintrag als eigener Schritt belegt — nachgeführt als neuer oberster `wiki/log.md`-Bullet (append-only; die gefrorene Always-Klausel `→ in-progress` beschreibt den Implementierungsstand, der Review-Abschluss `done` ist der übliche Folgezustand). (4) **Mini-Sandbox um T5/T6/T7 erweitert + T1/T4-Asssertionen + T2-Kommentar-Korrektur (D-2 + Patch P-1):** T5 `LINK_FOLLOWING_ZYKLUS` (A→B→A-Links; besuchte Menge → endliche, doppelungsfreie Liste), T6 `TRAVERSAL_REACH_ONLY` (Term nur in Area-`index.md` → gewurzelte Concept-Pfade als Kandidaten; `index.md` selbst ist kein Concept-Kandidat), T7 `TERM_ABLEITUNG_SYNONYM` (Registry-Test-Doppel: Schreibvarianten → canonische Form via Lookup auf normalisierter Form; Negativ-Fall: nicht auflösbar → wie notiert, kein stiller Ausschluss); T1/T4 tragen jetzt harte Pass/Fail-Asssertionen (`exit 1` bei Abweichung) — die exakte Candidate-Liste wird erzwungen, nicht nur ausgegeben; der T2-Kommentar zu `index` korrigiert (Stufe-a-Treffer auf `wiki/index.md` löst Stufe b aus; `index.md` ist kein Concept-Kandidat). (5) **Selbsttest-Beleg (b) gegen den realen Sandbox-Ist-Baum re-executiert (D-3):** der Rev-2.5-Log-Beleg (b) beschrieb einen nicht-committierten Baum (Term `quanten-protocol`, `sub/beta.md`, SHA-256 `159092bb…`) — Stale-Evidenz-Falle (B1-Präzedenz). Der Nachweis wird jetzt gegen die echte `run-sandbox.sh`-Ausgabe (Term `deterministische-relevanz-bestimmung`, root-level `alpha`/`beta`/`gamma`) neu belegt; der Rev-2.5-Eintrag bleibt historisch unverändert, die Korrektur steht als neuer `wiki/log.md`-Bullet (append-only). (6) **Typos im normativen Text korrigiert (Patch P-2):** `Determinsmus` → `Determinismus` (§8-Referenzen + Log-/Defer-Belege), `§3.2-beankert` → `§3.2-angeankert`, `Membrum` → `Mitglied` (Spec-Design-Notes), `Konventionelle Determinismus-Lücke` → `Bekannte Determinismus-Lücke` (Defer-Beleg; `compiler.md:53` sagt „Bekannte"), `Resovierung` → `Auflösung` (Spec-Change-Log/-Verification). **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert. (Revisionslog-Reihenfolge-Anomalie 2.6/2.5 bleibt als dokumentierter Defer bestehen — nicht in dieser Runde umgeordnet.)
|
||
- **Revision 2.8 (2026-08-19, Story 3.3):** §5.9-Update-Formen **operationell ausformuliert** (dieselbe Evidenz + formale Struktur → identisches Update-Ergebnis, AD-17h/A0-19): (1) **Pkt. 2 — Präzisierungsebene je Update-Form** (als Sub-Bullet an die Commit-Boundary-Regel angefügt; der frozen Story-3.1-Regeltext bleibt textuell **unverändert** als normative Basis, die operationellen Regeln sind die Ausführungs-Ebene darunter — keine Re-Negotiation): je Form **(a) Abgrenzungskriterium** (aus der committeten Evidenz: neue belegte Aussage → Erweitern; Schärfung einer bestehenden Formulierung/Abgrenzung ohne Ersatz → Präzisieren; Ersetzung einer fehlerhaften/überholten → Korrigieren; keines davon → No-Op, engere Auslegung), **(b) Struktur-Erhaltungsregel** (das Geschützte — Frontmatter-Subset nur als `sources`-Zuwachs um echten neuen Beleg + `generated.at`-Bump; bestehende belegte Aussagen nicht umgeschrieben ohne dass Präzisieren/Korrigieren greift; §5.5-Inline-Verweise gültig soweit Beleg Body-Bestand; §5.6-Linkform unverändert, keine neuen Links außer bei echten Beziehungen) und **(c) Textgenauigkeits-Rahmen für Präzisieren** (Schärfen an der Aussage, kein Satz-Umbau, kein Neuschreiben ohne Ersetzungsbeleg). (2) **Pkt. 5 — Erhaltungs-Invariante um den Struktur-Erhaltungs-Bezug ergänzt:** die Diff-Probe verifiziert zwei Ebenen — die Pfad-Mengen-Ebene (bestehender Teilmenge-Vergleich) und die **Struktur-Ebene je berührtem Pfad** (pro betroffenem Concept-Pfad über die Pkt.-2-Regeln geprüft: Frontmatter-Subset, keine Umschreibung belegter Aussagen außerhalb der Formen, Inline-Verweise, Linkform — Verstöße textuell benannt (NFR-4), vor dem Commit zu beheben, sonst Ghost-Diff mit Rollback). (3) **Pkt. 6 — P2-Check-Block um den Struktur-Erhaltungs-Check erweitert** (Element (6), zusätzliches textuelles Element: keine unbefugten Keys — Vertrag §3.3/§3.4-Subset, keine stille Löschung — AD-16/„Korrigieren"-Form, Links unverändert/keine neuen ohne echte Beziehung — §5.6-Pin; Verstöße textuell benannt (NFR-4) und vor dem Commit behoben). (4) **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; Commit-Boundary-Regel unverändert; kein Leasing-Scope (AC-4 → Story 3.5/3.6, AD-17.3-Hinweis unverändert in §7). **`sprint-status.yaml`:** Key `3-3-bestehende-concepts-erweitern-präzisieren-korrigieren` bleibt **`in-progress`** (Review-Abschluss `done` erfolgt gemäß Workflow-Konvention durch den Review-Schritt). Sandbox-Nachweis und per-Datei-Validator-Verdikt siehe `wiki/log.md`-Eintrag (Story 3.3, Revision 2.8).
|
||
- **Revision 2.9 (2026-08-19, Story 3.4):** Neue Sektion **§5.10 „Synthese aus mehreren Sources (Story 3.4)"** eingefügt (nach §5.9, vor §6) — die **verbindliche Verankerung der Synthese-Dimension** (AD-4, FR-7): (1) **Synthese-Stimulus** (≥ 2 belegende `raw/`-Quellen desselben Themas per §2-Interpretation → eine Synthese-Einheit; einzelne Quelle bleibt auf §5.9-/§3.2-Pfad), (2) **Ein-Ziel-Repräsentation (§5.7-Routing; FR-7 AC-1)** — ein Synthese-Concept über einen Ziel-Pfad, `sources`-Liste ≥ 2 Einträge, **deterministisch lexikografisch nach `resource` (LC_ALL=C, AD-17h)**, getrennte Zusammenfassungs-Concepts je Quelle verboten; (3) **gemischte claim-granulare Provenienz (AD-4a/4b, A0-3)** — je Aussage Inline-`raw/`-Verweis §5.5, **Multi-Beleg-Konsolidierung** (§5.5-Semikolon-Form, voller Pfad je Beleg; keine Beleg-Tilgung AD-4), **AD-16-Default** (widersprüchliche Aussagen bleiben, Disagreement in `log.md`; Sandbox-N2); (4) **AD-4c-Übernahme-Marker** („übernommen aus `<Concept>` auf Basis von `<source>`, nicht eigenständig belegt" — nie alleinige Provenienz; Sandbox-N3); (5) **Reflektiertheits-Selbsttest** (FR-7 AC-4/NFR-7) — keine per-Source-Zusammenfassungs-Struktur („Quelle A: …"), grepbasiert `grep -nE 'Quelle [A-Z]:|Source [A-Z]:'`, Selbsttest-FAIL → textuell benannt (NFR-4) und vor Run-Abschluss behoben; (6) **§5.6-Pin unverändert** + **Form-Wahl-Klassifikationsprobe (Story-3.3-Defer U2/U7)** — Überlapp-Einheiten an die §5.9-Abgrenzungs-Reihenfolge `Korrigieren → Präzisieren → Erweitern → No-Op` (erste zutreffende Form), Textgenauigkeits-Rahmen der übrigen je Teilbestand; (7) **`log.md`-Eintragspflicht** („Story 3.1-Update" bei Update, Anlage-Eintrag bei neuem Synthese-Concept; Multi-Source-Liste + `<Baseline-Commit>`); (8) **Erhaltungs-Invariante (§5.9 Pkt. 5 gilt) + Determinismus-Vertrag** (Ziel-Pfad via §3.2/§5.7, `sources`-Lexikografie, Konsolidierung/Form-Zuordnung; `generated.at`-Wanduhr-Gap bleibt A0-20-Konvention, Home Story 3.8). **§7:** Synthese-Vorbehalt **aufgelöst** (in §5.10 verankert; verbleibende 3.x-Themen: Leasing/Dirty-Tree → Story 3.5/3.6). **§8:** Normreferenzen bleiben unverändert (AD-4/AD-4a/FR-7/A0-3 sind bereits über §5.5/Roh-Normreferenzen abgedeckt; AD-4c-Kontext-Marker weiterhin §5.5). **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; **keine fünfte Update-Form** (Abgrenzungs-Reihenfolge §5.9 unverändert, Synthese = Querschnitt); kein Leasing-Scope; Commit-Boundary-Regel unverändert. **`sprint-status.yaml`:** Key `3-4-wissen-aus-mehreren-sources-synthetisieren` → **`in-progress`**. Sandbox-Nachweis (S1–S6 + N1–N3 + Form-Wahl-Probe = 10 Szenarien, Exit 0) und per-Datei-Validator-Verdikt siehe `wiki/log.md`-Eintrag (Story 3.4, Revision 2.9). **Review-Loop-1-Patches (bmad-code-review, 3 Layer; dieser Eintrag nachgeführt):** Reflektiertheits-Selbsttest-Muster auf Zeilenanfangs-Label erweitert (`^(Quelle|Source) [A-Z][A-Za-z0-9_ -]*:` — mehrbuchstabige/nummerierte Quell-Labels werden ebenso erkannt); **Body-Reihenfolge deterministisch** (Aussagen-Positionierung lexikografisch über die Beleg-Anker, AD-17h) + **Konsolidierungs-Kriterium** (Befund-Äquivalenz über dieselbe erkannte Wissenseinheit) explizit; Stil-/Genus-Korrekturen (`sole`→`einzige`, `der Update`→`das Update`, `sources`-Pluspunkt→`sources`-Zuwachs). Keine Änderung an Normreferenzen, §7, Abschlussklausel.
|
||
- **Revision 3.0 (2026-08-19, Story 3.5):** Neue Sektion **§5.11 „Leasing & Dirty-Tree-Schutz für konkurrierende Producer (Story 3.5)"** eingefügt (nach §5.10, vor §6) — die **verbindliche Verankerung der Koordinations-Dimension für konkurrierende Producer** (AD-17a..f, A0-12..A0-16, FR-2/FR-12; §7-Vorbehalt `:357` aufgelöst): (1) **Lease-Akquise (AD-17a, A0-12)** — Arbeits-Branch-Form **`lease/<area>/<id>`** von der Merge-Base aus, **Lockfile** (`lease/<area>/<id>.lock`, semantisch identisch in jedem Adapter, A0-12; deterministisches Format: `area`, `id`, `producer`, `baseline_commit` voller SHA, `holder_id`), Lease-Hold bei existierendem Lockfile (kein Überschreiben, keine Mutation), **Merge-Base-Disziplin** (Lease gg. eindeutigen Commit-Object-Wert über `git merge-base`/`<Baseline-Commit>`, AD-17h); (2) **Root-Scope-Lease (AD-17b, A0-13)** — umfasst `wiki/` inkl. `log.md`, `index.md` und aller Root-Dateien; kein Bereich jenseits `wiki/`; (3) **Dirty-Tree-Schutz (AD-17e/f, A0-16)** — Pre-Mutation-Prüfung (`git status --porcelain -- <Mutationsbereich>`), fremde uncommittete Änderungen **geschützt statt gelöscht** (Stash/Scratch-Zone außerhalb `wiki/`, dokumentiert in `log.md`), Screen-Artefakte textuell benannt (NFR-4), **UNCOMMITTED_INPUT-Abbruch** „published/committed Input erforderlich" (AD-17a; I/O-Matrix-`UNCOMMITTED_INPUT` — dieselbe Pre-Run-Prüfung wie §5.9-P2-Element-(1)-`INPUT_UNCOMMITTED`, kein zweiter Abbruch-Pfad), Mutationen nur auf Directory-/Commit-Ebene; (4) **kein textueller Auto-Merge (AD-17c, A0-14)** — compiler-vermittelter Merge über die **AD-16-Klassifikation** (Default: Erhaltung) mit `log.md`-Eintrag; Lease-Konflikt → AD-16-Pfad; Unentscheidbarkeit → menschliche Eskalation (AD-17g); (5) **Commit-Boundary = Mutations-Boundary** unverändert (§0/§5.3, AD-17f) — Diff-Selbsttest (§5.9 Pkt. 5) auch für Leasing-Runs, Ghost-Diff-Rollback; (6) **`log.md`-Eintragspflicht** (Lease-Akquise, Dirty-Tree-Schutz-Dokumentation, Merge-Klassifikation, Eskalation, **Lease-Freigabe**; `<Baseline-Commit>` notiert, D-2; Datumsgruppe **neueste zuerst**); (7) **Determinismus-Vertrag (AD-17h/A0-19)** — Lease-Akquise, Lockfile-Inhalte, Merge-Klassifikation deterministisch aus dem committeten Git-State; **Lease-Staleness/Recovery bleibt Story 3.6** (AD-17d, A0-15) — diese Sektion mutiert deren Mechanik nicht; testbares Seam-Kriterium (3.5 = committed-state-deterministisch, 3.6 = Zeit-/Umgebungs-Zustands-Frage, die den committeten Zustand verlässt). **§7:** Leasing-/Dirty-Tree-Vorbehalt **aufgelöst** („in §5.11 verankert (Story 3.5)"); Scope-Einleitung um §5.11 geöffnet; verbleibendes 3.x-Thema: Lease-Staleness/Recovery → Story 3.6. **§8:** Normreferenzen um AD-17b/AD-17c/AD-17d/AD-17e-f/AD-17g (Spine) und A0-12/A0-13/A0-14/A0-15/A0-16 (Epics) ergänzt; AD-17d/A0-15 in der §5.11-Enum als Norm-Rückverweis (ohne §5.11-Auflösungs-Bezug) gekennzeichnet. **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; **kein neuer Frontmatter-Key für Lease-Metadaten** (Lease lebt in Git/Datei-Ebene, Vertrag §3.1–§3.7 unverändert); **keine fünfte Update-Form** (Abgrenzungs-Reihenfolge §5.9 unverändert, Leasing = Querschnitt); kein Staleness-Scope (→ Story 3.6); Commit-Boundary-Regel unverändert. **Lease-Freigabe** (Release) ist in §5.11 Pkt. 1/6 verankert (deterministisch, auf das committete Ergebnis bezogen); Staleness-/Recovery-Aspekte der Freigabe (verwaiste Leases) bleiben Story 3.6. **`sprint-status.yaml`:** Key `3-5-leasing-dirty-tree-schutz-für-konkurrierende-producer-umsetz` → **`in-progress`**. Sandbox-Nachweis (L1–L6 + Negativ-Kontrollen, Exit 0) und per-Datei-Validator-Verdikt siehe `wiki/log.md`-Eintrag (Story 3.5, Revision 3.0).
|
||
- **Revision 3.1 (2026-08-19, Story 3.6):** Neue Sektion **§5.12 „Lease-Staleness & Recovery-Basis (Story 3.6)"** eingefügt (nach §5.11, vor §6) — die **verbindliche Verankerung der Staleness-/Recovery-Dimension** (AD-17d, A0-15; §5.11-Seam-Kriterium S-1 und Pkt.-7-Text sowie §5.11 Pkt. 1 „verbleibt bis Story 3.6" bleiben textuell unverändert): (1) **Lease-Registrierung & generationenbasiertes TTL** — Registrierung im **Clone-Root-State**, monotoner Run-Generator (`generation`-Zähler je Clone-Root, deterministisch aus dem committeten Git-State ableitbar: `lease/`-Baumableitung oder Mono-Commit-`lease-granite-root`-Marker), **TTL-Ablauf-Kriterium generationen-basiert** (ältere/niedrigere Erzeugungs-Generation = stale, blockiert keinen nachfolgenden Run), **kein Wanduhr-Timestamp** im Lockfile-/Registrierungs-Format (A0-20; streng durchsetzendes Zeit-TTL = Ask-First); (2) **holder_id-Ableitung** (deterministischer Default `holder_id := <producer>-<id>`, Defer aufgegriffen); (3) **Verwaist-Klassifikation** (Übernehmen gg. erneute Merge-Base-Prüfung oder Stale-Markieren via Registry-Marker, je `log.md`-Eintrag; verwaiste Leases **nie still gelöscht**, AD-17e; Konflikt → AD-16-Pfad/Eskalation AD-17g); (4) **baseline_commit-Merge-Base-Diskrepanz-Regel** (git-merge-base gewinnt, notierter SHA = Sekundär-Fingerprint, Fallback ohne Boundary; Defer aufgegriffen); (5) **`raw/`-Recovery-Basis & native `git stash`-Variante** (`raw/` immutable AD-3 als Zugriffs-/Consistency-Basis, Real-Baum-Beweis auf Sandbox-Evidenzwege beschränkt, EC-1-Grenze; `git stash push -- <Pfade>` als zweitezulässige Schutzvariante, Defer aufgegriffen); (6) **Registrierungs-Invariante & kumulativer Registry-Aufbau über Runs** (Gen > erzeugend oder gleiche Gen, hält den sichtbar höchsten Reg-Generator; kein eigener `# Log`-Stand — `wiki/log.md` alleiniger Aufzeichnungs-Ort, Vertrag §5; Defer aufgegriffen); (7) **`log.md`-Eintragspflicht & Determinismus-Vertrag** (Registrierung/TTL, Lease-Übernahme, Stale-Markierung, Recovery-Basis-Nutzung als Datumsgruppen-Einträge; Registrierung/TTL/Verwaist-Klassifikation/log.md-Texte deterministisch aus dem committeten Git-State). **§7:** Staleness/Recovery-Vorbehalt **aufgelöst** („in §5.12 verankert (Story 3.6)"). **§8:** Normreferenzen AD-17d/A0-15 von reiner Story-Zuordnung auf **§5.12-Anker** angehoben (`AD-17d (Lease-Staleness, §5.12)`, `A0-15 (Lease-Staleness, §5.12)`). **Abschlussklausel:** Keine Änderung an `schema/wiki-compiler.md`/`schema/validator.md`/`raw/` (AD-3); **keine neue §7-Invaliditätsklasse**; **kein Standalone** (D-3); keine Vertragsänderung; **kein neuer Frontmatter-Key für Lease-Metadaten** (Lease lebt in Git/Datei-Ebene, Vertrag §3.1–§3.7 unverändert); kein Prädikat-/Format-Key; Commit-Boundary-Regel unverändert. **`sprint-status.yaml`:** Key `3-6-lease-staleness-recovery-basis-absichern` → **`in-progress`**. Sandbox-Nachweis (STALE-1..STALE-6 + Erhaltungs-Invariante, Exit 0) und per-Datei-Validator-Verdikt siehe `wiki/log.md`-Eintrag (Story 3.6, Revision 3.1).
|